Berlin-Spandau bietet weit mehr als einen Ausflug an den westlichen Stadtrand. Historische Bauwerke, alte Gassen und die Havel prägen den Bezirk, sodass Besucher Kultur und Erholung auf kurzen Wegen miteinander verbinden können.

Zitadelle Spandau ist das Wahrzeichen des Bezirks

Die Zitadelle Spandau gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Berliner Westen. Die Renaissancefestung liegt unmittelbar am Wasser und zählt zu den besterhaltenen Anlagen ihrer Art in Europa.

Besonders markant ist der Juliusturm. Seine Geschichte reicht bis an den Anfang des 13. Jahrhunderts zurück, und von oben eröffnet sich ein weiter Blick über Spandau und die Havel.

Heute verbindet die Zitadelle historische Architektur mit Museen, Ausstellungen, Ateliers und Veranstaltungen. Für Gäste eignet sie sich deshalb sowohl als Geschichtsort als auch als kulturelles Ausflugsziel.

Altstadt Spandau führt durch mehrere Jahrhunderte

Von der Zitadelle sind es zu Fuß nur rund zehn Minuten bis in die Altstadt. Dort liegen historische Gassen, der Marktplatz, Teile der alten Stadtmauer und mehrere bedeutende Bauwerke dicht beieinander.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört die St.-Nikolai-Kirche. Das mittelalterliche Gotteshaus bildet den städtebaulichen Mittelpunkt der Altstadt und gehört zu den prägenden historischen Gebäuden Spandaus.

Ebenfalls sehenswert ist das Gotische Haus in der Breiten Straße. Das Gebäude aus dem 15. Jahrhundert zählt zu den ältesten erhaltenen Bürgerhäusern Berlins.

Wer anschließend durch Behnitz und Kolk läuft, erlebt einen besonders historischen Teil Spandaus. Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster und Reste der alten Befestigung geben diesem Bereich einen deutlich anderen Charakter als vielen Berliner Innenstadtvierteln.

Havel und Lindenufer bringen Urlaub ans Wasser

Spandau liegt am Zusammenfluss von Havel und Spree und besitzt damit einen starken Bezug zum Wasser. Gerade für Touristen ist das Lindenufer ein guter Ort für eine Pause nach dem Rundgang durch die Altstadt.

Von der Anlegestelle am Lindenufer starten in der wärmeren Jahreszeit Ausflugsschiffe zu Touren auf den Berliner Gewässern. Besucher können Spandau dadurch auch vom Wasser aus entdecken.

Wer aktiver unterwegs sein möchte, findet im Bezirk außerdem Möglichkeiten für Kajak, Stand-up-Paddling sowie Touren mit Mietbooten oder Flößen. visitBerlin hebt die Wasserlandschaft ausdrücklich als eine besondere Stärke Spandaus hervor.

Kladow und Gutspark Neukladow zeigen Spandaus grüne Seite

Im Süden des Bezirks wird Berlin beinahe ländlich. Kladow verbindet Havelufer, alte Siedlungsbereiche und ausgedehnte Grünflächen und eignet sich besonders für Besucher, die nach dem Stadtprogramm Ruhe suchen.

Ein lohnendes Ziel ist der Gutspark Neukladow. Das historische Anwesen liegt direkt an der Havel in einem Landschaftspark und wird auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Der Havelradweg führt durch diesen Bereich. Der Bezirk verbessert derzeit die touristische Erschließung des Gutsparks und seiner Verbindung zum Radweg, wodurch Kladow für Radfahrer und Tagesgäste zusätzlich interessant wird.

So gelingt ein perfekter Tag in Berlin-Spandau

Ein Besuch kann morgens an der Zitadelle beginnen. Danach führt der Weg zu Fuß in die Altstadt mit St. Nikolai, Gotischem Haus und dem historischen Kolk.

Zur Mittagszeit bietet sich eine Pause am Lindenufer an. Wer mehr Zeit mitbringt, kann anschließend eine Dampferfahrt unternehmen oder den Ausflug in Richtung Kladow und Gutspark Neukladow fortsetzen.

Berlin-Spandau eignet sich damit besonders für Gäste, die bekannte Berliner Sehenswürdigkeiten um Festungsgeschichte, historische Altstadt und Natur ergänzen möchten. Zitadelle, Havel und Kladow machen den Bezirk zu einem eigenständigen Ausflugsziel und nicht nur zu einer Station am Rand der Hauptstadt.

Quelle: visitBerlin; Land Berlin; Bezirksamt Spandau von Berlin; Zitadelle Spandau