Große Hitze, schwüle Luft und kräftige Gewitter bestimmen am Mittwoch das Wetter in weiten Teilen Ostdeutschlands. Regional wurden die Warnungen am frühen Morgen verschärft. Neben Starkregen und Hagel sind auch Sturmböen möglich.
Besonders betroffen sind Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin. Auch in Mecklenburg-Vorpommern können sich im Tagesverlauf Schauer und Gewitter entwickeln.
Für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erwartet der Deutsche Wetterdienst Höchsttemperaturen zwischen 30 und 35 Grad. Gleichzeitig besteht örtlich Unwettergefahr durch kräftige Schauer und Gewitter.
Warnungen bereits am frühen Morgen
In mehreren Städten Brandenburgs zogen bereits am Morgen starke Gewitter auf. Für Potsdam wurden zeitweise Sturmböen bis 80 Kilometer pro Stunde, Starkregen und kleinkörniger Hagel angekündigt.
Auch Frankfurt (Oder), Oranienburg und weitere Regionen waren von kurzfristigen Warnungen betroffen. Solche Warnungen gelten häufig nur für kurze Zeiträume und können abhängig von der Zugrichtung der Gewitter mehrfach verändert werden.
Der Deutsche Wetterdienst warnt bei kräftigen Gewittern vor überfluteten Straßen und Unterführungen, Aquaplaning, herabfallenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen.
Hitze belastet besonders ältere Menschen
Unabhängig von den Gewittern gelten in zahlreichen ostdeutschen Regionen Hitzewarnungen. Die starke Wärmebelastung kann insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen, chronisch Kranke und kleine Kinder gefährden.
Bewohner sollten ausreichend trinken, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden und körperlich anstrengende Arbeiten möglichst in die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden verlegen.
Wohnungen lassen sich am besten am Morgen lüften. Danach sollten Fenster geschlossen und Räume möglichst durch Rollläden, Jalousien oder Vorhänge verschattet werden.
Kinder und Tiere dürfen bei diesen Temperaturen auch für kurze Zeit nicht in abgestellten Fahrzeugen zurückgelassen werden.
Starkregen trifft auf ausgetrocknete Böden
Kurze, heftige Niederschläge können die Folgen längerer Trockenperioden nicht vollständig ausgleichen. Ausgetrocknete Böden nehmen große Wassermengen häufig nur langsam auf.
Dadurch kann Regen oberflächlich abfließen und Straßen, Keller oder Unterführungen überfluten, obwohl Flüsse und tiefere Bodenschichten weiterhin unter Wassermangel leiden.
In Brandenburg weisen Fachleute seit Längerem auf niedrige Wasserstände in Flüssen und geringes Grundwasser hin. Selbst kräftige sommerliche Niederschläge erreichen häufig nicht die tieferen Bodenschichten.
Wetter beruhigt sich ab Donnerstag
Am Donnerstag soll sich die Wetterlage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen allmählich beruhigen. Erwartet wird ein Wechsel aus Sonne und Wolken, während nur noch vereinzelt Schauer auftreten sollen.
Die Temperaturen erreichen regional weiterhin bis zu 31 Grad. In der Nacht zum Freitag kühlt es jedoch deutlich stärker ab. Im Harz sind Tiefstwerte um acht Grad möglich.
Auch am Freitag soll es überwiegend trocken bleiben. Mit Höchstwerten um 25 Grad wird es in vielen Regionen deutlich angenehmer.
Warnlage kann sich kurzfristig ändern
Einwohner sollten sich nicht allein auf eine Wettervorhersage vom Morgen verlassen. Gewitterzellen können sich innerhalb kurzer Zeit bilden, verstärken oder ihre Richtung ändern.
Besonders bei Veranstaltungen im Freien, Ausflügen, Arbeiten auf Feldern und Baustellen sowie Aufenthalten an Seen und Flüssen sollte die aktuelle Warnlage unmittelbar vor Beginn geprüft werden.
Bei einem herannahenden Gewitter ist der Aufenthalt unter einzelnen Bäumen, auf freien Flächen und im Wasser zu vermeiden. Schutz bieten feste Gebäude oder geschlossene Fahrzeuge.
Quellen
Deutscher Wetterdienst – Wetter- und Warnlage für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 5. August 2026.
Rundfunk Berlin-Brandenburg – Aktuelle Wetterlage für Berlin und Brandenburg am 5. August 2026.
Mitteldeutscher Rundfunk – Wettervorhersage und Unwettergefahr für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 5. August 2026.
Rundfunk Berlin-Brandenburg – Bericht über niedrige Wasserstände und fehlendes Grundwasser in Brandenburg, veröffentlicht im August 2026.