Untersuchungen sollen Erkenntnisse über die zweite mittelalterliche jüdische Gemeinde liefern

Archäologen graben mitten in Erfurts Zentrum: Rathausparkplatz birgt Spuren jüdischer Geschichte

Mitten hinter dem Erfurter Rathaus beginnt in diesem Monat eine besondere archäologische Untersuchung. Unter dem heutigen Parkplatz befand sich zwischen 1354 und 1454 das Zentrum der zweiten jüdischen Gemeinde der Stadt. Die Grabungen sollen zugleich ein künftiges Informations- und Bildungszentrum vorbereiten.

Von Christian Weigand 1 Min. Lesezeit

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Unter einer unscheinbaren Parkplatzfläche mitten in Erfurt könnte ein bedeutendes Kapitel der Stadtgeschichte verborgen liegen. Im August beginnen archäologische Untersuchungen auf dem Rathausparkplatz. Zwischen 1354 und 1454 befand sich in diesem Bereich das Zentrum der zweiten jüdischen Gemeinde Erfurts.

Die Grabungen übernimmt das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie.

Vorbereitung für neues Informationszentrum

Die Untersuchungen stehen im Zusammenhang mit dem UNESCO-Welterbestatus des jüdisch-mittelalterlichen Erbes.

Die Stadt plant langfristig ein Informations- und Bildungszentrum.

Bevor gebaut oder genauer geplant werden kann, muss zunächst geklärt werden, welche historischen Strukturen im Boden erhalten sind.

Fläche war bis 1945 dicht bebaut

Der heutige Parkplatz sah über Jahrhunderte völlig anders aus.

Bis 1945 war die Fläche dicht bebaut.

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs blieb dort eine der auffälligen innerstädtischen Freiflächen bestehen.

Neue Erkenntnisse zur jüdischen Gemeinde erwartet

Die Archäologen hoffen insbesondere auf Erkenntnisse zur zweiten jüdischen Gemeinde.

Damit könnten die Untersuchungen helfen, eine bisher weniger sichtbare Phase der Erfurter Geschichte genauer zu rekonstruieren.

Quellen

Landeshauptstadt Erfurt – Archäologische Grabungen auf dem Rathausparkplatz

Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie

Themen: ErfurtUNESCO-WelterbeJüdisches LebenRathausMittelalterArchäologie

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