Lokales

Gefährliche Altlasten in Nord- und Ostsee

Rostock wird nationales Zentrum gegen Weltkriegsmunition: Neue Bundesbehörde bringt Verantwortung und Chancen in den Osten

In Rostock nimmt das neue Bundeskompetenzzentrum zur Bergung von Weltkriegsmunition seine Arbeit auf. Rund 1,6 Millionen Tonnen Altmunition liegen in deutschen Meeresgebieten. Für die Hansestadt ist die Standortentscheidung eine große Chance – nun müssen daraus dauerhafte Arbeitsplätze, Forschung und maritime Wertschöpfung im Osten entstehen.

Neuer Stadtteil an der Unterwarnow

WarnowQuartier in Rostock: Baustart für 1.000 neue Wohnungen

Nach jahrelanger Planung beginnt in Rostock die Erschließung des WarnowQuartiers. Auf einem 21 Hektar großen Areal sollen rund 1.000 Wohnungen, neue Arbeitsplätze und soziale Einrichtungen entstehen. Die ersten Bewohner werden allerdings voraussichtlich erst 2031 einziehen.

Geplanter Campus in Waldstadt Süd und neues Schulzentrum in Golm sollen nicht mehr gebaut werden

Potsdam streicht zwei große Schulneubauten: Sinkende Schülerzahlen verändern die Stadtplanung

Potsdam vollzieht eine überraschende Kehrtwende in der Schulplanung. Der lange vorbereitete Schulcampus in Waldstadt Süd und ein weiteres Schulzentrum in Golm werden nach aktuellen Prognosen nicht mehr benötigt. Die Stadt verweist auf künftig sinkende Schülerzahlen und die angespannte Haushaltslage. Damit entfallen zwei kostspielige Neubauvorhaben – doch Eltern und Stadtteile brauchen Klarheit, ob die vorhandenen Schulen den Bedarf tatsächlich dauerhaft auffangen können.

700.000 Euro für neue Fahrbahn und Radstreifen – zugleich fallen Parkplätze weg

Potsdams Baustellensommer beginnt: Großbeerenstraße wird sechs Wochen zum Nadelöhr

Seit dem 13. Juli wird die Großbeerenstraße zwischen Friesenstraße und Horstweg grundlegend instand gesetzt. Sechs Wochen lang gelten Einbahnstraßenregelungen, Busumleitungen und eingeschränkte Grundstückszufahrten. Potsdam nutzt die Sommerferien bewusst für zahlreiche parallele Verkehrsprojekte. Doch ausgerechnet Straßenbahnfahrgäste sollen teilweise auf Busse ausweichen, die selbst im Baustellenverkehr stehen.

Brandenburgs erste kommunale Abgabe auf To-go-Verpackungen wird um drei Monate verschoben

50 Cent für den Einwegbecher: Potsdams Verpackungssteuer startet nach heftigem Protest erst im Oktober

Potsdam führt zum 1. Oktober 2026 eine Verpackungssteuer auf Einwegbecher, Schalen, Teller und Besteck ein. Ursprünglich sollte die Abgabe bereits im Juli starten. Nach massiver Kritik aus Gastronomie, Handwerk und Wirtschaft gewährte die Stadt drei Monate Aufschub. Einwegverpackungen werden dadurch deutlich teurer – gleichzeitig soll ein stadtweites Mehrwegsystem aufgebaut werden.

Neue Zeitplanung verschiebt den vollständigen Ausbau der Tramlinie 96 bis Mitte 2035

Straßenbahn nach Krampnitz kommt Jahre später: Potsdams neuer Stadtteil wächst schneller als sein Nahverkehr

Potsdam baut in Krampnitz einen neuen Stadtteil mit Wohnungen, Schulen und Arbeitsplätzen. Die versprochene Straßenbahnanbindung lässt jedoch deutlich länger auf sich warten. Der zweigleisige Ausbau bis zum Campus Jungfernsee soll erst 2030 fertig werden, Krampnitz-West 2032 erreicht sein und die Endstation an der Schule Fahrland Mitte 2035 folgen. Bis dahin muss ein leistungsfähiges Bussystem verhindern, dass der wachsende Norden im Autoverkehr erstickt.

