Am Montagabend beginnt in der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg das diesjährige Campus-Kino. Bis zum 27. August werden vier Wochen lang Filme zur DDR-Geschichte, zur Staatssicherheit und zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gezeigt.
Auftakt mit „Wilma will mehr“
Zum Eröffnungsabend wird ab 19.30 Uhr der Spielfilm „Wilma will mehr“ gezeigt. Veranstaltungsort ist der Innenhof des Campus für Demokratie an der Ruschestraße 103.
Das Programm umfasst Spiel- und Dokumentarfilme. Gespräche mit Filmschaffenden, Zeitzeugen und Fachleuten sollen die Vorführungen ergänzen.
Historischer Ort gibt dem Programm besonderes Gewicht
Von der früheren Stasi-Zentrale aus wurde die Überwachung und Verfolgung großer Teile der DDR-Bevölkerung organisiert.
Heute befinden sich auf dem Gelände unter anderem das Stasi-Unterlagen-Archiv und Einrichtungen zur politischen Bildung. Filmvorführungen an diesem Ort verbinden kulturelle Unterhaltung mit historischer Auseinandersetzung.
Vier Wochen unterschiedliche Perspektiven
Die ausgewählten Filme erzählen von Menschen, die sich anpassten, widersetzten, flüchteten oder nach 1989 einen neuen Anfang suchten.
Damit geht das Programm über reine Geschichtsvermittlung hinaus. Es zeigt, wie politische Systeme persönliche Beziehungen, Berufswege und Lebensentscheidungen beeinflussen.
Angebot richtet sich an mehrere Generationen
Das Campus-Kino findet 2026 bereits zum siebten Mal statt. Neben dem Abendprogramm sind auch Angebote für Kinder und Familien vorgesehen.
Der Zugang zum Gelände ermöglicht zugleich eine Begegnung mit einem der bedeutendsten Erinnerungsorte zur Geschichte der DDR-Staatssicherheit.
Quellen
Bundesarchiv, Programm des Campus-Kinos 2026, veröffentlicht im Juli 2026.
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, Veranstaltungsinformationen zum Eröffnungsfilm am 3. August 2026.