Turbine Potsdam verbindet Fußball und eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt auf ungewöhnliche Weise. Beim ersten Heimspiel der Saison 2026/27 gegen Borussia Mönchengladbach wird die Mannschaft erstmals ein Heimtrikot mit dem Schriftzug „Sanssouci“ auf der Brust tragen. Für den Traditionsverein endet damit zugleich eine zweijährige Phase ohne Trikotwerbepartner.

Premiere beim Heimauftakt im KarLi

Das neue Trikot soll am Sonntag, dem 9. August, erstmals im Karl-Liebknecht-Stadion zum Einsatz kommen.

Turbine empfängt Borussia Mönchengladbach zum ersten Heimspiel der neuen Saison in der 2. Frauen-Bundesliga.

Vor dem Anstoß ist eine symbolische Übergabe des Trikots vorgesehen. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen dem Fußballverein und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg offiziell sichtbar beginnen.

Der Schriftzug „Sanssouci“ nimmt dabei die prominenteste Werbefläche eines Fußballtrikots ein.

Zwei Jahre lang blieb die Brust ohne Werbepartner

Für Turbine besitzt die Partnerschaft auch wirtschaftliche Bedeutung.

Nach Angaben des Vereins hatte die Mannschaft zwei Jahre lang keinen Werbepartner auf der Trikotbrust.

Nun entscheidet sich der Verein nicht für eine klassische Handelsmarke, sondern für ein kulturelles Symbol der eigenen Stadt.

Schloss Sanssouci gehört zu den international bekanntesten Sehenswürdigkeiten Potsdams und ist Bestandteil des UNESCO-Welterbes.

Damit trägt die Mannschaft künftig einen Namen auf dem Trikot, der weit über den Fußball hinaus mit der Stadt verbunden wird.

Sport und Kultur wollen Potsdam gemeinsam vertreten

Hinter der Zusammenarbeit steht die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Sie verwaltet und vermittelt einen großen Teil des historischen Erbes in Potsdam und Berlin.

Turbine wiederum gehört trotz der sportlich schwierigen vergangenen Jahre zu den bekanntesten deutschen Frauenfußballvereinen.

Der Verein gewann in seiner Geschichte mehrfach nationale Meisterschaften und internationale Titel.

Beide Partner begründen ihre Zusammenarbeit deshalb mit ihrer engen Verbindung zu Potsdam.

Spielerinnen waren bereits in Sanssouci zu Gast

Die neue Partnerschaft begann nicht erst mit dem Trikot.

Während der Saisonvorbereitung besuchten Spielerinnen und Trainerstab gemeinsam Schloss Sanssouci.

Nach Angaben des Vereins sollte die Mannschaft dabei einen näheren Einblick in das historische Wahrzeichen erhalten, dessen Namen sie künftig auf dem Spielfeld trägt.

Die Kooperation soll damit über eine reine Werbefläche hinausgehen.

Welche weiteren gemeinsamen Projekte geplant sind, wird sich im Verlauf der Saison zeigen.

Kapitänin sieht ein Stück Potsdamer Geschichte auf dem Trikot

Für Mannschaftskapitänin Merle Kirschstein hat die Partnerschaft einen besonderen regionalen Bezug.

Das Trikot verbinde die Vereinsfarben mit einem Symbol der Heimatstadt, erklärte sie zur Vorstellung.

Auch die Stiftung spricht von einer Premiere. Schloss Sanssouci auf der Brust eines Fußballtrikots habe es in dieser Form bislang nicht gegeben.

Beim Heimauftakt sollen Vertreter der Stiftung die symbolische Trikotübergabe begleiten.

Sportlich braucht Turbine die ersten Punkte

Neben aller Aufmerksamkeit um das neue Trikot steht am Sonntag allerdings auch eine sportliche Aufgabe an.

Turbine startete mit einer 0:1-Niederlage beim FC Ingolstadt in die neue Zweitliga-Saison.

Die Potsdamerinnen hielten dort lange ein 0:0, ehe ein abgefälschter Treffer von Emma Kusch in der 77. Minute die Partie entschied.

Beim ersten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach soll nun der erste Punktgewinn der neuen Spielzeit folgen.

Damit bekommt das neue Sanssouci-Trikot sofort eine sportlich bedeutende Premiere.

Ein Potsdamer Symbol reist künftig durch die Liga

Die Wirkung der Partnerschaft geht über das Karl-Liebknecht-Stadion hinaus.

Bei den Spielen von Turbine wird der Name Sanssouci künftig bundesweit auf Fernsehbildern, Fotos und Spielberichten zu sehen sein.

Für die Stiftung ergibt sich damit eine ungewöhnliche Form der Kulturvermittlung, während Turbine seine regionale Identität deutlich hervorhebt.

Ob sich die Kombination aus Fußball und Kulturerbe langfristig bewährt, wird sich zeigen.

Zumindest zum Saisonstart dürfte das neue Trikot zu den auffälligsten Erscheinungen im deutschen Frauenfußball gehören.

Quellen

1. FFC Turbine Potsdam – Mitteilung vom 6. August 2026 zur Vorstellung des neuen Heimtrikots und zur Partnerschaft mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

2. FFC Turbine Potsdam – Spielbericht zum Saisonauftakt beim FC Ingolstadt