Panorama

Spezialkräfte sichern verdächtiges Material in einem Wohnhaus

Sprengstofffund in Gera: Hinweisgeber gerät nach Evakuierung selbst unter Verdacht

Ein Hinweis auf mögliches Sprengmaterial hat in Gera einen Großeinsatz ausgelöst. Drei Wohnhäuser wurden vorsorglich geräumt, zehn Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Spezialisten des Landeskriminalamtes fanden in einem Anbau tatsächlich einen verdächtigen Gegenstand und transportierten ihn ab. Inzwischen richtet sich das Ermittlungsverfahren auch gegen den 67-jährigen Mann, der selbst die Polizei verständigt hatte.

Abschied zwischen Kunst, Leerstand und großen Zukunftsplänen

Letzter Tanz im Potsdamer „Kreml“: Warum das Localize-Festival nach 18 Jahren endet

Noch einmal wurde der ehemalige Landtag auf dem Potsdamer Brauhausberg zum Schauplatz für Kunst, Musik und gesellschaftliche Debatten. Nun endet das Localize-Festival – und der veranstaltende Verein löst sich auf. Zurück bleibt die Frage, ob Potsdam künftig noch genügend Freiräume für unabhängige Kultur besitzt.

Großes Stadtfest zwischen Frankfurt und Słubice

Mehr als 100.000 Besucher beim „Bunten Hering“: Was das Stadtfest Frankfurt (Oder) wirklich bringt

Mehr als 100.000 Menschen feierten drei Tage lang beim HanseStadtFest „Bunter Hering“ in Frankfurt (Oder). Konzerte, Kirmes, Gastronomie und deutsch-polnische Begegnungen füllten die Innenstadt. Nach dem erfolgreichen Wochenende bleibt jedoch die entscheidende Frage: Wie viel von der Aufmerksamkeit und den Einnahmen bleibt dauerhaft in der Stadt?

Seltener Fund im Landkreis Teltow-Fläming

Europas größte Fledermaus erstmals in Brandenburg entdeckt

In einem Wald bei Luckenwalde ist erstmals in Brandenburg ein Riesenabendsegler nachgewiesen worden. Das seltene Tier erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 46 Zentimetern und kann in einer einzigen Nacht mehrere Hundert Kilometer zurücklegen. Der Fund begeistert Naturschützer – wirft aber auch die Frage auf, ob sich Europas größte Fledermausart künftig häufiger im Nordosten Deutschlands zeigen könnte.

Ein kleines Grenzdorf wird zum heißesten Ort Deutschlands

41,7 Grad in Coschen: Wie ein Dorf in Brandenburg mit der Rekordhitze lebt

Coschen im Landkreis Oder-Spree hat Wettergeschichte geschrieben. Am 28. Juni wurden dort 41,7 Grad gemessen – der höchste bisher registrierte Tageswert in Deutschland. Für die rund 330 Einwohner ist die Aufmerksamkeit jedoch kein Grund zum Feiern. Das Dorf an der polnischen Grenze erlebt seit Jahren besonders heiße und trockene Sommer. Klimatisierte öffentliche Räume gibt es nicht, Einkaufsmöglichkeiten fehlen und vor allem ältere Menschen sind auf die Hilfe ihrer Nachbarn angewiesen.

Umweltkatastrophe bei Zerbst

Fast eine Tonne tote Fische: Hitzewelle lässt den Gödnitzer See ersticken

Am Gödnitzer See bei Zerbst sind Tausende Fische verendet. Angler und Feuerwehr holten fast 1.000 Kilogramm Kadaver aus dem Wasser. Ursache war akuter Sauerstoffmangel nach der jüngsten Hitzeperiode. Für die verbliebenen Bestände gilt mindestens bis Ende Juli ein Angelverbot. Der Vorfall zeigt, wie schnell kleine Seen und Elbe-Altarme bei hohen Temperaturen an ihre Belastungsgrenze geraten.

Tierische Reise mit tausend offenen Fragen

Katze Nini verschwindet in Nizza – und taucht vier Jahre später in Thüringen wieder auf

Mehr als 1.000 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt ist eine seit vier Jahren vermisste Katze aus Südfrankreich im thüringischen Dermbach entdeckt worden. Ein Mikrochip führte schließlich zu ihrer Familie in Nizza. Wie Nini den langen Weg bis in den Wartburgkreis zurücklegte und wo sie zwischenzeitlich lebte, bleibt ein Rätsel. Für ihre Finderin bedeutet die glückliche Nachricht zugleich einen schmerzhaften Abschied.

Vom Tagebau zum Wasserparadies

Fünf Seen werden eins: In der Lausitz entsteht eine völlig neue Landschaft

Wo über Jahrzehnte Braunkohle gefördert wurde, können Urlauber heute mit dem Boot von See zu See fahren. Seit Ende Juni sind der Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See über Kanäle miteinander verbunden. Der neue Seenverbund steht wie kaum ein anderes Projekt für den Wandel der Lausitz – doch Sicherheit, Wasserqualität und touristische Infrastruktur bleiben Daueraufgaben.

Lebensgefahr an Seen und Flüssen

Neun Menschen in Berlin und Brandenburg ertrunken: Warum gerade junge Männer ihr Leben riskieren

Der heiße Juni hat eine erschreckende Bilanz hinterlassen: In Berlin und Brandenburg kamen innerhalb eines Monats neun Menschen im Wasser ums Leben. Bundesweit registrierte die DLRG 99 Todesfälle – so viele wie seit dem Hitzesommer 2003 nicht mehr in einem Juni. Besonders häufig betroffen sind Männer und Jugendliche. Die Lebensretter warnen vor Selbstüberschätzung, Alkohol und den unsichtbaren Gefahren natürlicher Gewässer.

Sommergefahr in Brandenburg

Feldbrände und höchste Warnstufe: Brandenburgs Feuerwehren kämpfen gegen die Trockenheit

In Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark brannten am Wochenende große Feldflächen. In mehreren Regionen Brandenburgs gilt inzwischen die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Besonders betroffen sind Elbe-Elster, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Frankfurt (Oder). Für Landwirte und freiwillige Feuerwehren beginnt eine gefährliche Phase der Erntesaison.