Im Landkreis Bautzen entfallen bis zum Jahresende einzelne Rufbus-Angebote. Zusätzlich kommt es zu Einschränkungen bei Neben- und Stadtbuslinien. Die regulären PlusBus- und TaktBus-Standardfahrten sollen hingegen bestehen bleiben.
13 Millionen Linienkilometer untersucht
Nach einem Beschluss des Sonderkreistages prüften der Landkreis und die beteiligten Verkehrsunternehmen rund 13 Millionen Linienkilometer auf mögliche Einsparungen.
Im Mittelpunkt standen Verbindungen, die in den Ferien oder an Wochenenden angeboten werden. Nach Angaben des Landratsamtes wurden die Änderungen inzwischen vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr geprüft und bestätigt.
Kürzungen sollen Zuschuss ausgleichen
Hintergrund ist ein beschlossener Zuschuss von 500.000 Euro an die Klinik Kamenz. Dieser Betrag soll durch Einsparungen an anderer Stelle im Kreishaushalt ausgeglichen werden.
Für Fahrgäste bedeutet das, dass sie vor allem bei seltener genutzten Verbindungen genauer auf die Fahrpläne achten müssen. Besonders betroffen sein können Menschen in kleineren Orten, die auf Rufbusse und Zubringer angewiesen sind.
Hauptverbindungen bleiben bestehen
Der Landkreis betont, dass die Standardfahrten der PlusBus- und TaktBus-Linien nicht gestrichen werden. Damit sollen die wichtigsten regelmäßig genutzten Verbindungen erhalten bleiben.
Trotzdem können einzelne Ausfälle für Fahrgäste erhebliche Folgen haben. Wer am Wochenende arbeitet, einen Arzttermin wahrnehmen muss oder kein eigenes Auto besitzt, verfügt häufig über keine einfache Alternative.
Fahrgäste sollten deshalb vor jeder Fahrt die aktuellen Angaben des jeweiligen Verkehrsunternehmens prüfen.
Quellen
Landkreis Bautzen, Informationen zu den Fahrplanänderungen und Einsparungen im Busverkehr, veröffentlicht Ende Juli 2026.
Landkreis Bautzen, Beschluss des Sonderkreistages vom 31. Mai 2026 und Angaben zur Prüfung der Linienkilometer.