Chemnitz – Der sächsische Arbeitsmarkt hat sich im September etwas entspannt.
Insgesamt waren 153.564 Menschen arbeitslos gemeldet.
Das waren rund 3.560 weniger als im August, ein Rückgang von 2,3 Prozent.
Die Arbeitslosenquote sank von 7,3 auf 7,1 Prozent.
Rund 10.000 Menschen finden neue Beschäftigung
Im September nahmen rund 10.000 Menschen eine neue Beschäftigung auf.
Nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen war dies der höchste Septemberwert seit 2017.
Auch bei jungen Menschen gab es Bewegung.
Rund 2.800 Jugendliche begannen eine Ausbildung.
Trotzdem mehr Arbeitslose als vor einem Jahr
Der Rückgang gegenüber August darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage im Jahresvergleich schwieriger bleibt.
Im September waren 5.628 Menschen mehr arbeitslos als zwölf Monate zuvor.
Das entspricht einem Anstieg um 3,8 Prozent.
Unternehmen bleiben vorsichtig
Viele Betriebe stellen weiterhin zurückhaltend ein.
Hohe Kosten, schwache Nachfrage und wirtschaftliche Unsicherheit bremsen neue Einstellungen.
Dadurch bleibt der Arbeitsmarkt trotz der saisonalen Herbstbelebung angespannt.
Fachkräfte werden weiterhin gesucht
Gleichzeitig gibt es Branchen, in denen Unternehmen dringend Personal benötigen.
Besonders qualifizierte Fachkräfte bleiben gefragt.
Das führt zu einem widersprüchlichen Bild: Während die Arbeitslosigkeit insgesamt relativ hoch bleibt, können einzelne Betriebe offene Stellen nur schwer besetzen.
September bringt traditionell Entlastung
Der Rückgang im September ist teilweise saisonbedingt.
Nach dem Ende der Ferien starten neue Ausbildungen und viele Unternehmen stellen wieder Personal ein.
Deshalb sinkt die Arbeitslosigkeit im Frühherbst häufig.
Wie nachhaltig die aktuelle Verbesserung ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.