Greifswald. Das Greifswalder Rathaus ist ab sofort eine offizielle „Notinsel“ für Kinder. Wie die Universitäts- und Hansestadt am Dienstag, dem 20. Oktober 2026, mitteilte, können Kinder dort Hilfe suchen, wenn sie sich bedroht fühlen, in Schwierigkeiten geraten oder Unterstützung benötigen. Ein auffälliger Aufkleber am Gebäude macht den neuen Anlaufpunkt sichtbar. Damit beteiligt sich die Stadtverwaltung am bundesweiten Kinderschutzprojekt der Stiftung Hänsel+Gretel.
Hilfe bei Angst, Gefahr und alltäglichen Problemen
Ob ein verlorener Hausschlüssel, ein Sturz auf dem Heimweg oder eine Situation, in der sich ein Kind unwohl fühlt: Das Rathaus steht künftig als verlässliche Anlaufstelle zur Verfügung.
Kinder können sich bei Problemen direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung wenden. Diese leisten vor Ort Unterstützung und verständigen bei Bedarf die Eltern oder weitere Hilfsdienste.
Dabei geht es nicht ausschließlich um akute Gefahren. Auch kleinere Notlagen, in denen Kinder nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, können Anlass sein, eine Notinsel aufzusuchen.
Bereits 50 Notinseln in Greifswald
Mit dem Rathaus erweitert die Stadt ihr bestehendes Netz an sicheren Anlaufstellen.
Nach Angaben der Verwaltung gibt es in Greifswald inzwischen 50 Notinseln. Das Netzwerk wird gemeinsam mit lokalen Partnern der Kriminalprävention kontinuierlich ausgebaut.
Die beteiligten Einrichtungen sind an einem gut sichtbaren Notinsel-Aufkleber zu erkennen. Er signalisiert Kindern, dass sie dort Unterstützung erhalten können.
Bundesweites Projekt für mehr Kindersicherheit
Die Initiative „Notinsel“ wurde von der Stiftung Hänsel+Gretel ins Leben gerufen. Sie verfolgt das Ziel, Kindern im öffentlichen Raum unkomplizierte Hilfe und sichere Anlaufstellen anzubieten.
Mit der Teilnahme des Rathauses setzt die Greifswalder Stadtverwaltung ein weiteres Zeichen für den Kinderschutz.
Für Kinder bedeutet das: Wer in Greifswald unterwegs ist und Hilfe benötigt, kann sich künftig auch direkt an das Rathaus wenden.