Sportlich hat Energie Cottbus die Rückkehr geschafft. Hinter den Kulissen beginnt für den Lausitzer Traditionsverein jedoch ein Wettlauf, bei dem andere Zweitligisten über Jahre einen erheblichen Vorsprung aufgebaut haben. Präsident Sebastian Lemke spricht zum Saisonstart von zwölf Jahren Entwicklung, die der Verein verpasst habe.
Nach zwölf Spielzeiten außerhalb der 2. Bundesliga trifft Energie nun auf Vereine, deren wirtschaftliche und infrastrukturelle Möglichkeiten teilweise deutlich größer sind.
Besonders sichtbar wird das im LEAG Energie Stadion.
Stadion bleibt eine Daueraufgabe
Das Stadion wurde für den Zweitliga-Spielbetrieb bereits angepasst. Brandenburg hatte dem Verein im Mai einen Zuwendungsbescheid über 1,67 Millionen Euro übergeben. Insgesamt waren zwei Millionen Euro Unterstützung zugesagt worden.
Trotz dieser Investitionen sieht Lemke weitere Defizite. Dazu zählen unter anderem fehlende Logen und begrenzte Möglichkeiten im VIP-Bereich.
Auch bei den Trainingsbedingungen besteht aus Sicht der Vereinsführung Nachholbedarf.
Energie startet mit kleinem Etat
Finanziell gehört Cottbus zu den Außenseitern der neuen Zweitliga-Saison. Lemke geht davon aus, dass der Aufsteiger über den kleinsten Etat der Liga verfügt.
An der sportlichen Grundidee soll sich deshalb nichts ändern. Energie möchte weiterhin offensiv und mutig auftreten.
Die Rückkehr in die 2. Bundesliga sorgt gleichzeitig für große Aufmerksamkeit in der gesamten Lausitz. Für den Verein beginnt damit nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich und infrastrukturell ein neues Kapitel.
Quellen
dpa – 9. August 2026 rbb – Aussagen von Energie-Präsident Sebastian Lemke Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg