Ein schwerer Wasserschaden sorgt an der Grundschule Schönow für erhebliche Einschränkungen. Mindestens drei Leckagen an den Heizungsleitungen haben die Mensa sowie mehrere angrenzende Räume beschädigt. Die Sanierung könnte nach Angaben der Stadt Bernau bis zu einem Jahr dauern.
Betroffen sind insgesamt rund 930 Quadratmeter im Erdgeschoss des etwa zehn Jahre alten Schulneubaus. Neben der Mensa und der Ausgabeküche gehören dazu Sanitärräume, das Foyer, Haustechnikräume, ein Fachunterrichtsraum, ein Treppenhaus und angrenzende Flure.
Schimmel in einem Teil der Mensa festgestellt
Bei einer Untersuchung der Raumluft wurden in einem Teilbereich der Mensa erhöhte Werte durch Schimmelpilzbefall festgestellt. Der Baustellenbereich wurde deshalb vom übrigen Schulgebäude abgetrennt und luftdicht abgeklebt.
Inzwischen werden der durchfeuchtete Boden sowie Teile der Wände vollständig zurückgebaut und entsorgt. Eine beauftragte Fachfirma arbeitet nach Angaben der Stadt auch an Wochenenden, um lärmintensive Arbeiten möglichst während der Sommerferien zu erledigen.
Rund 400 Kinder essen täglich in der Schule
Etwa 400 Kinder nehmen täglich am Schulessen teil. Für das neue Schuljahr hat die Stadt deshalb gemeinsam mit der Schulleitung und dem Caterer eine zweigeteilte Übergangslösung entwickelt.
Für die neuen Erstklässler soll im Hortgebäude eine eigene Ausgabestelle eingerichtet werden. Die Kinder der Klassen zwei bis sechs erhalten ihr Mittagessen klassenweise direkt geliefert.
Eltern sollen vor Schulbeginn informiert werden
Die Eltern sollen vor dem Beginn des neuen Schuljahres ein Schreiben mit dem aktuellen Stand der Arbeiten erhalten. Die Verwaltung kündigte zugleich an, für Rückfragen zur Verfügung zu stehen.
Bürgermeister André Stahl erklärte, die Stadt hoffe, die Sanierung in weniger als einem Jahr abschließen zu können. Das tatsächliche Ausmaß des Schadens an dem vergleichsweise jungen Schulgebäude habe alle Beteiligten überrascht.
Fragen nach Ursache und Folgekosten
Die unmittelbare Ursache des Schadens ist mit den Leckagen an den Heizungsleitungen bekannt. Noch offen ist jedoch, warum an mindestens drei Stellen gleichzeitig oder innerhalb kurzer Zeit Schäden auftreten konnten.
Auch die Höhe der Sanierungskosten wurde bislang nicht veröffentlicht. Für die Stadt dürfte neben der schnellen Wiederherstellung entscheidend sein, ob Versicherungen, Bauunternehmen oder andere Beteiligte für einen Teil der Kosten aufkommen müssen.