Der große Waldbrand im Gebiet „Schwarzes Holz“ bei Plauen ist nach sechs Einsatztagen weitgehend gelöscht. Rund 25 Feuerwehrleute kontrollieren das Gelände weiterhin, weil Wurzeln und Baumstümpfe noch bis zu 50 Zentimeter tief im Waldboden schwelen.

Sieben Hektar Wald sind verbrannt

Das Feuer erfasste rund sieben Hektar Wald zwischen Meßbach und Thiergarten. Die ersten Einsatzkräfte wurden am Dienstagabend alarmiert. In den folgenden Tagen arbeiteten zeitweise bis zu 130 Feuerwehrleute sowie Kräfte des Technischen Hilfswerks und weitere Helfer an der Brandbekämpfung.

Am Sonntagmorgen meldete die Stadt eine deutliche Entspannung. In der Nacht hatten Einsatzkräfte mit Drohnen noch einzelne Glutnester gefunden und gezielt abgelöscht. Neue Brandherde wurden zunächst nicht entdeckt.

Feuer sitzt tief unter der Oberfläche

Die größte Gefahr geht inzwischen nicht mehr von offenen Flammen aus. Glimmende Wurzeln und Baumstümpfe können tief im Boden weiterbrennen und erneut Feuer an der Oberfläche auslösen. Einsatzleiter Patrick Heinritz bezifferte die Tiefe einzelner Glutbereiche auf bis zu einen halben Meter.

Die Einsatzkräfte suchen das Gebiet deshalb zu Fuß ab. Haken, Schaufeln und Löschrucksäcke helfen dabei, verbliebene heiße Stellen freizulegen und mit Wasser abzulöschen. Schwere Forstmaschinen unterstützen zusätzlich bei den Arbeiten.

Regen hilft der Feuerwehr

Leichte Regenschauer sorgten am Sonntag für weitere Entspannung an der Oberfläche. Die Lage bleibt dennoch unter Beobachtung, damit versteckte Glut nicht zu einem erneuten Aufflammen führt.

Die Brandbekämpfung war besonders aufwendig, weil das Gelände steil und dicht bewachsen ist. Zudem liegt der Einsatzort in einem Trinkwasserschutzgebiet. Löschschaum durfte deshalb nicht eingesetzt werden.

Betretungsverbot bleibt bestehen

Das „Schwarze Holz“ bleibt bis zum endgültigen Abschluss der Löscharbeiten gesperrt. Besucher sollen das Gebiet weiterhin nicht betreten und die Arbeiten der Feuerwehr nicht behindern.

Die Brandursache ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen können umfassend beginnen, sobald das Gelände vollständig gelöscht und wieder sicher begehbar ist.

Quelle: Stadt Plauen; Feuerwehr Plauen