Rostock. Wenn jeder Schritt schmerzt und alltägliche Bewegungen zunehmend schwerfallen, kann ein künstliches Hüftgelenk die Lebensqualität erheblich verbessern. Doch wann ist eine Operation sinnvoll, welche modernen Behandlungsmöglichkeiten gibt es und was erwartet Patienten nach einem Gelenkersatz? Antworten auf diese Fragen gibt das Klinikum Südstadt Rostock am Dienstag, dem 10. November 2026. Ab 15 Uhr lädt das EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung zu einem kostenlosen Patientenforum ein.
Wann wird ein künstliches Hüftgelenk notwendig?
Arthrose des Hüftgelenks gehört weltweit zu den häufigsten Gelenkerkrankungen bei Erwachsenen. Dabei verschleißt der Gelenkknorpel zunehmend, was Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen kann.
Eine Heilung der Arthrose ist nach heutigem medizinischem Kenntnisstand nicht möglich. Allerdings stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.
Wenn Schmerzen trotz Behandlung bestehen bleiben und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, kann ein künstlicher Gelenkersatz infrage kommen.
Entscheidend sind eine gründliche Untersuchung und eine individuell abgestimmte Therapieentscheidung.
Facharzt erklärt Fortschritte beim Gelenkersatz
Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung steht ein Vortrag von Dr. Thomas Willert. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist zertifizierter Seniorhauptoperateur am Klinikum Südstadt Rostock.
Unter dem Titel „Das künstliche Hüftgelenk – Was gibt es Neues?“ stellt er aktuelle Entwicklungen in der Hüftendoprothetik vor.
Dabei erläutert er, welche Behandlungsmöglichkeiten heute bestehen, welche Fortschritte die Gelenkersatzchirurgie gemacht hat und was Patienten von einer Hüftprothese erwarten können.
Auch der Leiter des EndoProthetikZentrums, Prof. Dr. Philipp Bergschmidt, und sein Fachärzteteam begleiten die Veranstaltung.
Rund 700 künstliche Gelenke jährlich
Das Klinikum Südstadt Rostock ist als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung zertifiziert.
Nach eigenen Angaben werden dort jährlich rund 700 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt.
Neben dem erstmaligen Gelenkersatz ist das Zentrum auf komplexe Wechseloperationen spezialisiert. Diese können beispielsweise erforderlich werden, wenn eine bereits eingesetzte Prothese ersetzt werden muss.
Die Behandlung erfolgt durch ein Team verschiedener medizinischer Fachrichtungen.
Persönliche Fragen ausdrücklich erwünscht
Nach dem Fachvortrag haben Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Medizinern zu diskutieren.
Ab 16 Uhr sind nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen persönliche Einzelgespräche mit den Experten vorgesehen.
Dabei können Interessierte individuelle Fragen rund um Gelenkverschleiß, Behandlungsmöglichkeiten und das Leben mit einer Hüftprothese besprechen.
Das Patientenforum richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten.
Termin und Veranstaltungsort
Die Veranstaltung findet am Dienstag, dem 10. November 2026, um 15 Uhr im Großen Hörsaal des Klinikums Südstadt Rostock, Südring 81, statt.
Ab 16 Uhr werden persönliche Expertengespräche angeboten.
Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung wird in der Veranstaltungsankündigung nicht verlangt.
Mit dem Patientenforum möchte das Klinikum Betroffenen die Möglichkeit geben, sich über aktuelle Behandlungsmethoden zu informieren und medizinische Fragen direkt mit erfahrenen Fachärzten zu besprechen.