Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Katzen in Müllsack ausgesetzt: Polizei sucht Zeugen nach schwerer Tierquälerei

Ein grausamer Fund auf einer Wiesenfläche bei Harzgerode beschäftigt das Polizeirevier Harz. Drei Katzen waren in einem blauen Müllsack zurückgelassen worden und konnten sich nicht selbst befreien.

Von Clara Winterfeld | 5. August 2026 | 3 Min. Lesezeit

Zwei der Tiere waren noch am Leben und konnten gerettet werden. Für eine dritte Katze kam jede Hilfe zu spät. In der Nähe des Müllsacks wurden zudem Teile eines weiteren Tieres entdeckt.

Der Landwirt fand den blauen Müllsack bereits am 9. Juli 2026 gegen 11.30 Uhr. Er war auf einer Wiesenfläche an der Mägdesprunger Straße mit dem Wenden von Heu beschäftigt, als ihm der Sack auffiel.

Im Inneren befanden sich drei Katzen. Zwei Tiere lebten noch und wurden in ein Tierheim gebracht. Dort erhielten sie eine tierärztliche Versorgung.

Eine Katze war bereits verendet

Die dritte Katze war zum Zeitpunkt des Fundes bereits tot. In unmittelbarer Nähe des Müllsacks entdeckten die Ermittler außerdem Körperteile einer weiteren Katze.

Nach Einschätzung der Polizei nahmen die Verantwortlichen bewusst in Kauf, dass die Tiere in dem verschlossenen Sack qualvoll verenden. Die Katzen hatten keine Möglichkeit, sich aus eigener Kraft zu befreien.

Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Das Polizeirevier Harz ermittelt wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Die Ermittler hoffen nun auf Beobachtungen aus der Bevölkerung. Wichtig könnten insbesondere Hinweise von Menschen sein, die Anfang Juli im Bereich der Mägdesprunger Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben.

Auch Angaben zur Herkunft der Katzen könnten dazu beitragen, die Verantwortlichen zu ermitteln.

Polizei veröffentlicht Zeugenaufruf

Hinweise nimmt das Polizeirevier Harz in Halberstadt unter der Telefonnummer 03941 674-293 entgegen. Außerdem können Beobachtungen über das elektronische Polizeirevier des Landes Sachsen-Anhalt übermittelt werden.

Die Polizei veröffentlichte den Zeugenaufruf am 5. August 2026. Weshalb zwischen dem Fund und der öffentlichen Suche nach Hinweisen mehrere Wochen lagen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Quellen

Polizeiinspektion Magdeburg, Polizeirevier Harz: „Zeugenaufruf nach Tierquälerei“, Polizeimeldung 232/2026, veröffentlicht am 5. August 2026.