Das Mansfeld-Museum beginnt mit der systematischen Sicherung seiner industriegeschichtlichen Sammlung. Die Bestände stammen zu großen Teilen aus dem früheren Betriebsmuseum des VEB Mansfeld-Kombinates „Wilhelm Pieck“. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt das Vorhaben mit 49.000 Euro, die Stadt Hettstedt beteiligt sich mit weiteren 21.000 Euro.

Viele Objekte bislang nur eingeschränkt erfasst

Die Sammlung dokumentiert mehrere Jahrzehnte des Kupferschieferbergbaus und der industriellen Entwicklung des Mansfelder Landes.

Ein Teil der Objekte und Schriftstücke ist bislang jedoch unzureichend beschrieben oder nur eingeschränkt zugänglich. Das erschwert Ausstellungen, Forschung und Bildungsangebote.

Schäden und Schädlingsbefall werden geprüft

Alle Bestände sollen gesichtet und nach ihrer Bedeutung sowie ihrem Erhaltungszustand bewertet werden.

Fachleute untersuchen die Objekte auf Materialschäden oder Schädlingsbefall. Anschließend werden sie bei Bedarf konservatorisch behandelt, fachgerecht verpackt und unter verbesserten Bedingungen gelagert.

Digitale Erfassung erleichtert spätere Forschung

Neben der praktischen Sicherung ist ein nachvollziehbares Ordnungssystem vorgesehen. Zu jedem Objekt sollen Beschreibungen und digitale Datensätze angelegt werden.

Damit entsteht langfristig ein Wissensspeicher über die Menschen, Arbeitsweisen und technischen Entwicklungen des Reviers. Die Sammlung wird dadurch nicht nur bewahrt, sondern auch besser nutzbar.

Quellen

  1. Stadt Hettstedt: Vom Betriebsmuseum zum Wissensspeicher, 21. Juli 2026.
  2. Mansfeld-Museum und Erlebniswelt Museen: Projekt zur Sicherung des Industriekulturerbes.