Die Frauen des 1. FC Union Berlin haben ihre Sommervorbereitung mit einem Ausrufezeichen beendet. Beim französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain gewann die Mannschaft mit 3:1. Lia Kamber erzielte zwei Treffer, bevor am kommenden Freitag gegen den FC Bayern München die neue Bundesliga-Saison beginnt.
Kamber bringt Union früh in Führung
Wie der 1. FC Union Berlin mitteilt, entwickelte sich bei großer Hitze von Beginn an eine intensive Partie. Beide Mannschaften pressten früh und versuchten, Fehler im gegnerischen Spielaufbau zu erzwingen.
In der 14. Minute gelang Union die Führung. Sophie Weidauer eroberte auf der rechten Seite den Ball und spielte flach vor das Tor. Lia Kamber stand richtig und vollendete aus kurzer Distanz zum 1:0.
Paris antwortete bereits drei Minuten später. Alyssa Charlier nutzte eine Unachtsamkeit im Berliner Zentrum, ihr abgefälschter Abschluss war für Union-Torhüterin Cara Bösl nicht zu halten.
PSG kam anschließend mehrfach gefährlich vor das Berliner Tor. Bösl verhinderte mit mehreren Paraden einen weiteren Gegentreffer.
Lia Kamber schlägt vor der Pause erneut zu
Mit zunehmender Spielzeit fand Union besser in die Begegnung und kombinierte sich häufiger kontrolliert durch die Pariser Reihen.
Kurz vor der Halbzeit belohnte sich die Mannschaft. Eine PSG-Innenverteidigerin spielte einen Fehlpass am eigenen Strafraum, Kamber reagierte sofort und schob den Ball in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 ins Netz.
Für die Schweizerin war es bereits der zweite Treffer des Nachmittags.
Janssens trifft aus 20 Metern zum 3:1
Union kam mit viel Tempo aus der Kabine. Bereits in der 47. Minute sorgte Jill Janssens für den nächsten Treffer.
Nach einem Freistoß zog sie aus rund 20 Metern ab und traf zum 3:1. Die Berlinerinnen kontrollierten anschließend längere Phasen der Partie und stellten PSG mit hohem Pressing und schnellem Offensivspiel vor Probleme.
Beide Trainerteams wechselten im weiteren Verlauf mehrfach. Paris wurde in der Schlussphase wieder gefährlicher und verlagerte das Spiel zunehmend in die Berliner Hälfte.
Die eingewechselte Torhüterin Nadine Böhi verhinderte mit einer starken Parade einen weiteren Treffer. Union verteidigte den Zwei-Tore-Vorsprung bis zum Abpfiff.
Kamber lobt den Auftritt der Mannschaft
Doppeltorschützin Lia Kamber zeigte sich nach dem Spiel besonders mit der gemeinsamen Leistung zufrieden. Union habe von Beginn bis zum Ende mutig gespielt und vieles umgesetzt, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen erarbeitet habe.
Auch Naika Reissner wertete den Erfolg gegen den international erfahrenen Gegner als wichtigen Abschluss der Vorbereitung. Entscheidend sei nun, die Leistung in die ersten Pflichtspiele mitzunehmen.
Cheftrainerin Marie-Louise Eta zog ebenfalls eine positive Bilanz. Ein 3:1 gegen Paris Saint-Germain sei ein starkes Ergebnis und zeige, dass die Mannschaft in ihrer Entwicklung weitere Fortschritte gemacht habe.
Jetzt wartet Bayern in der Alten Försterei
Viel Zeit zum Feiern bleibt den Unionerinnen nicht. Bereits am Sonntag nimmt die Mannschaft das Training wieder auf.
Der erste Pflichtspielgegner könnte kaum anspruchsvoller sein: Am Freitag, 21. August 2026, empfängt Union den FC Bayern München zum Saisonauftakt der Frauen-Bundesliga.
Anstoß im Stadion An der Alten Försterei ist um 18.20 Uhr.
Nach dem 3:1 in Paris geht Union mit einer erfolgreichen Generalprobe in diese Partie. Die drei Treffer gegen PSG liefern dabei nicht nur Selbstvertrauen, sondern zeigen auch, dass die Berlinerinnen unmittelbar vor dem Saisonstart offensiv bereits gefährlich auftreten können.
Quelle: 1. FC Union Berlin