Ein Schloss kann Denkmal bleiben – oder wieder zu einem lebendigen Teil der Stadt werden. Gadebusch verfolgt mit seinem Renaissance-Schloss bewusst die zweite Variante. Das historische Gebäude befindet sich weiterhin in Sanierung und soll schrittweise zum sogenannten Zukunftsschloss entwickelt werden.
Das Schloss stammt aus dem Jahr 1573 und befindet sich seit Oktober 2017 im Eigentum der Stadt Gadebusch.
Damit trägt die Kommune selbst Verantwortung für eines ihrer bedeutendsten Baudenkmale.
Denkmal braucht neue Nutzung
Historische Gebäude lassen sich langfristig nur schwer erhalten, wenn sie keine dauerhafte Funktion besitzen.
Heizung, Dach, Fassaden und Innenräume verursachen laufende Kosten.
Das Gadebuscher Konzept versucht deshalb, Denkmalschutz mit moderner Nutzung zu verbinden.
Im Zukunftsschloss sollen kulturelle und musikalische Bildungsangebote ebenso Platz finden wie Veranstaltungen und Begegnungsformate.
Musik spielt zentrale Rolle
Ein wesentlicher Partner des Projektes ist die kultursegel gGmbH.
Sie entwickelt musikalisch-kulturelle Bildungsangebote rund um das Schloss.
Damit soll das Gebäude nicht ausschließlich bei einzelnen Festen geöffnet werden, sondern regelmäßig genutzt werden.
Schlossberg wird kultureller Mittelpunkt
Schon heute konzentrieren sich mehrere Veranstaltungen auf das Schlossareal und die benachbarte Museumsanlage.
Das zeigt, welche Bedeutung der Ort für das kulturelle Leben der Stadt bereits besitzt.
Mit der vollständigen Sanierung könnte dieser Schwerpunkt weiter wachsen.
Renaissancebau wird Teil moderner Stadtentwicklung
Gadebusch nutzt damit ein Prinzip, das für viele kleinere historische Städte wichtig wird.
Alte Gebäude werden nicht lediglich restauriert, sondern mit neuen Aufgaben verbunden.
So kann Denkmalschutz gleichzeitig Kulturpolitik, Bildung und Stadtentwicklung sein.
Quellen
Amt Gadebusch – Renaissanceschloss Gadebusch Zukunftsschloss Gadebusch – Projekt und Veranstaltungskonzept