Stadt und ProPotsdam verschärfen Mieterschutz und versprechen zusätzlichen kommunalen Wohnungsbau

1.000 neue Wohnungen und strengere Mietenbremse: Kann Potsdams Wohnungsplan den Preisanstieg stoppen?

Potsdam reagiert auf steigende Mieten und einen der angespanntesten Wohnungsmärkte Brandenburgs. Mit dem „Potsdam-Plan 3000+“ soll die kommunale ProPotsdam mehr als 1.000 zusätzliche Wohnungen bauen. Jede zweite davon soll eine Mietpreis- und Belegungsbindung erhalten. Gleichzeitig werden Mieterhöhungen im Bestand stärker begrenzt. Der Plan ist ehrgeizig – doch bis 2032 entstehen im Durchschnitt kaum 170 Wohnungen pro Jahr.

Personalmangel beschleunigt das Aus für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am St. Josefs-Krankenhaus

Geburtsstation plötzlich geschlossen: Potsdam verliert seinen zweiten Kreißsaal

Nicht erst zum 1. August, sondern bereits seit dem 10. Juli 2026 bietet das St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam keine Geburtshilfe und Gynäkologie mehr an. Als Grund nennt die Klinik akuten Personalmangel, der eine sichere Versorgung unmöglich mache. Damit bleibt in der wachsenden Landeshauptstadt nur noch der Kreißsaal des Klinikums Ernst von Bergmann. Auch die einzige Babyklappe Brandenburgs wurde geschlossen.

Kommunale und genossenschaftliche Vermieter investieren in Neubau, energetische Sanierung und bezahlbares Wohnen

Millionenoffensive für Neubrandenburgs Wohnungsmarkt: Hunderte Wohnungen werden gebaut und modernisiert

Neubrandenburgs große Wohnungsunternehmen investieren 2026 kräftig in Neubau und Modernisierung. In der Oststadt entstehen neue geförderte Wohnungen, weitere Gebäude werden energetisch saniert, mit Balkonen ausgestattet oder altersgerechter umgebaut. Allein die Neuwoba plant Investitionen von rund 30 Millionen Euro. Doch hohe Baukosten, auslaufende Mietbindungen und der wachsende Bedarf an barrierearmen Wohnungen stellen die Stadt vor schwierige Entscheidungen.

Nach rund 30 Jahren Betrieb muss die Sport- und Veranstaltungshalle grundlegend modernisiert werden

Bis zu 53 Millionen Euro für das Jahnsportforum: Neubrandenburgs größte Sporthalle droht sonst die Sperrung

Das Jahnsportforum ist Heimat des Spitzen- und Nachwuchssports, Austragungsort großer Wettkämpfe und eine der wichtigsten Veranstaltungshallen Mecklenburg-Vorpommerns. Doch Brandschutz, Technik und Gebäudeteile sind sanierungsbedürftig. Je nach Projektumfang werden Kosten von rund 44 bis 53 Millionen Euro genannt. Ohne rechtzeitige Modernisierung könnte der Halle langfristig sogar eine Sperrung drohen.

Straßen, Gehwege und Leitungen werden erneuert – weiterer Bauabschnitt erst nach geplanten Neubauten

Neue Großbaustelle in Neubrandenburgs Innenstadt: Poststraße bleibt jahrelang im Umbau

Seit März 2026 werden die Poststraße und Teile der Markgrafenstraße in Neubrandenburg grundlegend erneuert. Neben Fahrbahn und Gehwegen betrifft das Projekt auch unterirdische Leitungen und die künftige Bebauung des Quartiers. Der zweite Bauabschnitt soll deshalb voraussichtlich erst ab 2029 folgen. Für Händler, Anwohner und Besucher bedeutet das eine lange Phase zwischen Baustelle, Hochbau und weiterer Straßensanierung.

