Pankow zeigt Berlin zwischen königlicher Geschichte und lebendiger Kiezkultur. Gäste finden Schlösser, Parks, Seen und kreative Viertel, während sich der Bezirk vom Prenzlauer Berg bis weit in den grünen Norden erstreckt.

Schloss Schönhausen erzählt Berliner Geschichte

Schloss Schönhausen gehört zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten in Berlin-Pankow. Das barocke Schloss diente einst Königin Elisabeth Christine als Sommerresidenz, später wurde es zum Amtssitz des ersten DDR-Präsidenten und zum Gästehaus der DDR-Regierung.

Heute führt die Ausstellung durch unterschiedliche politische Epochen des Hauses. Seit 2026 widmet sich eine neue Präsentation außerdem der Rolle von Schloss Schönhausen während der nationalsozialistischen Aktion gegen sogenannte „Entartete Kunst“.

Für Besucher ist das Schloss von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der angrenzende Schlosspark bietet sich anschließend für einen Spaziergang an.

Bürgerpark Pankow ist eine grüne Überraschung

Nur wenige Kilometer entfernt liegt der rund zwölf Hektar große Bürgerpark Pankow. Alte Bäume, Rosengarten, Skulpturen und ein Ziegengehege machen die Anlage zu einem beliebten Ausflugsziel.

Der Park entstand 1856 zunächst als Privatbesitz und gehört seit 1907 der öffentlichen Hand. Besonders markant ist das historische Eingangstor an der Wilhelm-Kuhr-Straße.

Schloss Schönhausen und Bürgerpark lassen sich gut miteinander verbinden. Wer Pankow ruhiger kennenlernen möchte, findet hier eine völlig andere Seite Berlins als rund um Alexanderplatz oder Brandenburger Tor.

Mauerpark zeigt sonntags Berliner Lebensgefühl

Im Prenzlauer Berg wird Pankow deutlich urbaner. Der Mauerpark liegt auf einem Teil des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Ost- und West-Berlin und verbindet heute Erinnerungsort, Grünfläche und Treffpunkt.

Gerade am heutigen Sonntag, 16. August 2026, lohnt sich ein Besuch. Der bekannte Flohmarkt öffnet sonntags von 10 bis 18 Uhr und bietet unter anderem Mode, Design, Schallplatten, Schmuck, Essen und Getränke.

Der Mauerpark gehört damit zu den besten Zielen für Gäste, die nicht nur Sehenswürdigkeiten fotografieren möchten. Straßenmusik, Grünflächen und das Publikum vermitteln einen unmittelbaren Eindruck vom heutigen Berliner Stadtleben.

KulturBrauerei bringt Geschichte und Kultur zusammen

Nur wenige Gehminuten vom Mauerpark entfernt liegt die KulturBrauerei an der Schönhauser Allee. Das historische Brauereigelände beherbergt heute Kultur-, Veranstaltungs- und Freizeitangebote und gehört zu den wichtigsten Zielen im Prenzlauer Berg.

Auf dem Gelände befindet sich außerdem eine Tourist Information. Sie ist regulär täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet und bietet Stadtpläne, Informationen zum Bezirk sowie Unterstützung bei der Planung weiterer Berlin-Besuche.

Mauerpark und KulturBrauerei eignen sich deshalb besonders gut für den zweiten Teil eines Pankow-Tages.

Weißer See bringt Erholung mitten in die Stadt

Wer Natur sucht, sollte einen Abstecher nach Weißensee einplanen. Der Weiße See wird von einer Parkanlage mit Wiesen und alten Bäumen umgeben und besitzt mit dem Strandbad einen beliebten sommerlichen Anlaufpunkt.

Pankow vereint damit ungewöhnlich unterschiedliche Berlin-Erlebnisse. Schloss Schönhausen und Bürgerpark stehen für Geschichte und Ruhe, Mauerpark und Prenzlauer Berg für urbanes Leben, der Weiße See für Erholung.

Für Gäste und Touristen lohnt sich deshalb ein ganzer Tag im Bezirk. Wer Berlin abseits der klassischen Innenstadtziele entdecken möchte, findet in Pankow historische Bauwerke, bekannte Kieze und überraschend viel Grün auf einer einzigen Tour.

Quelle: visitBerlin; Bezirksamt Pankow von Berlin; Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg; KulturBrauerei