Die schweren Unwetterschäden rund um Ohrdruf wurden durch einen Tornado verursacht. Der Deutsche Wetterdienst hat die bisherigen Vermutungen bestätigt. Nach Angaben eines Sprechers erreichten die Windgeschwindigkeiten zwischen 200 und 300 Kilometer pro Stunde.

Deutscher Wetterdienst bestätigt Tornado bei Ohrdruf

Das schwere Unwetter traf die Region bereits eine Woche zuvor. Danach deuteten die außergewöhnlichen Schäden an Bäumen, Gebäuden und Verkehrswegen auf einen Tornado hin.

Der Deutsche Wetterdienst wertete die Hinweise aus und bestätigte nun das Wetterereignis. Der Sturm erreichte demnach Windgeschwindigkeiten von mindestens 200 und möglicherweise bis zu 300 Kilometern pro Stunde.

Solche Geschwindigkeiten können Dächer abdecken, Bäume entwurzeln und massive Gegenstände durch die Luft schleudern. Die genaue Stärke des Tornados wurde zunächst nicht mit einer einzelnen Geschwindigkeitsangabe festgelegt.

Aufräumarbeiten in mehreren Orten dauern an

Die Folgen des Unwetters beschäftigen weiterhin Einsatzkräfte, Unternehmen und Grundstückseigentümer. Rund um Ohrdruf, Bad Liebenstein und Dermbach laufen die Aufräumarbeiten.

Bauhöfe, Forstunternehmen und Dachdecker beseitigen Schäden und sichern gefährdete Bereiche. Auch zahlreiche Privatleute arbeiten auf ihren Grundstücken.

Die Aufgaben reichen von der Beseitigung umgestürzter Bäume bis zur Reparatur beschädigter Dächer. In Waldgebieten und Parks können abgebrochene Äste sowie instabile Bäume weiterhin eine Gefahr darstellen.

Schlosspark Altenstein bleibt geschlossen

Der Altensteiner Schlosspark in Bad Liebenstein bleibt wegen der Schäden vollständig gesperrt. Besucher können das Gelände bis auf Weiteres nicht betreten.

Auch entlang der Bundesstraße 285 bei Dermbach sind weitere Arbeiten notwendig. Dort müssen nach aktuellem Stand mehr als 60 beschädigte Alleebäume gefällt werden.

Die Maßnahmen sollen verhindern, dass geschwächte Bäume auf die Fahrbahn stürzen. Verkehrsteilnehmer müssen während der Arbeiten mit örtlichen Einschränkungen rechnen.

Tornado hinterlässt Schäden über große Entfernung

Die betroffenen Orte liegen nicht unmittelbar nebeneinander. Das zeigt, wie groß das vom Unwetter erfasste Gebiet war. Nicht jeder dort festgestellte Schaden muss jedoch direkt durch den Tornado entstanden sein.

Neben dem Wirbelsturm können starke Fallböen und weitere Begleiterscheinungen einer Gewitterzelle erhebliche Verwüstungen verursachen. Für die genaue Einordnung untersuchen Wetterfachleute deshalb Schadensbilder, Zugrichtung und räumliche Verteilung.

Für die betroffenen Gemeinden beginnt nach den ersten Sicherungsarbeiten die längerfristige Schadensaufnahme. Erst danach lässt sich beziffern, wie hoch die Kosten für Reparaturen, Ersatzpflanzungen und die Wiederherstellung öffentlicher Anlagen ausfallen.

Quelle: [MDR Thüringen – Deutscher Wetterdienst bestätigt Tornado bei Ohrdruf](https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nachrichten-mdr-108.html)