Berlin. Die erfolgreiche historische Krankenhausserie „Charité“ geht in die fünfte Runde und führt das Publikum diesmal weit zurück in die Vergangenheit. Im Mittelpunkt der neuen Staffel steht das Berlin des Jahres 1831, als eine Choleraepidemie die Stadt erschüttert und die Medizin vor gewaltige Herausforderungen stellt. Zwischen überfüllten Krankensälen, wissenschaftlichen Auseinandersetzungen und gesellschaftlichen Verboten versucht eine junge Frau, ihren Traum vom Arztberuf zu verwirklichen. Die vier neuen Folgen sind ab dem 18. Dezember 2026 in der ARD-Mediathek abrufbar. Im Ersten beginnt die Ausstrahlung am 22. Dezember um 20.15 Uhr.
Berlin 1831: Die Cholera stellt die Medizin auf die Probe
Die fünfte Staffel trägt den Titel „Charité 1831“ und spielt in einer Zeit, in der die moderne Medizin noch am Anfang vieler grundlegender Entwicklungen stand.
Traditionelle Behandlungsmethoden werden zunehmend infrage gestellt, während neue wissenschaftliche Erkenntnisse erst langsam Eingang in den medizinischen Alltag finden.
Als die Cholera Berlin erreicht, geraten Ärzte und Pflegepersonal an ihre Grenzen. Die Krankensäle füllen sich, Menschen sterben und die Ursachen der gefürchteten Erkrankung sind noch weitgehend unbekannt.
Vor diesem historischen Hintergrund erzählt die Serie eine Geschichte über medizinischen Fortschritt, gesellschaftliche Ungleichheit und den Mut, bestehende Grenzen zu überwinden.
Die Produktion greift damit erneut das Erfolgsrezept der bisherigen Staffeln auf: Historisch belegte medizinische Entwicklungen werden mit persönlichen Schicksalen und dramatischen Konflikten verbunden.
Eine Frau gibt sich als Mann aus, um Arzt zu werden
Im Zentrum der Handlung steht eine junge Frau, die unter dem Namen Overath an der Charité arbeitet.
Ihr Geheimnis könnte sie jederzeit ihre berufliche Zukunft kosten: Der vermeintliche junge Unterarzt ist tatsächlich eine Frau.
Da Frauen im Jahr 1831 der Zugang zum Arztberuf verwehrt ist, bleibt ihr nur die Möglichkeit, ihre Identität zu verbergen.
Overath möchte von den besten Medizinern lernen und sich in einem Umfeld behaupten, das für Frauen keinen Platz in der ärztlichen Ausbildung vorsieht.
Doch die Tarnung wird zunehmend schwieriger.
Als ihr ehemaliger Verlobter Calow als Unter- und Armenarzt an die Charité kommt, droht ihre wahre Identität aufzufliegen.
Zugleich entwickelt sich zwischen beiden erneut eine Liebesgeschichte.
Auch der misstrauische Konkurrent Romberg stellt für Overath eine Gefahr dar.
Damit wird die junge Medizinerin nicht nur mit den Herausforderungen der Choleraepidemie konfrontiert, sondern muss auch um ihre persönliche Freiheit und ihre Zukunft kämpfen.
Medizinischer Fortschritt trifft auf gesellschaftliche Grenzen
Die neue Staffel erzählt von einer Epoche, in der medizinisches Wissen, gesellschaftliche Hierarchien und persönliche Überzeugungen aufeinanderprallen.
Viele Behandlungsmethoden, die heute selbstverständlich erscheinen, waren damals noch nicht entwickelt.
Auch die wissenschaftlichen Ursachen zahlreicher Infektionskrankheiten wurden erst Jahrzehnte später vollständig verstanden.
Die Cholera stellte die Gesellschaft deshalb vor eine besonders große Herausforderung.
Für die Ärzte der Charité bedeutet der Ausbruch der Krankheit einen Wettlauf gegen die Zeit.
Sie müssen Entscheidungen treffen, obwohl ihnen wichtige wissenschaftliche Grundlagen fehlen.
Gleichzeitig zeigt die Geschichte von Overath, wie stark gesellschaftliche Regeln den Zugang zu Bildung und medizinischen Berufen bestimmten.
Frauen mussten sich ihren Platz in der Wissenschaft erst über viele Jahrzehnte erkämpfen.
Die Serie verbindet diese historischen Entwicklungen mit der Frage, wie viel persönlicher Mut notwendig ist, um bestehende Verhältnisse zu verändern.
Marlene Burow übernimmt eine der Hauptrollen
Die Rolle der Overath übernimmt Schauspielerin Marlene Burow.
Zum weiteren Ensemble gehören Philip Froissant, Idan Weiss, Jan Krauter, Harald Krassnitzer, Kriemhild Hamann, Anna Schudt, Dominic Raacke, Marius Ahrendt und Lillemor Leistenschneider.
