Wasserwehr verfügt über Sandsackmaschine, mobilen Hochwasserschutz und Notstromtechnik

Arnstadt rüstet sich gegen Starkregen: Feuerwehr überwacht jetzt Pegel von Gera und Wipfra

Arnstadt baut seinen Schutz vor Starkregen und Hochwasser weiter aus. Die Freiwillige Feuerwehr übernimmt gleichzeitig die Aufgaben der kommunalen Wasserwehr und überwacht inzwischen auch die Pegelstände von Gera und Wipfra. Thüringens Umweltminister Tilo Kummer hat sich die Ausstattung vor Ort angesehen.

Von Christian Weigand 1 Min. Lesezeit

Teilen

Arnstadt bereitet sich darauf vor, dass extreme Niederschläge und Hochwasserlagen künftig häufiger auftreten können. Die Freiwillige Feuerwehr übernimmt deshalb nicht nur klassische Brand- und Hilfeleistungseinsätze, sondern zugleich die Aufgaben der kommunalen Wasserwehr. Mittlerweile werden auch die Pegelstände von Gera und Wipfra beobachtet.

Thüringens Umweltminister Tilo Kummer ließ sich die Schutzmaßnahmen Ende Juli im Feuerwehrgerätehaus vorstellen.

Sandsäcke können schneller gefüllt werden

Zur Ausstattung gehört eine Sandsackfüllmaschine.

Hinzu kommen ein mobiles Hochwasserschutzsystem, ein Notstromaggregat und ein Transportanhänger. Für die Erstausstattung der Wasserwehr erhielt Arnstadt Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro.

Pegelüberwachung soll Zeit gewinnen

Stadtbrandmeister Stefan Jäger erläuterte, dass die Feuerwehr inzwischen auch die Entwicklung der Wasserstände von Gera und Wipfra verfolgt.

Je früher ein kritischer Anstieg erkannt wird, desto schneller können Einsatzkräfte vorbereitet und gefährdete Bereiche gesichert werden.

Neues Vorsorgekonzept entsteht

Arnstadt arbeitet außerdem gemeinsam mit anderen Kommunen im Einzugsgebiet der Wipfra an einem integrierten Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept.

Dabei geht es nicht allein darum, im Katastrophenfall schneller reagieren zu können.

Langfristig sollen Gefahrenstellen erkannt und Schäden möglichst bereits durch bauliche oder planerische Vorsorge reduziert werden.

Starkregen wird kommunale Daueraufgabe

Hochwasserschutz findet damit nicht mehr ausschließlich an großen Flüssen statt.

Auch kleine Gewässer, Entwässerungswege und kurzfristige Starkregenereignisse können innerhalb weniger Minuten erhebliche Probleme verursachen.

Arnstadt investiert deshalb zugleich in Technik, Überwachung und langfristige Planung.

Quellen

Stadt Arnstadt – Besuch des Thüringer Umweltministers und Informationen zur kommunalen Wasserwehr, 31. Juli 2026.

###

Themen: ArnstadtFeuerwehrHochwasserschutzStarkregenWasserwehrWipfra

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Verdacht auf besonders schwere Brandstiftung – Spezialkräfte des Landeskriminalamts im Einsatz Groß Polzin: Scheune mit Ferienwohnungen niedergebrannt – 69-Jähriger festgenommen Ein Großbrand in der Gemeinde Groß Polzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat einen Schaden von rund 500.000 Euro verursacht. Eine 75-jährige Bewohnerin wurde von der Feuerwehr gerettet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung und nahm einen 69-jährigen Mann fest. Bei der Festnahme kamen Spezialkräfte zum Einsatz.

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Lokales

Alle Beiträge