Mehr Grün, bessere Umstiege und ein würdiger Eingang zur Vier-Tore-Stadt

Neubrandenburg baut sein neues Stadttor: Bahnhofsvorplatz soll bis 2028 komplett umgestaltet werden

Der Bahnhofsvorplatz gehört zu den wichtigsten, aber bislang wenig einladenden Orten Neubrandenburgs. Zwischen 2026 und 2028 soll das Areal grundlegend umgestaltet werden. Geplant sind klarere Wege, mehr Aufenthaltsqualität, zusätzliche Begrünung sowie bessere Verbindungen zwischen Bahn, Bus, Fahrrad und Innenstadt. Das Projekt kann Neubrandenburgs nördliches Stadtzentrum deutlich aufwerten – vorausgesetzt, Finanzierung und Zeitplan halten.

30 Millionen Euro für neue Notaufnahme: Neubrandenburg baut seine medizinische Schaltzentrale aus

30 Millionen Euro für neue Notaufnahme: Neubrandenburg baut seine medizinische Schaltzentrale aus

Nach jahrelanger Vorbereitung beginnt am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg der Ausbau der Zentralen Notaufnahme. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt dafür 30 Millionen Euro bereit. Das Projekt soll Patientenströme besser ordnen, Diagnostik beschleunigen und die Versorgung schwer erkrankter Menschen verbessern. Für Neubrandenburg geht es dabei um weit mehr als einen Klinikumbau: Das Haus ist das wichtigste medizinische Zentrum einer großflächigen ländlichen Region.

Bau der westlichen Straßenbahntrasse erreicht an der Albert-Vater-Straße einen entscheidenden Abschnitt

Neue Straßenbahn für 44.000 Magdeburger: Großprojekt überquert jetzt die B1

Magdeburg baut an einer zweiten Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn. Seit Juni 2026 entsteht die Querung der stark befahrenen Bundesstraße 1 an der Albert-Vater-Straße. Rund 44.000 Einwohner sollen ab 2028 eine direkte Straßenbahnanbindung erhalten. Bis dahin müssen Autofahrer, Busfahrgäste und Anwohner mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Neuer Mietspiegel gilt bis 2028 – besonders Neubauwohnungen werden für Normalverdiener teuer

Magdeburgs Mieten steigen weiter: Verliert die Stadt ihren Vorteil als günstige Landeshauptstadt?

Magdeburg bleibt im Vergleich zu vielen deutschen Großstädten bezahlbar. Doch die Richtung ist eindeutig: Angebotsmieten steigen, moderne Neubauwohnungen kosten teilweise deutlich mehr als zwölf Euro pro Quadratmeter und barrierefreie Wohnungen bleiben knapp. Während Sachsen-Anhalt insgesamt mit hohen Leerständen kämpft, nimmt der Druck in der Landeshauptstadt zu. Die Stadt muss deshalb günstige Bestände sichern, gezielt neu bauen und verhindern, dass Haushalte mit mittleren Einkommen zwischen S

Historischer Veranstaltungsbau im Stadtpark wird grundlegend umgebaut

103 Millionen Euro für Magdeburgs Stadthalle: Wird das Baudenkmal 2027 endlich fertig?

Die Sanierung der Magdeburger Stadthalle geht 2026 in ihre entscheidende Phase. Mehr als 103 Millionen Euro investiert die Landeshauptstadt inzwischen in das denkmalgeschützte Gebäude. Der große Saal wird gedreht, neue Veranstaltungstechnik eingebaut und das Umfeld zur Event-Plaza entwickelt. Ende 2027 soll die Halle wieder öffnen – mehrere Jahre später und erheblich teurer als ursprünglich geplant.

Gleise, Haltestellen und Kanalisation werden bis Anfang November vollständig erneuert

Sieben Monate ohne Straßenbahn am Alten Markt: Magdeburgs Innenstadt wird zur Großbaustelle

Auf dem Breiten Weg fahren zwischen Alter Markt und Opernhaus bis zum 2. November 2026 keine Straßenbahnen. Nach mehr als 30 Jahren werden Gleise, Fahrleitungen und Haltestellen erneuert. Gleichzeitig verlegen die Stadtwerke einen Mischwasserkanal. Für Fahrgäste bedeutet das ein geteiltes Liniennetz und zahlreiche Umleitungen. Händler fürchten, dass die monatelange Sperrung Kunden aus der Innenstadt fernhält.