Damit setzt die Produktion auf eine umfangreiche Besetzung, um die verschiedenen gesellschaftlichen und medizinischen Perspektiven des frühen 19. Jahrhunderts darzustellen.
Neben den dramatischen Ereignissen während der Choleraepidemie spielen persönliche Beziehungen, beruflicher Ehrgeiz und moralische Entscheidungen eine zentrale Rolle.
Insbesondere die Beziehung zwischen Overath und Calow wird zu einem wichtigen Bestandteil der Handlung.
Die Hauptfigur muss sich entscheiden, wie weit sie für ihre beruflichen Ziele gehen will und welchen Preis sie für die Bewahrung ihres Geheimnisses zu zahlen bereit ist.
Neue Staffel entstand mit medizinhistorischer Beratung
Produziert wurde die fünfte Staffel von UFA Fiction in Zusammenarbeit mit UFA Mitte im Auftrag der ARD Degeto Film und der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm.
Die Regie übernahm Alexander Dierbach.
Die Drehbücher stammen von Sandra Stöckmann. Weitere Autorinnen sind Gesa Scheibner und Judy Horney.
Als Produzenten verantworten Markus Brunnemann, Henriette Lippold und Nico Hofmann die neue Staffel. Tom Haase ist als Producer beteiligt.
Um die historischen Ereignisse möglichst glaubwürdig darzustellen, wurde medizinhistorische Beratung in die Produktion eingebunden.
Auch die Charité – Universitätsmedizin Berlin unterstützte die Umsetzung.
Damit soll die Verbindung zwischen historischer Realität und fiktionaler Handlung gewahrt bleiben.
Die Serie ist allerdings keine Dokumentation, sondern ein historisches Fernsehdrama, das reale Entwicklungen mit erfundenen Figuren und Geschichten verbindet.
UFA Mitte aus Leipzig an der Produktion beteiligt
Für die mitteldeutsche Filmwirtschaft ist die neue Staffel ebenfalls von Bedeutung.
Neben UFA Fiction wirkte auch die Leipziger Produktionseinheit UFA Mitte an der Serie mit.
Diese wurde im September 2024 gegründet und ging aus der bisherigen UFA-Niederlassung in Leipzig hervor.
Die eigenständige Einheit entwickelt und produziert neue Film- und Serienprojekte für Fernsehsender und Streamingplattformen.
Mit der Beteiligung an „Charité 1831“ ist UFA Mitte erneut an einer bekannten deutschen Serienproduktion beteiligt.
Koproduzent der neuen Staffel ist außerdem MIA Film.
Die Produktion wurde durch den Czech Audiovisual Fund gefördert.
ARD setzt die Erfolgsserie als Weihnachtsprogramm fort
Die bisherigen Staffeln von „Charité“ führten die Zuschauer durch unterschiedliche Epochen der deutschen Medizingeschichte.
Dabei standen stets historische Entwicklungen im Mittelpunkt, die weit über die Berliner Universitätsklinik hinaus Bedeutung hatten.
Auch die fünfte Staffel verbindet medizinische Herausforderungen mit gesellschaftlichen Fragen.
Mit dem Berlin des Jahres 1831 wählt die Produktion nun eine Epoche, in der wissenschaftliche Erkenntnisse und traditionelle Vorstellungen besonders stark aufeinandertrafen.
Gleichzeitig rückt sie die Rolle von Frauen in der Medizingeschichte in den Mittelpunkt.
Die vierteilige Staffel wird bewusst zur Weihnachtszeit veröffentlicht.
Ab Freitag, 18. Dezember 2026, stehen die neuen Folgen in der ARD-Mediathek bereit.
Am Dienstag, 22. Dezember, beginnt um 20.15 Uhr die Fernsehausstrahlung im Ersten.
Liebe, Mut und der Kampf gegen eine tödliche Krankheit
Im Mittelpunkt von „Charité 1831“ steht nicht allein die medizinische Herausforderung einer Choleraepidemie.
Die Serie erzählt auch von persönlichen Entscheidungen in einer Zeit, in der gesellschaftliche Regeln über berufliche und private Lebenswege bestimmten.
Overath muss ihre Identität verbergen, um ihrem Berufswunsch nachgehen zu können. Gleichzeitig gefährden ihre Gefühle für Calow das Geheimnis, auf dem ihre gesamte Zukunft beruht.
Als die Cholera die Charité erreicht, werden diese persönlichen Konflikte von einer Katastrophe überlagert, die Ärzte und Patienten gleichermaßen an ihre Grenzen bringt.
Die Hauptfigur muss lernen, dass medizinisches Wissen allein nicht jede Tragödie verhindern kann.
Mit der fünften Staffel kehrt „Charité“ zu den Anfängen moderner medizinischer Forschung zurück und erzählt zugleich die Geschichte einer Frau, die sich gegen die Grenzen ihrer Zeit behaupten will.
Für die Zuschauer verspricht „Charité 1831“ damit eine Mischung aus historischem Krankenhausdrama, persönlicher Liebesgeschichte und gesellschaftlichem Konflikt.