Im Park Sanssouci läuft eines der anspruchsvollsten Restaurierungsprojekte der Potsdamer Schlösserlandschaft. Rund 19 Millionen Euro fließen in die Römischen Bäder, deren Gebäude durch Feuchtigkeit, Schimmel, Hausschwamm und Schadstoffe teilweise erheblich geschädigt waren.

Ensemble stammt aus dem 19. Jahrhundert

Die Anlage wurde zwischen 1829 und 1841 nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius geschaffen.

Trotz ihres Namens dienten die Römischen Bäder nicht als öffentliche Badeanstalt. Das Ensemble inszenierte vielmehr die Italienbegeisterung des preußischen Kronprinzen.

Feuchtigkeit griff Wandmalereien an

Besonders problematisch war die dauerhaft hohe Baufeuchte.

Nach Angaben des brandenburgischen Kulturministeriums lösten sich Malschichten vom Untergrund, während Stock- und Schimmelflecken entstanden. Auch Hausschwamm und belastete Baustoffe mussten berücksichtigt werden.

Sanierung umfasst Gebäude und Garten

Zum Projekt gehören Dachstühle, Fassaden, Innenräume, Kunstwerke, Mauern und Freianlagen.

Bereits erledigt wurden unter anderem Gründungsarbeiten, Teile der Dachsanierung, Mauerwerksarbeiten und Schadstoffbeseitigungen.

Künftig sollen wesentliche Museumsbereiche außerdem weitgehend barrierefrei zugänglich sein.

Wiedereröffnung für 2029 geplant

Die Finanzierung erfolgt über ein gemeinsames Sonderinvestitionsprogramm von Bund, Brandenburg und Berlin.

Die Wiedereröffnung des Ensembles ist nach aktuellem Zeitplan für 2029 vorgesehen.

Quelle:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg; Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.