Daniel Hope und das Zürcher Kammerorchester gastieren am Mittwoch, 9. September, in der Demminer St.-Bartholomaei-Kirche. Das Konzert beginnt um 19 Uhr und verbindet Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit Max Richters Bearbeitung, die das berühmte Werk aus heutiger Perspektive neu zusammensetzt.
Das Programm stellt Original und Neubearbeitung direkt nebeneinander. Zunächst erklingen Antonio Vivaldis vier Violinkonzerte aus dem Opus 8, die Frühling, Sommer, Herbst und Winter musikalisch zeichnen. Anschließend folgt „Recomposed: Vivaldi – The Four Seasons“ für Violine und Orchester. Max Richter greift darin Motive des barocken Zyklus auf, löst sie aus vertrauten Abläufen und formt daraus ein eigenständiges zeitgenössisches Werk.
Zwei Perspektiven auf ein Werk
Für das Publikum entsteht ein unmittelbarer Vergleich. Wiederkehrende Figuren und Melodien bleiben erkennbar, verändern aber Klang, Gewicht und Wirkung. Gerade diese Gegenüberstellung macht das Programm auch für Hörer interessant, die Vivaldis Musik gut kennen. Wer mit klassischer Musik weniger vertraut ist, erhält über die deutlichen Motive einen zugänglichen Einstieg.
Daniel Hope übernimmt den Violinpart und arbeitet seit Jahren eng mit dem Zürcher Kammerorchester zusammen. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern führen ihn als früheren Preisträger in Residence und Ensemblepreisträger. Für den Demminer Abend ist die Besetzung mit Hope und dem Kammerorchester ausdrücklich bestätigt.
St. Bartholomaei wird Festspielort
Die Kirche am Kirchplatz 7 bildet den architektonischen Rahmen des Konzerts. Sakralräume prägen durch Höhe, Material und Nachhall das Hörerlebnis auf besondere Weise. Zugleich müssen Besucher die örtlichen Bedingungen beachten: Der Veranstalter kennzeichnet den Konzertort als nicht rollstuhlgerecht und stellt gesonderte Hinweise zur Barrierefreiheit bereit.
Ein Getränkeservice ist angekündigt. Die Karten kosten je nach Preiskategorie 65, 55 oder 45 Euro. Da Platzangebot und Zugänglichkeit begrenzt sein können, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung und die Prüfung aktueller Reiseinformationen. Das Konzert gehört zum Programm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.
Musikalisch lebt der Abend vom Wechsel zwischen barocker Form und moderner Wiederholungstechnik. Vivaldis Solovioline tritt in einen lebhaften Dialog mit den Streichern; Richters Fassung reduziert, verschiebt und überlagert bekannte Bausteine. Dadurch können vertraute Passagen plötzlich fremd wirken, ohne ihren Ursprung zu verlieren. Der direkte Programmvergleich verlangt konzentriertes Hören, bietet aber einen klaren roten Faden. Besucher sollten wegen des Konzertbeginns um 19 Uhr ausreichend Zeit für Anreise, Einlass und Platzsuche einplanen. Hinweise des Veranstalters zu Taschen, Garderobe und Fotografieren sind vor Ort maßgeblich.
Quellen
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: „Vivaldi recomposed – Daniel Hope & das Zürcher Kammerorchester“; Daniel Hope: „Performances“