Kaum ein europäischer Schriftsteller beschreibt Bahnhöfe, Grenzen und historische Brüche so nahbar wie Jaroslav Rudiš. Nun würdigt die Europastadt Görlitz-Zgorzelec den tschechischen Autor mit ihrem Internationalen Brückepreis.

Jury würdigt europäische Perspektive

Rudiš erzählt in seinen Romanen, Theaterstücken und Essays immer wieder von Mitteleuropa. Seine Figuren reisen zwischen Deutschland, Tschechien, Polen und Österreich und tragen dabei persönliche wie politische Geschichten mit sich.

Die Jury hob hervor, dass der Autor die Verwerfungen des 20. und 21. Jahrhunderts auf menschliche Weise sichtbar mache.

Autor schreibt auf Deutsch und Tschechisch

Jaroslav Rudiš veröffentlicht in beiden Sprachen und erreicht damit Leser über nationale Grenzen hinweg. Zu seinen bekannten Werken gehören Bücher über Eisenbahnen, europäische Landschaften und die gemeinsame Geschichte des Kontinents.

Diese Arbeit passt in besonderer Weise zu Görlitz und Zgorzelec, wo eine Staatsgrenze mitten durch eine historisch zusammengehörende Stadt verläuft.

Preis steht für Verständigung

Der Brückepreis ehrt Persönlichkeiten, die sich um Verständigung und Zusammenarbeit in Europa verdient gemacht haben. Die Auszeichnung soll daran erinnern, dass europäische Nähe nicht allein durch Verträge, sondern auch durch Kultur und persönliche Begegnungen entsteht.

Quellen

• Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises: Bekanntgabe des Preisträgers 2026
• Europastadt Görlitz-Zgorzelec: Informationen zum Internationalen Brückepreis