Vier engagierte Menschen aus dem Landkreis Spree-Neiße sind für ihre besonderen Verdienste im Brand- und Katastrophenschutz ausgezeichnet worden. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) überreichte die Ehrungen am 9. Oktober 2026 in Klaistow. Zu den Geehrten gehören drei Feuerwehrleute aus Forst, Guben und Drebkau sowie eine langjährige Helferin des Deutschen Roten Kreuzes. Sie alle leisten seit vielen Jahren ehrenamtlich einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung.
Drei Feuerwehrleute erhalten silbernes Ehrenzeichen
Mit dem Ehrenzeichen im Brandschutz in Silber am Bande wurden Hauptbrandinspektor Robert Buder aus Forst (Lausitz), Oberbrandinspektor Nico Hammel aus Guben und der Erste Hauptbrandmeister Gerd Brack aus Drebkau ausgezeichnet.
Die drei Feuerwehrmänner engagieren sich seit Jahrzehnten nicht nur im Einsatzdienst, sondern übernehmen auch Verantwortung in der Ausbildung, Nachwuchsgewinnung und Führung ihrer Feuerwehren.
Der Kreisfeuerwehrverband Spree-Neiße würdigte ihre langjährige Einsatzbereitschaft und ihren besonderen Beitrag zur Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens im Landkreis.
Robert Buder prägt die Feuerwehr in Forst und im Landkreis
Robert Buder gehört seit dem 2. Mai 1997 der Freiwilligen Feuerwehr Forst (Lausitz) an. In fast drei Jahrzehnten hat er zahlreiche Aufgaben übernommen und sich weit über seine Heimatstadt hinaus für die Interessen der Feuerwehren eingesetzt.
Als langjähriger Vorstandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße vertritt er die Belange der Einsatzkräfte gegenüber Politik, Verwaltung und Wirtschaft.
Darüber hinaus ist Buder Mitglied des Führungsstabes des Landkreises und unterstützt die Bewältigung besonderer Einsatzlagen.
Auch in der Ausbildung hat er nachhaltige Spuren hinterlassen. Über viele Jahre war er als Kreisausbilder für Atemschutz und Sprechfunk tätig. Seit 2012 übernahm er zusätzlich Aufgaben in der Kreisjugendfeuerwehr.
Besonders hervorgehoben wurde sein Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz.
Nico Hammel engagiert sich seit 25 Jahren in Guben
Auch Nico Hammel aus Guben kann auf eine lange Feuerwehrlaufbahn zurückblicken.
Seine Tätigkeit begann 2001 in der Jugendfeuerwehr Bresinchen. Bereits 2010 wurde er stellvertretender Stadtjugendwart. Seit 2015 leitet er die Jugendfeuerwehr Guben.
Besonders die Nachwuchsarbeit liegt ihm am Herzen. Viele Jahre engagierte er sich zudem im Kreisfeuerwehrverband für den Bereich Kinder in der Feuerwehr.
Seit 2019 ist Hammel stellvertretender Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Guben. Im Jahr 2026 wurde er für weitere sechs Jahre in diesem Amt bestätigt.
Hinzu kommen seine Aufgaben in der Gefahrstoffeinheit des Landkreises Spree-Neiße sowie als Kreisausbilder für ABC-Einsätze.
Auch im Feuerwehrsport ist Hammel seit Langem aktiv. Nach seiner Zeit als Wettkämpfer übernahm er die Aufgabe eines Wertungsrichters.
Gerd Brack übernimmt Verantwortung in Drebkau
Der ebenfalls ausgezeichnete Gerd Brack begann seine Feuerwehrlaufbahn am 1. Oktober 1998 in der Jugendgruppe der Ortswehr Drebkau/Kausche.
Aus dem damaligen Nachwuchsmitglied wurde ein erfahrener Feuerwehrmann, der seine Leidenschaft für den Brandschutz später auch zum Beruf machte.
Brack ist unter anderem als Maschinist für Drehleiter- und Löschfahrzeuge, Atemschutzgeräteträger sowie in der Brandschutz- und Gefahrstoffeinheit des Landkreises tätig.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Ausbildung neuer Einsatzkräfte. Als Kreisausbilder vermittelt er insbesondere in Truppmann-Lehrgängen grundlegende Kenntnisse für den Feuerwehrdienst.
Seit Juni 2022 ist Brack stellvertretender Ortswehrführer. Im Juli 2025 übernahm er zusätzlich das Amt des stellvertretenden Stadtwehrführers.
Die Auszeichnung würdigt damit nicht nur seine langjährige Einsatzbereitschaft, sondern auch seine Verantwortung für die Ausbildung und Führung der Feuerwehr.
DRK-Helferin Claudia Krause für Katastrophenschutz geehrt
Eine weitere besondere Ehrung erhielt Claudia Krause vom DRK-Kreisverband Forst/Spree-Neiße.
Sie wurde mit dem Ehrenzeichen zur Würdigung von Verdiensten auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes in Silber am Bande ausgezeichnet.
Krause engagiert sich seit 2011 ehrenamtlich im Katastrophenschutz des Deutschen Roten Kreuzes.
Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Verpflegung von Einsatzkräften unter schwierigen Bedingungen. Als ausgebildete Feldköchin sorgt sie dafür, dass Feuerwehrleute und Katastrophenschützer auch bei lang andauernden Einsätzen versorgt werden.
Besonders hervorgehoben wurde ihr Engagement während des Waldbrandes in der Lieberoser Heide im Jahr 2022.
Damals unterstützte Krause die Verpflegungskomponente des Landkreises Spree-Neiße und half dabei, die Versorgung der eingesetzten Kräfte sicherzustellen.
Darüber hinaus ist sie als Ausbilderin für Erste Hilfe tätig und gibt ihre Kenntnisse an neue Helferinnen und Helfer weiter.
Innenminister Redmann würdigt Einsatz für die Gemeinschaft
Bei der Ehrungsveranstaltung in Klaistow dankte Brandenburgs Innenminister Jan Redmann den ausgezeichneten Ehrenamtlichen für ihre langjährige Tätigkeit.
Der Minister hob besonders hervor, dass die Geehrten nicht nur durch einzelne herausragende Leistungen, sondern durch ihre dauerhafte Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft überzeugten.
„Alle Geehrten sind für uns Vorbild – mit ihrem selbstlosen Einsatz zeigen sie, was unser Land immer ausgezeichnet hat: Gemeinsam füreinander einzustehen“, erklärte Redmann.
Sein Dank galt ausdrücklich auch den Familien und Angehörigen der Einsatzkräfte. Sie müssten häufig auf gemeinsame Zeit verzichten, wenn Feuerwehr und Katastrophenschutz zu Einsätzen gerufen werden.
Ehrenamt bleibt unverzichtbar für die Lausitz
Die vier Auszeichnungen verdeutlichen die Bedeutung des Ehrenamtes für den Brand- und Katastrophenschutz in der Lausitz.
Neben der unmittelbaren Gefahrenabwehr übernehmen die Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen zahlreiche weitere Aufgaben. Dazu gehören die Ausbildung neuer Einsatzkräfte, die Nachwuchsgewinnung und die Vorbereitung auf außergewöhnliche Schadenslagen.
Gerade bei Waldbränden, Unwettern und anderen größeren Einsätzen ist der Landkreis Spree-Neiße auf gut ausgebildete und erfahrene Helfer angewiesen.
Mit Robert Buder, Nico Hammel, Gerd Brack und Claudia Krause wurden vier Menschen ausgezeichnet, die sich über viele Jahre hinweg für diese Aufgaben eingesetzt haben.