Die Sanierung des Renaissanceschlosses Gadebusch hat eine unerwartete archäologische Wendung genommen. Bei Gründungsarbeiten am Ostanbau wurden historische Fundamente entdeckt. Während die Fassade inzwischen wieder ohne Gerüst sichtbar ist, laufen die Arbeiten am Schlossensemble weiter.

Fundamente könnten mittelalterlich sein

Die entdeckten Mauerreste werden nach bisherigem Stand dem historischen Vorgängerbau beziehungsweise einer älteren Bebauungsphase zugeordnet.

Ihre genaue Bewertung ist für den weiteren Bauablauf von Bedeutung.

Fassade und Dach sind bereits saniert

Zwei Jahre lang war das Schloss eingerüstet.

Inzwischen wurden die Fassaden restauriert und das Dach neu eingedeckt, sodass der Renaissancebau seit Ende Juli wieder vollständig sichtbar ist.

Weitere Gewerke werden vergeben

Parallel läuft die denkmalgerechte Sanierung des Schlosses und des Anbaus weiter.

Noch Anfang August endeten Ausschreibungen unter anderem für Dachdecker- und Elektroarbeiten am Schlossensemble.

Akademie soll später einziehen

Nach dem derzeitigen Nutzungskonzept soll die Akademie für musisch-kulturelle Bildung Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Platz im Schloss erhalten.

Das gesamte Areal soll langfristig als Ort für Bildung, Kultur und Begegnung genutzt werden.

Fund entscheidet über weiteren Ablauf

Die Sanierung ist damit noch lange nicht abgeschlossen.

Besonders beim Ostanbau muss nun geklärt werden, wie die historischen Fundamente dokumentiert und in den weiteren Bauprozess einbezogen werden können.

Quelle:

Stadt Gadebusch; Kultursegel gGmbH; Amt Gadebusch.