Senftenberg. Ein Theater, das einst in einer umgebauten Turnhalle begann, feiert seinen 80. Geburtstag: Am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, begeht die neue Bühne Senftenberg ihr großes Jubiläum. Zum Auftakt wird um 18.30 Uhr das FestSpiel „Jubiläum“ uraufgeführt. Insgesamt acht Vorstellungen sind bis zum 31. Oktober geplant. Das Theater erinnert damit an eine bewegte Geschichte, die eng mit der kulturellen Entwicklung der Lausitz verbunden ist.
Aus einer Turnhalle wurde ein Theater
Die Geschichte des Senftenberger Theaters reicht bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück.
Im Jahr 1946 wurde die Turnhalle der damaligen Walther-Rathenau-Schule, die auf Entwürfe der Architekten Bruno und Max Taut zurückgeht, zum Stadttheater umgebaut.
Am 21. Oktober 1946 öffnete das Haus mit der Operette „Das Land des Lächelns“.
Damit begann eine Theatertradition, die Senftenberg und die umliegende Region über acht Jahrzehnte geprägt hat.
Das Haus entwickelte sich zu einem wichtigen kulturellen Treffpunkt in der Niederlausitz.
Jubiläumsproduktion auf der eigenen Hauptbühne
Zum 80. Geburtstag veranstaltet die neue Bühne zum fünften Mal das FestSpiel Senftenberg.
In früheren Jahren nutzte das Theater dafür ungewöhnliche Spielorte.
Aufführungen fanden unter anderem in Brieske, Großkoschen, einem Werkstattgebäude und der Niederlausitzhalle statt.
Diesmal kehrt das FestSpiel an den zentralen Spielort des Hauses zurück: die eigene Hauptbühne.
Das Theater will damit nicht nur seine Geschichte würdigen, sondern auch die besondere Bedeutung des Gebäudes selbst hervorheben.
Acht Vorstellungen bis Ende Oktober
Die Premiere findet am Mittwoch um 18.30 Uhr statt.
Weitere Aufführungen sind für den 22., 23., 24., 28., 29., 30. und 31. Oktober vorgesehen.
Das FestSpiel wird damit über mehrere Tage zum Mittelpunkt des Jubiläumsprogramms.
Die Veranstaltungen sollen die Geschichte der Bühne mit neuen künstlerischen Perspektiven verbinden.
Kultur ist Teil der Lausitzer Identität
Das Theater besitzt für Senftenberg eine Bedeutung, die über einzelne Aufführungen hinausgeht.
In einer Region, die über Jahrzehnte durch Bergbau, Energiegewinnung und wirtschaftlichen Strukturwandel geprägt wurde, sind kulturelle Einrichtungen wichtige Orte gesellschaftlicher Begegnungen.
Die neue Bühne ist ein Beispiel dafür, wie kontinuierliche Kulturarbeit über Generationen hinweg eine Stadt und ihr Umland prägen kann.
Mit dem FestSpiel möchte das Haus seine Geschichte feiern und zugleich seine künstlerische Gegenwart zeigen.
Am 21. Oktober schließt sich damit ein Kreis: Genau 80 Jahre nach der ersten Aufführung wird die Hauptbühne erneut zum Schauplatz eines besonderen Theaterereignisses.