Hinter Kasernentoren, Bauzäunen und historischen Wallanlagen verbergen sich Spuren, die viel über die Entwicklung Neubrandenburgs erzählen. Am 13. September können Besucher drei besondere Orte kennenlernen, die im Alltag nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich sind.
Tollensekaserne öffnet am Vormittag
Die denkmalgeschützte Tollensekaserne am „Weg am Hang“ gehört zu den Stationen des Aktionstages. Eine Führung der Bundeswehr beschäftigt sich ausschließlich mit dem Denkmalwert der Gesamtanlage.
Neben den Gebäuden stehen zwei ebenfalls geschützte Kunstwerke im Mittelpunkt. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen begrenzt.
Interessierte müssen sich bis zum 4. September über das Onlineformular der Stadt anmelden. Treffpunkt und genaue Uhrzeit werden nach erfolgreicher Registrierung mitgeteilt.
Lokschuppenareal erstmals seit 15 Jahren zugänglich
Ein besonderer Programmpunkt ist die Öffnung des Lokschuppenareals. Das Gelände kann beim Tag des offenen Denkmals erstmals seit 15 Jahren wieder öffentlich betreten werden.
Historische Gebäude und Gleisanlagen erinnern daran, welche Bedeutung die Eisenbahn für die wirtschaftliche Entwicklung Neubrandenburgs hatte. Die Anlage verbindet Technikgeschichte mit Stadtentwicklung und Verkehrsinfrastruktur.
Fachleute informieren bei Führungen in kleinen Gruppen über die Geschichte des Areals, aktuelle Planungen und die Herausforderungen des Denkmalschutzes.
Führung führt über eine Baustelle
Das Lokschuppenareal befindet sich derzeit auf einer Baustelle. Die Führung ist deshalb nicht barrierefrei und kann nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden.
Anmeldungen nimmt die Stadt bis zum 4. September per E-Mail an denkmalschutz@neubrandenburg.de entgegen. Der Rundgang ist für den Nachmittag vorgesehen. Weitere Angaben zu Treffpunkt und Uhrzeit erhalten die Teilnehmer nach der Bestätigung.
Mittelalterliche Wallanlage im Mittelpunkt
Um 13 Uhr beginnt eine weitere Führung zur mittelalterlichen Wallanlage. Dabei geht es um archäologische Erkenntnisse zum historischen Verteidigungs- und Wegenetz der Stadt.
Die Wallanlage prägte Neubrandenburg über Jahrhunderte und gehört bis heute zu den wichtigsten Zeugnissen der mittelalterlichen Stadtentwicklung.
Treffpunkt ist der Haupteingang des Rathauses am Friedrich-Engels-Ring 53. Die Führung dauert etwa eine Stunde und ist nur bedingt barrierefrei.
Denkmale und Infrastruktur als gemeinsames Thema
Der bundesweite Tag des offenen Denkmals steht 2026 unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.
Die drei Neubrandenburger Angebote greifen dieses Thema auf unterschiedliche Weise auf. Die Kaserne steht für militärische Infrastruktur, das Lokschuppenareal für Eisenbahn und wirtschaftliche Entwicklung, die Wallanlage für historische Wege und Verteidigung.
Größte Kulturveranstaltung Deutschlands
Der Tag des offenen Denkmals gilt als größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Jedes Jahr öffnen Bauwerke und Anlagen, die sonst nicht oder nur eingeschränkt besichtigt werden können.
Für Neubrandenburg bietet der Aktionstag die Gelegenheit, bekannte und verborgene Orte aus neuen Perspektiven zu betrachten.
Quellen
• Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg: Veranstaltungsinformationen zum Tag des offenen Denkmals, 3. August 2026
• Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg: Angaben zu Tollensekaserne, Lokschuppenareal und mittelalterlicher Wallanlage, 3. August 2026