Auf der Dorfstraße in Schlauroth gelten ab August zusätzliche Verkehrseinschränkungen. Bei einer planmäßigen Kontrolle der Stützmauer an der Kreisstraße K 6303 wurde eine weitere Verschlechterung des Bauwerks festgestellt.
In die Stützmauer ist auch der Durchlass des Schlaurother Wassers integriert. Um Gefahren für Verkehrsteilnehmer und weitere Schäden zu vermeiden, begrenzt die Stadt Görlitz das zulässige Gesamtgewicht auf 16 Tonnen.
Die entsprechenden Verkehrszeichen sollen in der Woche vom 3. bis 7. August 2026 aufgestellt werden. Spätestens ab dem 10. August gelten die Einschränkungen auf unbestimmte Zeit.
Gehbereich wird vollständig gesperrt
Auch der bislang durch Baken abgetrennte Fußgängerbereich kann nicht weiter genutzt werden. Nach Angaben der Stadt sind dort Absackungen aufgetreten. Zudem hat sich die Standsicherheit weiter verschlechtert.
Der betroffene Gehbereich wird deshalb mit einer festen Absperrung gesichert und vollständig für Fußgänger gesperrt.
Vorinformationen zur Gewichtsbeschränkung werden an mehreren Zufahrtsstraßen aufgestellt. Dazu gehören:
- die Einmündung Görlitzer Straße und Dorfstraße,
- die Kreuzung Friedersdorfer Straße, Promenadenstraße und Schlaurother Straße,
- die Einmündung der Kreisstraße K 8403 in Pfaffendorf.
Buslinie 66 fährt Umleitung
Von der Begrenzung auf 16 Tonnen ist auch der Regionalbusverkehr betroffen. Linienbusse dürfen die Brücke über das Schlaurother Wasser künftig nicht mehr überqueren, da ihr zulässiges Gesamtgewicht deutlich höher liegt.
Die Regionalbuslinie 66 wird deshalb vom Görlitzer Busbahnhof über folgende Straßen geführt:
- Karl-Eichler-Straße,
- Friesenstraße,
- Promenadenstraße,
- anschließend weiter in Richtung Schlauroth.
Die Umleitung gilt auch in der Gegenrichtung.
Zusätzlich bedient die Linie 66 die Haltestelle Kopernikusstraße, die sonst von der Stadtbuslinie A genutzt wird. Damit soll insbesondere für Schülerinnen und Schüler ein möglichst kurzer Schulweg erhalten bleiben.
Ob weitere Haltestellen in die geänderte Linienführung aufgenommen werden können, wird noch mit dem Verkehrsunternehmen geprüft.
Reparatur nicht mehr möglich
Nach Angaben der Stadt können die Stützwand und der Durchlass nicht mehr durch einzelne Reparaturen dauerhaft gesichert werden. Erforderlich ist eine grundlegende Sanierung.
Wann diese umgesetzt werden kann, ist derzeit offen. Der Zeitplan hängt von der finanziellen Lage des städtischen Haushalts und der Verfügbarkeit geeigneter Fördermittel ab.
Mit der Gewichtsbeschränkung und der Sperrung des Gehbereichs will die Stadt kurzfristig verhindern, dass sich das Bauwerk weiter verschlechtert und eine vollständige Sperrung der Dorfstraße notwendig wird.
Die Stadt Görlitz bittet alle Verkehrsteilnehmer, die Einschränkungen im Interesse der Sicherheit unbedingt zu beachten.
Quelle
Pressemitteilung der Stadt Görlitz vom 30. Juli 2026 zu den Einschränkungen auf der Dorfstraße in Schlauroth.