Christian Furth übernimmt Leitung der Nuklearmedizin

Die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Rostock hat einen neuen Direktor. Seit dem 1. Oktober steht Prof. Dr. Christian Furth an der Spitze der Einrichtung.

Furth wechselt von der Charité – Universitätsmedizin Berlin nach Rostock. Dort war er zuletzt leitender Oberarzt der Klinik für Nuklearmedizin und stellvertretender Leiter des Arbeitsbereichs Klinische Nuklearmedizin. Zuvor war er auch am Universitätsklinikum Magdeburg tätig.

Schwerpunkt auf moderner Hybridbildgebung

Die Universitätsmedizin verbindet mit der Berufung vor allem den weiteren Ausbau moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren.

Furth gilt als ausgewiesener Experte für Hybridbildgebung. Dabei werden verschiedene bildgebende Verfahren miteinander kombiniert, um Erkrankungen möglichst präzise erkennen und Behandlungen gezielter planen zu können.

Eine wachsende Rolle spielt dabei auch die sogenannte Theranostik. Hier wird dieselbe biologische Zielstruktur einer Erkrankung zunächst diagnostisch genutzt und anschließend gezielt therapeutisch behandelt.

Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern

Für Furth ist der Wechsel nach Rostock zugleich eine Rückkehr in seine Heimatregion. Er ist in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und wurde in Neubrandenburg geboren.

Der Mediziner studierte Humanmedizin in Gießen und Berlin, habilitierte sich 2015 und wurde für seine wissenschaftliche Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Seit 2021 ist er Vorsitzender der Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Neben Forschung und Spitzenmedizin sieht Furth auch die Versorgung im Flächenland als zentrale Aufgabe. Ziel sei es, medizinischen Fortschritt für die gesamte Region zugänglich zu machen und zugleich Nachwuchs sowie Fachkräfte langfristig in Mecklenburg-Vorpommern zu halten.