Halle (Saale). Wenn die Kunstwerke abgehängt sind und die nächste Ausstellung noch auf ihren Aufbau wartet, verwandelt sich die Kunsthalle „Talstrasse“ in Halle für einen Abend in einen ungewöhnlichen Musikclub. Am Freitag, 27. November 2026, lädt der Kunstverein „Talstrasse“ zur nächsten Umbau-Tanzparty ein. Unter dem Motto „jazz not jazz. jazz tropical“ bringt die Band valentine.B eine Mischung aus Jazz, lateinamerikanischen Rhythmen, Soul, Blues und Chanson auf die Bühne. Beginn ist um 20.30 Uhr.
Die Veranstaltung nutzt bewusst jene Zeit, in der die Ausstellungsräume zwischen zwei Präsentationen neu eingerichtet werden. Statt Gemälden und Skulpturen stehen dann Musik, Tanz und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.
Wenn aus Ausstellungsräumen eine Tanzfläche wird
Eine Kunsthalle ist normalerweise ein Ort, an dem Besucher Kunstwerke betrachten, sich mit künstlerischen Positionen beschäftigen und Ausstellungen entdecken. Bei der Umbau-Tanzparty wird dieses Konzept für einen Abend verändert.
Die Räume, in denen zuvor noch Kunstwerke zu sehen waren, werden zur Tanzfläche. Wo sonst konzentrierte Betrachtung gefragt ist, darf sich das Publikum zur Musik bewegen.
Die Veranstaltungsreihe gehört bereits zum Programm des Kunstvereins „Talstrasse“ und verbindet das Ausstellungsgeschehen mit einer anderen Form kultureller Begegnung.
Der besondere Reiz liegt im Veranstaltungsort selbst. Anders als in einem klassischen Konzertsaal oder einer Diskothek bietet die Kunsthalle eine Umgebung, die normalerweise nicht für Tanzveranstaltungen genutzt wird.
Mit dem erneuten Auftritt von valentine.B setzt der Kunstverein auf eine Band, deren Musik unterschiedliche Stilrichtungen miteinander verbindet.
Jazz trifft Samba, Bossa Nova und Salsa
Das musikalische Programm trägt den Titel „jazz not jazz. jazz tropical“.
Dahinter verbirgt sich eine Mischung, die weit über traditionellen Jazz hinausgeht.
Lateinamerikanische Rhythmen wie Samba, Bossa Nova, Calypso und Salsa treffen auf Soul, Blues und Chanson. Die unterschiedlichen Musikrichtungen sollen einen abwechslungsreichen Abend schaffen, bei dem sowohl musikalische Vielfalt als auch die Freude am Tanzen im Vordergrund stehen.
Gerade die Verbindung von Jazz mit lateinamerikanischen Stilen eröffnet zahlreiche rhythmische Möglichkeiten.
Während Bossa Nova häufig durch zurückhaltende, fließende Rhythmen geprägt ist, stehen bei Samba und Salsa stärker ausgeprägte Tanzrhythmen im Mittelpunkt.
Blues und Soul bringen wiederum andere musikalische Ausdrucksformen in das Programm ein.
Wie die Band diese Einflüsse konkret miteinander verbindet, können die Besucher am 27. November live erleben.
Fünf Musiker gestalten den Konzertabend
Für die musikalische Gestaltung stehen fünf Musikerinnen und Musiker auf der Bühne.
Felix Schirmer übernimmt Orgel und Piano. Christin Hagendorf ist an der Trompete sowie als Sängerin zu hören. Ivo Nitzschke spielt Schlagzeug.
Tobias Hirsch ergänzt die Besetzung mit Gitarre und Gesang. Alexander Podhaisy übernimmt das Saxofon.
Damit verfügt die Band über eine Instrumentierung, die sowohl klassische Jazzklänge als auch unterschiedliche populäre und lateinamerikanisch geprägte Stilrichtungen ermöglicht.
Das Zusammenspiel von Blasinstrumenten, Tasteninstrumenten, Gitarre, Schlagzeug und Gesang bildet die Grundlage für das vielseitige musikalische Programm.
Die Musiker wollen mit ihrem Auftritt eine Atmosphäre schaffen, in der die Grenzen zwischen Konzert und Tanzveranstaltung verschwimmen.
Kunsthalle verbindet Ausstellungen und Musik
Die Kunsthalle „Talstrasse“ gehört zu den etablierten Ausstellungsorten in Halle. Träger ist der Kunstverein „Talstrasse“ e. V., der sich seit Jahrzehnten mit der Präsentation und Vermittlung bildender Kunst beschäftigt.
Die Umbau-Tanzparty findet im Übergang zwischen zwei Ausstellungen statt.
Damit nutzt der Verein eine Phase, in der die Räume ohnehin für neue Präsentationen vorbereitet werden.
Die Verbindung unterschiedlicher Kulturformen gehört zu den Möglichkeiten, die solche Ausstellungsorte bieten. Musik und Tanz können zusätzliche Besuchergruppen ansprechen und neue Zugänge zur Kunsthalle schaffen.
Der Abend ist damit nicht nur ein Konzert, sondern zugleich eine Einladung, einen bekannten Kulturort aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Ausstellungen noch bis zum 22. November verlängert
Vor der Tanzparty können Kunstinteressierte noch die derzeitigen Ausstellungen besuchen.
Die Präsentation „Zaunkönig – Gudrun Petersdorff & Annette Schröter“ wurde bis zum 22. November 2026 verlängert.
Ebenfalls bis zu diesem Termin ist im Kabinett die Ausstellung „Zeit in der Landschaft“ mit Arbeiten von Claudia Berg zu sehen.
Nach dem Ende der Ausstellungen beginnt die Vorbereitung der nächsten Präsentationen.
In dieser Umbauphase findet am 27. November die Tanzveranstaltung statt.
Damit liegen zwischen dem Ende der laufenden Ausstellungen und der Party nur wenige Tage.
Eintritt einschließlich Imbissbuffet
Die Umbau-Tanzparty beginnt am Freitag, 27. November 2026, um 20.30 Uhr in der Kunsthalle „Talstrasse“, Talstraße 23 in Halle (Saale).
Der reguläre Eintritt kostet 24 Euro.
Für Mitglieder des Kunstvereins „Talstrasse“ sowie für Schülerinnen, Schüler und Studierende gilt ein ermäßigter Preis von 20 Euro.
Im Eintrittspreis ist ein Imbissbuffet enthalten.
Wer seine Eintrittskarte erst an der Abendkasse kauft, zahlt jeweils zwei Euro zusätzlich.
Karten und weitere Informationen gibt es über die Internetseite des Kunstvereins. Anfragen sind außerdem per E-Mail an info@kunstverein-talstrasse.de möglich.
Mit „jazz not jazz. jazz tropical“ setzt die Kunsthalle ihre Reihe ungewöhnlicher Kulturveranstaltungen fort. Für einen Abend werden die Ausstellungsräume nicht durch Kunstwerke, sondern durch Livemusik, Bewegung und Begegnungen geprägt.