Machbarkeitsstudie empfiehlt zweigleisige Strecke über Auenseestraße und Travniker Straße

Neue Straßenbahn für Leipzig-Wahren: Linie 10 soll künftig bis zum S-Bahnhof fahren

Die Leipziger Straßenbahnlinie 10 könnte künftig nicht mehr am Rathaus Wahren enden, sondern bis zum S-Bahnhof Leipzig-Wahren fahren. Eine Machbarkeitsstudie empfiehlt eine neue zweigleisige Strecke über die verlängerte Auenseestraße und Travniker Straße. Gleichzeitig könnten eine neue Wendeschleife, ein Straßenbahnbetriebshof und eine zusätzliche Straßenverbindung entstehen. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 35 Millionen Euro – einen konkreten Baubeginn gibt es noch nicht.

Kommunen und Wirtschaft fordern verlässlichen Bahnverkehr

RE1 vor der Zerreißprobe: Frankfurt (Oder) warnt vor neuer Abkopplung von Berlin

Die neunmonatige Vollsperrung der RE1-Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) ist zwar vom Tisch. Entwarnung gibt es trotzdem nicht. Für die Generalsanierung ab 2029 prüft die Deutsche Bahn weiterhin umfangreiche Sperrpausen. Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt, die Viadrina, das Klinikum und die Wirtschaft warnen vor monatelangen Belastungen für zehntausende Pendler.

Stadt reagiert auf jahrelangen Mangel in der Innenstadt

Mehr öffentliche Toiletten für Gera: Neue Anlage am Sorge/Markt soll Ende 2026 öffnen

Gera baut sein knappes Netz öffentlicher Toiletten aus. An der Haltestelle Sorge/Markt soll bis Ende 2026 eine neue Anlage entstehen, eine weitere ist am Tierpark-Eingang Martinsgrund geplant. Zusätzlich will die Stadt mobile Sanitärcontainer anschaffen. Für ältere Menschen, Familien, Touristen und Menschen mit Erkrankungen ist das mehr als eine Komfortfrage.

Evakuierung und Großeinsatz in der Meuselwitzer Straße

Sprengstofffund in Gera: Warum der Hinweisgeber nun selbst unter Verdacht steht

Ein 67-jähriger Mann alarmierte die Polizei wegen sprengstoffverdächtiger Gegenstände in seiner Wohnung. Zehn Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, Straßen wurden gesperrt und Spezialkräfte rückten an. Nach der Sicherstellung des Materials prüfen die Ermittler nun ausgerechnet, ob der Hinweisgeber selbst für dessen Lagerung verantwortlich sein könnte.

Historische Städte beraten über die Zukunft ihrer Zentren

Görlitz kämpft um seine historische Mitte: Denkmalschutz allein rettet keine Altstadt

Vertreter aus Bamberg, Lübeck, Meißen, Regensburg und Stralsund haben sich Anfang Juli in Görlitz getroffen, um über nachhaltige Stadtentwicklung in historischen Zentren zu beraten. Für Görlitz ist die Aufgabe besonders anspruchsvoll: Die einzigartige Bausubstanz muss erhalten werden, während Leerstand, demografischer Wandel, hohe Sanierungskosten und schwache Kaufkraft viele Eigentümer und Händler unter Druck setzen.

Gleise, Wasserleitungen und Bahnbrücken werden gleichzeitig erneuert

Sommerbaustelle am Leipziger Hauptbahnhof: Diese Straßenbahnlinien fahren jetzt anders

Rund um den Leipziger Hauptbahnhof müssen Fahrgäste während der Sommerferien mit erheblichen Änderungen rechnen. Bis zum 16. August erneuern die Verkehrsbetriebe Gleise und Überwege auf der Westseite. Zeitgleich arbeiten die Wasserwerke an der Ostseite. Zahlreiche Straßenbahnlinien werden umgeleitet, Haltestellen zeitweise gesperrt und die gewohnten nächtlichen Sammelanschlüsse verlegt.