Das Museum Eberswalde präsentiert sich im Herbst 2026 mit einer neuen Sonderausstellung, frisch gestalteten Räumen und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm. Im historischen Gebäude der Adler-Apotheke können Besucher seit dem 25. September die Ausstellung „Adler-Perspektiven. Erinnern. Entdecken. Weiterdenken.“ erleben. Besonders für Kinder und Familien gibt es neue Mitmachangebote. In den kommenden Wochen stehen außerdem ein Zirkusauftritt, eine Lange Museumsnacht und Veranstaltungen zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte auf dem Programm.

Historische Adler-Apotheke erhält neue Perspektiven

Seit fast drei Jahrzehnten ist die historische Adler-Apotheke im Eberswalder Altstadt-Carrée die Heimat des Stadtmuseums.

Am 14. September 1997 zog das Museum in das aufwendig sanierte Gebäude ein. Damit erhielt eines der bedeutendsten historischen Häuser der Stadt eine dauerhafte kulturelle Nutzung.

Die Adler-Apotheke gilt als ältestes Fachwerkhaus Eberswaldes und ist selbst ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte.

Auch nach fast 30 Jahren wird das Gebäude kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt. Kürzlich erhielten Teile der Fassade einen neuen Farbanstrich.

Im Inneren wurden zusätzliche Bereiche für die Museumsarbeit gestaltet. Besonders das Dachgeschoss spielt bei der neuen Sonderausstellung eine wichtige Rolle.

Dort sind Begegnungsräume entstanden, in denen sich Besucher mit der Geschichte des Gebäudes, der Stadt und des Museums beschäftigen können.

Neue Ausstellung verbindet Vergangenheit und Gegenwart

Die Sonderausstellung „Adler-Perspektiven. Erinnern. Entdecken. Weiterdenken.“ wurde am 25. September 2026 eröffnet.

Sie beschäftigt sich mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Geschichte der Adler-Apotheke und des Museums Eberswalde.

Dabei geht es nicht allein um historische Ereignisse. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit Erinnerungen auseinanderzusetzen und über die Bedeutung des Museums für die Gegenwart und Zukunft nachzudenken.

Der Titel verdeutlicht diesen Ansatz: Geschichte soll nicht nur bewahrt und präsentiert, sondern auch aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.

Die neu gestalteten Begegnungsräume im Dachgeschoss schaffen dafür zusätzliche Möglichkeiten.

Mit der Ausstellung verfolgt das Museum das Ziel, Besucher stärker an der Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte zu beteiligen.

Kinder werden zu Museumsdetektiven

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf neuen Angeboten für junge Besucher.

Mit einem eigens entwickelten Wimmelbild möchte das Museum erklären, welche Aufgaben eine solche Einrichtung übernimmt.

Dazu gehören das Sammeln historischer Gegenstände, die fachgerechte Bewahrung, die wissenschaftliche Erforschung sowie die Präsentation und Vermittlung von Geschichte.

Das Wimmelbild zeigt anhand unterschiedlicher Szenen, wie Objekte und Geschichten ihren Weg in eine Ausstellung finden.

Für die Herbstferien stehen außerdem mehrere neue Aktionskarten bereit.

Mit der „Entdeckerkarte“ können Kinder selbstständig durch das Museum gehen und interessante Einzelheiten aufspüren.

Eine „Schatzsuche“ führt spielerisch durch die Ausstellung. Beim Angebot „Museumsdetektive“ können junge Besucher historische Spuren verfolgen und das Museum auf eigene Faust erkunden.

Die Angebote richten sich auch an Familien, die ihren Museumsbesuch gemeinsam gestalten möchten.

Zirkus verwandelt Museumsgarten in eine Bühne

Bereits am Mittwoch, dem 14. Oktober, erwartet die Besucher eine besondere Veranstaltung.

Um 16 Uhr wird der Museumsgarten zur Zirkusbühne.

Der Zirkus „Hand in Hand“ präsentiert eine Aufführung, die Artistik, Zauberei, Tanz und Schauspiel miteinander verbindet.

Damit erweitert das Museum sein Veranstaltungsprogramm um ein Angebot, das über klassische Ausstellungen und historische Führungen hinausgeht.

Die Aufführung soll insbesondere Familien und jüngere Besucher ansprechen und den Museumsgarten als kulturellen Veranstaltungsort erlebbar machen.

Beratung zur DDR-Staatssicherheit im November

Ein weiterer Programmpunkt beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.

