Potsdam bekommt erstmals ein eigenes Schulfilmfestival. Am 14. Dezember 2026 lädt das Filmmuseum Potsdam weiterführende Schulen aus der Landeshauptstadt ein, selbst produzierte Filme einzureichen und sich um den neuen Potsdamer Schulfilmpreis zu bewerben.
Wie das Filmmuseum in seinem aktuellen Education-Newsletter mitteilt, richtet sich das neue Format an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II. Eingereicht werden können Filme aller Art, die im schulischen Kontext seit dem Schuljahr 2023/24 entstanden sind.
Filme dürfen höchstens 15 Minuten dauern
Für das Festival gilt eine maximale Filmlänge von 15 Minuten.
Die Einreichungsfrist endet am 16. Oktober 2026. Beiträge können bereits jetzt angemeldet werden. Das eigentliche Festival mit der Vergabe des Schulfilmpreises findet am 14. Dezember im Filmmuseum statt.
Mit dem neuen Wettbewerb erweitert das Museum sein Angebot als außerschulischer Lernort und will Schülerinnen und Schüler stärker zum eigenen Filmemachen anregen.
Workshops zu Filmberufen und Gestaltung
Parallel bietet das Filmmuseum für das Schuljahr 2026/27 zahlreiche weitere Vermittlungsangebote an.
Dazu gehören Workshops zu Filmberufen, zur Wirkung von Filmmusik und zu grundlegenden Gestaltungsmitteln des Films. Im Angebot „Irgendwas mit Medien“ können Jugendliche beispielsweise Berufe wie Setdesign oder Kostümbild kennenlernen.
Im Workshop „Filme machen: Das kleine 1x1“ geht es dagegen um Kamera, Bildgestaltung, Ton und grundlegende Entscheidungen beim Erzählen mit bewegten Bildern.
DEFA-Filme werden zum Unterrichtsthema
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf 80 Jahren DEFA-Filmgeschichte.
Zur Sonderausstellung „OHNE FRÜHSTÜCK. OHNE DISKUSSION. 80 Jahre DEFA-Filme“ bietet das Museum Programme an, die sich mit DDR-Alltag, politischen Vorgaben und künstlerischer Freiheit beschäftigen.
Bei „MIT Frühstück. MIT Diskussion.“ können Schulklassen DEFA-Gegenwartsfilme anschauen und anschließend über Alltag und Gesellschaft in der DDR diskutieren.
Ein weiterer Vortrag behandelt das Spannungsfeld zwischen staatlichem Auftrag und künstlerischem Eigensinn bei der DEFA zwischen 1946 und 1991.
Filmstadt Potsdam auch digital entdecken
Mit der App „FILM.SCOPE“ bietet das Museum zusätzlich einen digitalen Zugang zur Filmstadt.
Dazu gehört ein etwa 90-minütiger Audio-Rundgang durch die Medienstadt Babelsberg. Ergänzt wird das Angebot durch Karten zu filmischen Orten, Quizfragen, Filmmusik und Informationen zu Objekten im Schaudepot.
Potsdam blickt auf mehr als ein Jahrhundert Filmgeschichte zurück und trägt seit 2019 den Titel UNESCO Creative City of Film. Das Filmmuseum will diese Tradition mit seinen neuen Bildungsangeboten stärker in den Schulalltag holen.
Quelle:
Filmmuseum Potsdam, Education-Newsletter für das Schuljahr 2026/27.