Das Potsdam Museum bringt die wechselvolle Geschichte des Alten Marktes an zwei weitere Orte der Stadt. Historische Fotografien in den Bahnhofspassagen und eine Ausstellung in der Stadt- und Landesbibliothek zeigen, wie stark sich der Platz seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verändert hat. Beide Angebote sind kostenfrei.
Die beiden Satelliten-Ausstellungen ergänzen die laufende Sonderausstellung „Platz___für Neues? Visionen zum Alten Markt 1945–2025“ im Potsdam Museum.
Historische Fotografien in den Bahnhofspassagen
Vom 6. August bis 6. September 2026 ist in der Ladenstraße der Bahnhofspassagen die Ausstellung „Platz___für Neues? Fotografien des Alten Marktes 1945–2025“ zu sehen.
Zahlreiche historische Fotografien zeichnen die Entwicklung des Platzes über acht Jahrzehnte nach. Sie dokumentieren:
- die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs,
- den Wiederaufbau,
- die Neugestaltung während der DDR-Zeit,
- die Rekonstruktionsprojekte der vergangenen Jahre.
Die Ausstellung ist rund um die Uhr und kostenfrei zugänglich.
Verschwundene Gebäude und große Bauprojekte
Zu sehen sind unter anderem großformatige Luftaufnahmen sowie Fotografien bedeutender Bau- und Rekonstruktionsmaßnahmen.
Dazu gehören der Wiederaufbau der Kuppel der Nikolaikirche und der Bau des Wohngebäudes am Staudenhof. Auch inzwischen verschwundene Gebäude wie das Hans-Otto-Theater und die Fachhochschule werden gezeigt.
Die Bilder machen deutlich, wie tiefgreifend sich das Erscheinungsbild des Alten Marktes im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verändert hat.
„Kaum ein anderer Ort in Potsdam hat sein Erscheinungsbild in den vergangenen Jahrzehnten so grundlegend gewandelt“, erklärt Kuratorin Marie Elisabeth Sinde.
Sie entwickelte die Ausstellung gemeinsam mit Amanda Beyer. Beide sind wissenschaftliche Volontärinnen am Potsdam Museum.
Nordwestseite des Platzes im Mittelpunkt
Eine zweite Satelliten-Ausstellung beginnt am 26. August 2026 in der Stadt- und Landesbibliothek.
Unter dem Titel „Platz___für Neues? Der Nordwesten des Alten Marktes im Fokus“ richtet sie den Blick auf einen häufig weniger beachteten Teil des historischen Platzes.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Nordwestseite nach 1945. Besonders beleuchtet wird der Bau der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek. In deren Nachfolge befindet sich heute die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam.
Ausgewählte Fotografien zeigen die Geschichte und Veränderung des Areals. Die Ausstellung kann ab dem 27. August während der regulären Öffnungszeiten kostenfrei besucht werden.
Stadtgeschichte mitten im Alltag
Für Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums, ist die Ausstellung in den Bahnhofspassagen eine Möglichkeit, historische Aufnahmen direkt zu den Menschen zu bringen.
„So wird Stadtgeschichte an einem Ort erlebbar, den täglich viele Menschen nutzen.“
Nach Angaben von Center-Manager Carsten Paul stößt das kostenfreie Angebot in den Bahnhofspassagen regelmäßig auf großes Interesse. Es ermögliche vielen Besuchern einen unkomplizierten Zugang zur Potsdamer Stadtgeschichte und erhöhe zugleich die Aufenthaltsqualität in den Passagen.
Bereits zum vierten Mal zeigt das Potsdam Museum dort eine Ausstellung.
Hauptausstellung läuft bis Oktober
Die Hauptausstellung „Platz___für Neues? Visionen zum Alten Markt 1945–2025“ ist noch bis zum 25. Oktober 2026 im Potsdam Museum zu sehen.
Historische Pläne, Modelle, Architekturzeichnungen, filmische Interviews und Kunstwerke dokumentieren die städtebaulichen Konzepte und kontroversen Debatten rund um die Entwicklung der Potsdamer Mitte seit 1945.
Parallel wird eine Ausstellung des Pleinair-Malers Christopher Lehmpfuhl gezeigt.
Termine im Überblick
Bahnhofspassagen Potsdam
6. August bis 6. September 2026
Rund um die Uhr kostenfrei zugänglich
Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
26. August bis 25. Oktober 2026
Besuch ab 27. August zu den regulären Öffnungszeiten kostenfrei
Potsdam Museum
Hauptausstellung bis 25. Oktober 2026
Quelle
- Landeshauptstadt Potsdam: Information 340/2026 „Platz___für Neues?: zwei Satelliten-Ausstellungen zum Alten Markt“, 31. Juli 2026.