Ausstellung richtet sich nicht nur an Berufskünstler

Das Format soll Menschen erreichen, die in ihrer Freizeit malen, zeichnen, fotografieren oder auf andere Weise künstlerisch arbeiten.

Viele regionale Kreative präsentieren ihre Werke bisher nur im privaten Umfeld, in Vereinen oder in sozialen Netzwerken. Die Ausstellung gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Arbeiten in einer öffentlichen Kunstinstitution zu zeigen.

Dadurch entsteht ein breiter Einblick in das kreative Schaffen der Stadt und der Mecklenburgischen Seenplatte.

Abgabe ist nur an einem Tag möglich

Die Werke müssen am 10. August zwischen 8 und 18 Uhr in der Kunstsammlung abgegeben werden. Die Ausstellungseröffnung folgt neun Tage später.

Teilnehmer sollten vorab prüfen, welche Formate, Größen und Techniken zugelassen sind und wie die Arbeiten für eine sichere Präsentation vorbereitet werden müssen.

Gerahmte Bilder benötigen belastbare Aufhängungen. Empfindliche oder dreidimensionale Arbeiten müssen so gestaltet sein, dass Besucher und andere Ausstellungsstücke nicht gefährdet werden.

Erstmals werden mehrere Preise vergeben

Am Sonntag, 30. August, sollen um 14 Uhr die drei besten Werke ausgezeichnet werden. Zusätzlich ist ein Publikumspreis für ein Kinderkunstwerk vorgesehen.

Eine Preisvergabe kann die Aufmerksamkeit erhöhen, sollte aber den offenen Charakter der Ausstellung nicht verdrängen. Kunst lässt sich nur begrenzt nach objektiven Kriterien bewerten.

Die Jury sollte deshalb nachvollziehbar erklären, nach welchen Gesichtspunkten sie auswählt. Denkbar sind handwerkliche Qualität, Eigenständigkeit, Ausdruck und der Bezug zur Region.

Ausstellung ist Teil des Vier-Tore-Festes

„MeiN|Bild“ wird in das Programm des Vier-Tore-Festes eingebunden. Am 28. und 29. August sind Kinderangebote, Workshops und Musik rund um die Kunstsammlung vorgesehen.

Dadurch erreicht die Ausstellung auch Menschen, die sonst nur selten eine Galerie oder ein Museum besuchen. Das Stadtfest bringt ein breites Publikum in die Innenstadt und kann Hemmschwellen gegenüber Kunstinstitutionen abbauen.

Regionale Kunst stärkt Identifikation

Kunst aus der eigenen Stadt zeigt häufig Motive und Themen, die professionelle überregionale Ausstellungen nicht abbilden.

Dazu können Stadtansichten, Landschaften, Familiengeschichten, Veränderungen der Wohngebiete oder persönliche Erfahrungen gehören.

Nicht jedes Werk muss unmittelbar Neubrandenburg darstellen. Der regionale Hintergrund der Teilnehmer schafft dennoch eine Verbindung zum Lebensumfeld des Publikums.

Kunstsammlung öffnet sich stärker zur Stadtgesellschaft

Museen und Sammlungen werden häufig als Orte wahrgenommen, an denen ausschließlich etablierte Künstler gezeigt werden. Eine offene Mitmachausstellung verändert diese Rolle.

Die Einrichtung wird zum Treffpunkt für Menschen, die selbst kreativ arbeiten. Gleichzeitig können professionelle Standards bei Auswahl, Hängung und Vermittlung kennengelernt werden.

Wichtig ist, dass die Kunstsammlung transparent mit der begrenzten Ausstellungsfläche umgeht. Sollten mehr Werke eingereicht werden, als gezeigt werden können, müssen die Auswahlregeln vorab feststehen.

Abholung nach der Preisverleihung

Die Werke können am 30. August zwischen 16 und 17 Uhr oder am 31. August zwischen 8 und 18 Uhr abgeholt werden.

Teilnehmer sollten diese Fristen beachten. Die Kunstsammlung kann private Arbeiten nicht unbegrenzt lagern.

Quellen

Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, „MeiN|Bild 2026: Ausstellung in der Kunstsammlung lädt zum Mitmachen ein“, veröffentlicht im Juli 2026

Kunstsammlung Neubrandenburg, Termine und Teilnahmeinformationen zur Ausstellung „MeiN|Bild 2026“

Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, Programm des Vier-Tore-Festes 2026