Am Dienstag, dem 3. November 2026, bietet das Team der Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten zwischen 14 und 18 Uhr Beratungen im Museum an.

Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, Einsicht in Unterlagen der ehemaligen DDR-Staatssicherheit zu nehmen.

Darüber hinaus können sich Interessierte über die Aufarbeitung von Verletzungen der Freiheits- und Bürgerrechte während der DDR-Zeit informieren.

Das Beratungsangebot richtet sich insbesondere an Menschen, die sich mit ihrer persönlichen Geschichte und möglichen staatlichen Überwachungsmaßnahmen auseinandersetzen möchten.

Für die Gespräche müssen vorab Termine vereinbart werden.

Anmeldungen sind telefonisch unter 0331 23729217 oder per E-Mail an [buergerberatung@lakd.brandenburg.de](mailto:buergerberatung@lakd.brandenburg.de) möglich.

Lange Museumsnacht mit Taschenlampenführungen

Am Freitag, dem 13. November, beteiligt sich das Museum Eberswalde mit einer Langen Museumsnacht am kulturellen Veranstaltungsprogramm der Stadt.

Von 18 bis 22 Uhr können Besucher das historische Gebäude außerhalb der regulären Öffnungszeiten erkunden.

Geplant sind unter anderem Taschenlampenführungen, verschiedene Mitmachangebote und Rundgänge durch die Ausstellungen.

Die besondere Atmosphäre eines Museumsbesuchs am Abend soll neue Einblicke in die Sammlungen und Räume ermöglichen.

Gerade Taschenlampenführungen bieten die Gelegenheit, bekannte Ausstellungsstücke aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu betrachten.

Kreativworkshop mit Künstlerin Christiane Bergelt

Auch im Dezember setzt das Museum sein Veranstaltungsprogramm fort.

Am Mittwoch, dem 2. Dezember, lädt die Künstlerin Christiane Bergelt um 16 Uhr zu einem Stempelworkshop ein.

Im Mittelpunkt stehen das kreative Gestalten und Experimentieren mit unterschiedlichen Formen und Motiven.

Unter anderem kommt dabei Knetmasse zum Einsatz, mit der eigene gestalterische Ideen entwickelt werden können.

Der Workshop ergänzt die historischen Ausstellungen um ein künstlerisches Mitmachangebot.

Damit möchte das Museum auch Menschen ansprechen, die sich auf praktische und kreative Weise mit kulturellen Themen beschäftigen möchten.

Jugendliche sollen Museum der Zukunft mitgestalten

Ein weiterer Termin richtet sich ausdrücklich an junge Menschen.

Am Mittwoch, dem 9. Dezember, findet um 16 Uhr ein sogenannter „Youth Talk“ statt.

Eingeladen sind Jugendliche ab zwölf Jahren, die ihre Vorstellungen und Wünsche zur zukünftigen Museumsarbeit einbringen möchten.

Dabei geht es um Fragen wie: Welche Themen interessieren junge Menschen? Wie möchten sie Geschichte entdecken? Und welche Angebote könnte ein Museum entwickeln, um für Jugendliche attraktiver zu werden?

Gemeinsam mit dem Museumsteam sollen die Teilnehmer über neue Ideen diskutieren.

Die Veranstaltung ist Teil des Ansatzes, das Museum nicht ausschließlich als Ort der Bewahrung historischer Objekte zu verstehen, sondern auch als Raum für Begegnung und gesellschaftlichen Austausch.

Museum will Geschichte für neue Zielgruppen öffnen

Mit der neuen Ausstellung und dem erweiterten Veranstaltungsprogramm setzt das Museum Eberswalde verstärkt auf unterschiedliche Zugänge zur Stadtgeschichte.

Neben der klassischen Präsentation historischer Gegenstände stehen Mitmachangebote, persönliche Begegnungen und kreative Veranstaltungen im Mittelpunkt.

Besonders Kinder, Familien und Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, das Museum selbstständig zu erkunden und eigene Fragen einzubringen.

Zugleich bleiben historische und gesellschaftliche Themen ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Die Verbindung aus Stadtgeschichte, DDR-Aufarbeitung, künstlerischen Angeboten und neuen Beteiligungsformaten zeigt, wie das Museum seine Rolle als kultureller Treffpunkt weiterentwickeln möchte.

Knapp 30 Jahre nach dem Einzug in die historische Adler-Apotheke präsentiert sich das Museum Eberswalde damit als ein Ort, an dem Vergangenheit bewahrt, Gegenwart diskutiert und Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann.