Der Justizvollzug in Sachsen-Anhalt erhält personelle Verstärkung. 21 Frauen und Männer haben ihre Laufbahnprüfung erfolgreich abgeschlossen und werden künftig als Beamte auf Probe in den Justizvollzugsanstalten des Landes eingesetzt. Gleichzeitig beginnen 39 neue Anwärter ihre Ausbildung.

Bei einer Feierstunde im Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz in Magdeburg überreichte Staatssekretär Steffen Eckold den Absolventen ihre Ernennungsurkunden.

Einsatz in den Gefängnissen des Landes

Die neuen Obersekretärinnen und Obersekretäre im Justizvollzugsdienst werden nach Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes in den Landesdienst übernommen.

Sie sollen künftig in den Justizvollzugsanstalten Sachsen-Anhalts arbeiten und dort unter anderem Gefangene beaufsichtigen, betreuen und versorgen. Zudem unterstützen sie die Fachdienste bei der Behandlung und Wiedereingliederung der Inhaftierten.

39 neue Anwärter starten

Neben den 21 Absolventen wurden 39 neue Nachwuchskräfte begrüßt.

Davon beginnen:

  • 35 eine Ausbildung im Allgemeinen Justizvollzugsdienst,
  • vier eine Ausbildung im Allgemeinen Vollzugs- und Verwaltungsdienst.

Staatssekretär Eckold wertete die Zahl der neuen Anwärter als Zeichen dafür, dass der Justizvollzug weiterhin ein attraktives Berufsfeld sei.

„Die Justiz ist ein unverzichtbarer Baustein unserer inneren Sicherheit, der nur funktioniert, wenn wir engagierte und verantwortungsbewusste Bedienstete haben.“

Weniger Absolventen als im Vorjahr

Im vergangenen Jahr hatten 30 Frauen und Männer ihre Ausbildung abgeschlossen. Zugleich waren damals 36 neue Anwärter eingestellt worden.

Damit liegt die Zahl der Absolventen 2026 unter dem Vorjahreswert. Bei den neuen Auszubildenden verzeichnet das Land dagegen einen leichten Zuwachs.

Ausbildung dauert zwei Jahre

Für den Allgemeinen Justizvollzugsdienst werden Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 37 Jahren gesucht. Voraussetzung ist in der Regel ein Realschulabschluss oder ein vergleichbarer Bildungsabschluss.

Der Vorbereitungsdienst dauert 24 Monate und findet in folgenden Einrichtungen statt:

  • Justizvollzugsanstalt Burg,
  • Justizvollzugsanstalt Halle,
  • Justizvollzugsanstalt Volkstedt,
  • Jugendanstalt Raßnitz.

Nach erfolgreich bestandener Laufbahnprüfung und bei persönlicher Eignung ist später eine Verbeamtung auf Lebenszeit möglich.

Rund 1.900 Euro netto während der Ausbildung

Bereits während des Vorbereitungsdienstes erhalten die Anwärter eine Vergütung.

Nach Angaben des Ministeriums beträgt diese für eine ledige und kinderlose Person in Steuerklasse 1 derzeit einschließlich Vollzugszulage und Anwärtersonderzuschlag rund 1.900 Euro netto im Monat. Hinzu kommen weitere Leistungen wie Weihnachtsgeld.

Mehr als 1.000 Beschäftigte im Justizvollzug

Der Justizvollzug Sachsen-Anhalts beschäftigt derzeit rund 1.030 Frauen und Männer.

Etwa 670 davon arbeiten im uniformierten Allgemeinen Justizvollzugsdienst. Angesichts des hohen Personalbedarfs wirbt das Land weiterhin um Nachwuchskräfte für die Gefängnisse und Vollzugseinrichtungen.

Weitere Informationen zu Ausbildung und Beruf bietet das Land unter:

www.justizkarriere.de

Quelle

  • Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt: Pressemitteilung Nr. 028/2026 „Neue Kräfte für den Justizvollzug Sachsen-Anhalt“, 31. Juli 2026.