Mit Liedern, Oper, Operette, Musical und Pop ist die Lotte Lehmann Woche in Perleberg zu Ende gegangen. Beim Abschlusskonzert in der Sankt-Jacobi-Kirche erhielt der 17-jährige Tenor Caspar Popp den Förderpreis Anfänger der Rolandstadt.
PERLEBERG. Caspar Popp war während des Abschlusskonzerts gleich mehrfach zu erleben. Der Berliner Musikgymnasiast sang im Chor und im Ensemble sowie solistisch Franz Schuberts „Frühlingsglaube“ und die Serenade des Pedrillo aus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“.
Gemeinsam mit Heike Borchert präsentierte er außerdem das Operetten-Duett „Joseph, ach Joseph“ aus Leo Falls „Madame Pompadour“. Bürgermeister Axel Schmidt überreichte ihm anschließend den Förderpreis Anfänger der Rolandstadt Perleberg.
Vom Kinderchor auf die Konzertbühne
Der junge Tenor begann seine musikalische Laufbahn im Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden. Danach besuchte er die Musikschule Béla Bartók und das musikbetonte Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium.
Popp möchte später Gesang studieren. Auch eine Rückkehr nach Perleberg kann er sich vorstellen: Im kommenden Jahr würde er gern erneut an der Lotte Lehmann Woche teilnehmen und später möglicherweise auch die Lotte Lehmann Akademie besuchen.
Förderpreis für Belana Engler
Den Förderpreis der Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Prignitz erhielt Belana Engler. Die 26-Jährige nahm bereits zum vierten Mal an der Lotte Lehmann Woche teil.
Engler trat nicht nur als Sängerin, sondern erneut auch als Komponistin auf. Von ihr stammt der diesjährige Song der Lotte Lehmann Woche, den sie gemeinsam mit Scott Curry, Georgia Friese und Carsten Popp präsentierte.
Die aus Premnitz stammende Musikerin lebt heute in Brandenburg an der Havel. Sie spielt Keyboard, Klavier und Trompete und studiert in Potsdam Lehramt für Musik und Wirtschaft-Arbeit-Technik.
Anerkennungen für langjährige Teilnehmer
Drei weitere Mitwirkende erhielten Anerkennungen. Ausgezeichnet wurden Gisela Bottke und Heike Borchert, die nach Angaben der Stadt bereits seit vielen Jahren zur Familie der Lotte Lehmann Woche gehören.
Eine Anerkennung ging außerdem an Jörg Reichert für seine erste Teilnahme. Für Überraschung im Publikum sorgte die Information, dass Reichert beruflich als Onkologe tätig ist.
Rund 300 Gäste in der Sankt-Jacobi-Kirche
Rund 300 Zuschauer erlebten das Abschlusskonzert in der Sankt-Jacobi-Kirche. Das Programm reichte von deutscher und internationaler Liedliteratur über Chormusik und Pop bis zu Oper, Operette und Musical.
Der künstlerische Leiter Angelo Raciti beschrieb das Programm in der Pressemitteilung augenzwinkernd als Musik „aus mindestens 500 Jahrhunderten“.
Zu den Mitwirkenden gehörte erneut die 16-jährige Emma Klan aus Perleberg. Sie interpretierte die Cherubino-Arie „Voi che sapete“ aus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ sowie die Ariette „Oiseaux, si tous les ans“.
Blick hinter die Kulissen einer Künstleragentur
Der traditionelle szenische Teil führte das Publikum in diesem Jahr in die fiktive Künstleragentur „Rampenfieber“. Heike Borchert spielte die Agenturchefin, Gabriele Peschel ihre Assistentin und Jörg Reichert den Hausmeister.
Inszeniert wurde die Szene von Susy Bergmann. Musikalisch begleitet wurden die Teilnehmer von Sayaka Tominaga, András Vermesy und Scott Curry. Zum Abschluss verband ein Flashmob die Stimmen der Mitwirkenden mit denen der Konzertbesucher.
Quelle
Stadt Perleberg: Pressemitteilung Nr. 270 zum Abschlusskonzert der Lotte Lehmann Woche und zur Verleihung der Förderpreise vom 27. Juli 2026.