Auf dem Funkerberg hat die umfassende Sanierung von Mast 17 begonnen. Das rund 210 Meter hohe Bauwerk gehört zu den bedeutendsten technischen Denkmälern Deutschlands und prägt seit mehr als einem Jahrhundert das Stadtbild. Rund 3,5 Millionen Euro sollen investiert werden, damit der Sendemast mindestens weitere 50 Jahre standsicher bleibt.
Neun neue Fundamente für die Abspannseile
Im ersten Bauabschnitt entstehen bis Ende 2026 neun neue Fundamente für die Pardunen, also die Abspannseile des Mastes.
Die historischen Fundamente bleiben erhalten und sollen weiterhin sichtbar sein. Hinter ihnen werden neue Anlagen gegossen, die heutigen technischen Anforderungen entsprechen und später auch die Befestigung zusätzlicher Hilfsseile ermöglichen.
Land stellt Förderung in Aussicht
Allein die Erneuerung der Fundamente kostet nach Angaben der Stadt rund 250.000 Euro. Für diesen ersten Teil wurde eine Förderung des Landes Brandenburg in Höhe von 70 Prozent in Aussicht gestellt.
Weitere Förderanträge werden mit dem Landesamt für Denkmalpflege vorbereitet. Ob sämtliche beantragten Mittel bewilligt werden, steht noch nicht abschließend fest.
Abspannungen und Stahlkonstruktion folgen
Nach den Fundamenten sollen die alten Pardunen ausgetauscht und ihre Befestigungen am Mast überarbeitet werden. Dieser Abschnitt soll bis Februar 2028 dauern.
Anschließend wird die gesamte Stahlkonstruktion entlackt und sorgfältig untersucht. Beschädigte Bereiche müssen repariert werden, bevor eine neue Schutzbeschichtung aufgetragen werden kann. Die vollständige Sanierung könnte im November 2028 beendet sein.
Funkerberg wird als Erinnerungsort ausgebaut
Königs Wusterhausen gilt als eine Wiege des deutschen Rundfunks. Der Funkerberg erinnert an die frühe Entwicklung drahtloser Nachrichtenübertragung und regelmäßiger Rundfunksendungen.
Die Stadt hat das rund 130 Hektar große Gelände 2006 von der Deutschen Telekom übernommen. Neben Mast 17 wurden oder werden auch Senderhaus, Kontertürme und das Museum Funkerberg entwickelt. Damit entsteht schrittweise ein zusammenhängender technikgeschichtlicher Standort.
Quellen
- Stadt Königs Wusterhausen: „Mast 17 – Wahrzeichen auf Funkerberg wird saniert“, veröffentlicht am 20. Juli 2026.