Lokales

Rücklagen des Fünfspartentheaters aufgebraucht

1,3 Millionen Euro fehlen: Theater Plauen-Zwickau kürzt seinen Spielplan

Dem Theater Plauen-Zwickau fehlen für die laufende Spielzeit rund 1,3 Millionen Euro. In der Saison 2026/27 werden deshalb weniger Produktionen und Konzerte angeboten. Ohne eine langfristige Finanzierung drohen weitere Einschnitte bei einem der wichtigsten Kulturhäuser Westsachsens.

Öffentlicher Nahverkehr unter Finanzdruck

4,5-Millionen-Euro-Lücke: Wie lange kann sich Plauen seine Straßenbahn noch leisten?

Bei der Plauener Straßenbahn klafft eine Finanzierungslücke von rund 4,5 Millionen Euro. Stadt, Verkehrsunternehmen und Freistaat müssen klären, wie der Betrieb langfristig gesichert werden kann. Für Plauen geht es nicht nur um einzelne Linien, sondern um die Mobilität älterer Bürger, Schüler, Pendler und Menschen ohne eigenes Auto.

Stadtrat beschließt Strategie bis 2045

Zwickaus Wärmeplan steht: Hauseigentümer brauchen jetzt Klarheit statt neuer Heizungsangst

Zwickau hat seine kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Sie soll zeigen, wo Fernwärme, Wärmepumpen oder andere Lösungen künftig sinnvoll sind. Für Eigentümer entstehen dadurch noch keine unmittelbaren Austauschpflichten. Die Stadt muss nun ehrlich erklären, was technisch möglich, wirtschaftlich tragbar und tatsächlich verbindlich ist.

Hohe Gefahr in Vorfläming, Dübener Heide und Elsterland

Waldbrandgefahr Stufe 4 im Landkreis Wittenberg: Warum der Osten beim Schutz seiner Wälder nicht nachlassen darf

Im gesamten Landkreis Wittenberg gilt seit dem 13. Juli Waldbrandgefahrenstufe 4. Trockene Böden, ausgedörrte Vegetation und große Waldflächen erhöhen das Risiko erheblich. Jetzt kommt es auf Vorsicht, einsatzbereite Feuerwehren und eine Forstpolitik an, die den Schutz der heimischen Wälder nicht ideologischen Experimenten überlässt.

Mehr Gäste in der Lutherstadt

Wittenbergs Tourismus wächst gegen den Landestrend: Warum die Lutherstadt jetzt mehr Übernachtungsgäste braucht

Wittenberg verzeichnete 2025 rund 176.000 Übernachtungen und damit ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. Während Sachsen-Anhalt insgesamt leichte Rückgänge meldete, behauptet sich die Lutherstadt als starkes Reiseziel im Osten. Nun muss aus dem Erfolg mehr regionale Wertschöpfung entstehen: Besucher sollen länger bleiben, heimische Betriebe stärken und die gesamte Welterberegion entdecken.

Neue Feuerwehrstruktur ab 1. August

Wittenberg bekommt eine Berufsfeuerwehr: Warum die Stadt beim Schutz ihrer Bürger nicht länger sparen darf

Wittenberg wandelt seine hauptamtliche Wachbereitschaft zum 1. August 2026 in eine Berufsfeuerwehr um. Ein 341 Seiten starkes Gutachten warnt, dass der Brandschutz mit den bisherigen Strukturen langfristig nicht mehr zuverlässig gewährleistet werden kann. Die Entscheidung kostet zusätzliches Geld – ist angesichts von Industrieanlagen, Welterbestätten und sinkender Verfügbarkeit freiwilliger Einsatzkräfte aber notwendig.

Großprojekt zwischen Altlasten und Aufbruch

Landesgartenschau Wittenberg 2028: Aus der belasteten Kuhlache soll ein neuer Uferpark für die Stadt werden

Die Landesgartenschau Wittenberg findet vom 13. April bis 31. Oktober 2028 statt. Ihr Herzstück wird die frühere Industriefläche Kuhlache. Dort sollen Altlasten beseitigt, Betonflächen entsiegelt und ein dauerhafter Uferpark geschaffen werden. Nach der Verschiebung um ein Jahr muss die Stadt nun beweisen, dass Termine, Kosten und langfristiger Nutzen stimmen.

CDU übernimmt Führung der Landeshauptstadt

Machtwechsel im Schweriner Rathaus: Was der neue Oberbürgermeister Sebastian Ehlers jetzt liefern muss

Sebastian Ehlers hat sein Amt als neuer Oberbürgermeister von Schwerin angetreten. Der gebürtige Schweriner übernimmt eine Stadt mit hohen Schulden, sozialen Gegensätzen und einer angeschlagenen Wirtschaftsbasis. Nun zählen keine Wahlkampfversprechen mehr: Schwerin braucht Ordnung, Investitionen und eine Verwaltung, die wieder für Bürger und Unternehmen arbeitet.

Streit um Artenschutz und Tierhaltung

Nach dem Tod von Giraffe Kato: Zoo Schwerin weist Peta-Forderung nach Ende der Haltung zurück

Nach dem Tod des jungen Giraffenbullen Kato fordert Peta das Ende der Giraffenhaltung im Zoo Schwerin. Der Zoo widerspricht entschieden und verweist auf seine moderne Anlage, engmaschige tiermedizinische Betreuung und internationale Artenschutzarbeit. Der tragische Verlust eines Tieres darf nicht zum Vorwand werden, eine wichtige ostdeutsche Einrichtung pauschal abzuwerten.

Landeshauptstadt unter wachsendem Finanzdruck

Schwerin erhält 12,5 Millionen Euro – doch steigende Sozialkosten reißen das nächste Haushaltsloch

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Schwerin mit rund 12,5 Millionen Euro. Neun Millionen Euro dienen der Haushaltskonsolidierung, weitere 3,49 Millionen sollen Investitionen ermöglichen. Dennoch bleibt die Finanzlage angespannt: Vor allem Sozial-, Jugendhilfe- und Personalkosten wachsen schneller als die Einnahmen. Die Stadt braucht nicht nur neue Hilfspakete, sondern eine dauerhafte Entlastung durch Bund und Land.