Arnstadt bereitet sich darauf vor, dass extreme Niederschläge und Hochwasserlagen künftig häufiger auftreten können. Die Freiwillige Feuerwehr übernimmt deshalb nicht nur klassische Brand- und Hilfeleistungseinsätze, sondern zugleich die Aufgaben der kommunalen Wasserwehr. Mittlerweile werden auch die Pegelstände von Gera und Wipfra beobachtet.
Thüringens Umweltminister Tilo Kummer ließ sich die Schutzmaßnahmen Ende Juli im Feuerwehrgerätehaus vorstellen.
Sandsäcke können schneller gefüllt werden
Zur Ausstattung gehört eine Sandsackfüllmaschine.
Hinzu kommen ein mobiles Hochwasserschutzsystem, ein Notstromaggregat und ein Transportanhänger. Für die Erstausstattung der Wasserwehr erhielt Arnstadt Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro.
Pegelüberwachung soll Zeit gewinnen
Stadtbrandmeister Stefan Jäger erläuterte, dass die Feuerwehr inzwischen auch die Entwicklung der Wasserstände von Gera und Wipfra verfolgt.
Je früher ein kritischer Anstieg erkannt wird, desto schneller können Einsatzkräfte vorbereitet und gefährdete Bereiche gesichert werden.
Neues Vorsorgekonzept entsteht
Arnstadt arbeitet außerdem gemeinsam mit anderen Kommunen im Einzugsgebiet der Wipfra an einem integrierten Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept.
Dabei geht es nicht allein darum, im Katastrophenfall schneller reagieren zu können.
Langfristig sollen Gefahrenstellen erkannt und Schäden möglichst bereits durch bauliche oder planerische Vorsorge reduziert werden.
Starkregen wird kommunale Daueraufgabe
Hochwasserschutz findet damit nicht mehr ausschließlich an großen Flüssen statt.
Auch kleine Gewässer, Entwässerungswege und kurzfristige Starkregenereignisse können innerhalb weniger Minuten erhebliche Probleme verursachen.
Arnstadt investiert deshalb zugleich in Technik, Überwachung und langfristige Planung.
Quellen
Stadt Arnstadt – Besuch des Thüringer Umweltministers und Informationen zur kommunalen Wasserwehr, 31. Juli 2026.
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