Wie entsteht aus vielen einzelnen Musikern ein gemeinsamer Klang? Dieser Frage widmen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am 15. und 16. August 2026 ein ganzes Themenwochenende auf Schloss Ulrichshusen. Die NDR Radiophilharmonie gewährt dabei nicht nur große Konzerterlebnisse, sondern auch seltene Einblicke in Proben, Zusammenarbeit und den Alltag eines Orchesters.
Vom Barock bis zur Gegenwart
Unter dem Titel „360° Orchester“ spannt die NDR Radiophilharmonie einen weiten musikalischen Bogen.
Am Samstag führt das Programm „Von den Anfängen bis zur Romantik“ von Monteverdi über Mozart bis zu Dvořák. Am Sonntag folgt das Konzert „Von Wagner bis heute“.
Damit zeigt das Ensemble, wie sich Klang, Besetzung und Aufgaben eines Orchesters über mehrere Jahrhunderte verändert haben.
Offene Proben und Gespräche
Das Wochenende soll bewusst mehr sein als eine gewöhnliche Konzertreihe. Besucher können bei Proben zuschauen und mit Musikern und Verantwortlichen ins Gespräch kommen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
- Wer gibt im Orchester den Ton an?
- Wie einigen sich viele Künstler auf eine gemeinsame Interpretation?
- Welche Rolle spielt der Dirigent?
- Wie verändert sich das klassische Konzert?
- Wie sieht das Orchester der Zukunft aus?
Dirigent Cornelius Meister sieht im gemeinsamen Musizieren auch ein gesellschaftliches Vorbild:
„Das Musizieren kann ein Vorbild für die Gesellschaft sein und ein Beispiel dafür, was eine Gruppe hervorbringen kann, wenn die Menschen einander zuhören.“
Neben Meister wirken der Klarinettist Matthias Schorn, Mitglieder der NDR Radiophilharmonie sowie Moderatorin Friederike Westerhaus mit.
Das Programm am Samstag
Das Themenwochenende beginnt am Samstag, dem 15. August, um 11 Uhr im Schloss Ulrichshusen mit dem Gespräch „Wer spielt die erste Geige?“.
Um 14 Uhr folgt unter dem Titel „Alle Register ziehen“ ein Probenbesuch auf der Schlossanlage.
Das große Konzert in der Festspielscheune beginnt um 17 Uhr. Unter der Leitung von Cornelius Meister spielt die NDR Radiophilharmonie gemeinsam mit Klarinettist Matthias Schorn das Programm „Von den Anfängen bis zur Romantik“.
Um 21 Uhr schließt sich ein „Speed-Dating mit dem Orchester“ an. Dabei sollen Besucher in kurzer und direkter Form mit Musikern und Gesprächsgästen in Kontakt kommen.
Sonntag blickt in die Zukunft des Konzerts
Am Sonntag, dem 16. August, beginnt das Programm um 11 Uhr in der Festspielscheune mit dem Konzert „Von Wagner bis heute“.
Um 13.30 Uhr folgt im Schloss das Gespräch „Das Konzert der Zukunft“. Dabei geht es um neue Konzertformen und die Frage, wie klassische Musik auch künftig ihr Publikum erreichen kann.
Den Abschluss bildet um 15.30 Uhr das Konzert „Mitten im Klang“ in der Festspielscheune. Die NDR Radiophilharmonie spielt erneut unter der Leitung von Cornelius Meister.
Historische Scheune als besonderer Konzertort
Das bereitgestellte Pressefoto zeigt ein Konzert in der Festspielscheune Ulrichshusen. Die weitläufige Halle wird von einem sichtbaren historischen Holztragwerk geprägt. Warmes Licht fällt auf die Bühne, während das Publikum dicht besetzt im dunkleren Zuschauerraum sitzt.
Die besondere Verbindung aus historischer Architektur, ländlicher Umgebung und klassischer Musik gehört seit Jahren zum Charakter des Festspielortes.
Karten sind noch erhältlich
Nach Angaben der Festspiele sind für das Wochenende noch Eintrittskarten erhältlich.
Tickets können montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr über das Kartentelefon unter 0385 5918585 erworben werden. Der Online-Verkauf ist bis Mitternacht des Vortages möglich.
Die Abendkassen öffnen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn. Dort wird eine zusätzliche Gebühr von 2 Euro je Karte erhoben.
Das Programm im Überblick
Samstag, 15. August 2026
- 11 Uhr: „Wer spielt die erste Geige?“, Schloss
- 14 Uhr: „Alle Register ziehen“, Probenbesuch auf der Schlossanlage
- 17 Uhr: „Die Welt des Orchesters – Von den Anfängen bis zur Romantik“, Festspielscheune
- 21 Uhr: Speed-Dating mit dem Orchester
Sonntag, 16. August 2026
- 11 Uhr: „Die Welt des Orchesters – Von Wagner bis heute“, Festspielscheune
- 13.30 Uhr: „Das Konzert der Zukunft“, Schloss
- 15.30 Uhr: „Mitten im Klang“, Festspielscheune
Quellen und Bildnachweis
- Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Presseinformation vom 29. Juli 2026: „Wer spielt die erste Geige? Große Orchestermomente und seltene Einblicke ins Konzertleben“.
- Foto: Oliver Borchert / Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.