Die Landeshauptstadt Potsdam hat die Baugenehmigung für die Sanierung des Lottenhofs erhalten. Das Gebäudeensemble soll zu einem Nachbarschafts- und Begegnungshaus entwickelt werden. Der eigentliche Baubeginn ist für September 2026 vorgesehen.
Mit der Genehmigung ist nach Angaben der Stadt eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung des Vorhabens und den Abruf weiterer Fördermittel erfüllt. Aktuell werden unter anderem Leistungen für die Baustelleneinrichtung, die Entkernung und die Dachsanierung vergeben.
Sanierung geht in entscheidende Phase
Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, bezeichnete die Baugenehmigung als wichtigen Meilenstein.
„Mit der Erteilung der Baugenehmigung geht die Sanierung nun in die entscheidende Phase.“
Bereits in den vergangenen Monaten seien auf dem Gelände Vorbereitungen sichtbar gewesen. Nun könne der Baubeginn gemeinsam mit den beteiligten Partnern konkret vorbereitet werden.
Bund beteiligt sich mit rund zwei Millionen Euro
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert. Der Bund beteiligt sich mit rund zwei Millionen Euro an dem Vorhaben.
Gregor Jekel, Fachbereichsleiter für Wohnen, Arbeit und Integration sowie Vorsitzender des Beirats Lottenhof, betonte, dass es bei dem Projekt um mehr als die Sanierung eines einzelnen Gebäudes gehe.
Der Lottenhof soll als Beispiel dafür dienen, wie Verwaltung, Zivilgesellschaft und lokale Initiativen gemeinsam ein historisches Gebäudeensemble weiterentwickeln können.
Kleinod der DDR-Ostmoderne
Die Stadt bezeichnet den Lottenhof als besonderes Zeugnis der DDR-Ostmoderne. Das Ensemble liegt am Eingang zum Potsdamer Weltkulturerbe und soll künftig einen zeitgemäßen sozialen und kulturellen Zweck erfüllen.
Vorgesehen ist ein Nachbarschaftshaus, das Raum für Begegnungen, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten bietet. Das Angebot soll dabei nicht nur den umliegenden Stadtteil, sondern auch weitere Teile Potsdams erreichen.
Ehrenamtliche und Nachbarschaft lange beteiligt
An der Entwicklung des Projekts haben sich nach Angaben der Stadt zahlreiche Akteure und Ehrenamtliche aus der Nachbarschaft beteiligt.
Initiator und künftiger Nutzer ist das Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e.V. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten stellt als Grundstückseigentümerin über einen Erbbaurechtsvertrag die Grundlage für die Sanierung und spätere Nutzung zur Verfügung.
Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und der Projektpartner begleiten das Vorhaben in einem eigens eingerichteten Beirat.
ProPotsdam steuert Planung und Bau
Die Federführung liegt beim Bereich Sozial-kulturelle Stadtteilarbeit der Landeshauptstadt Potsdam.
Die ProPotsdam GmbH übernimmt die Projektsteuerung für die planerische und bauliche Umsetzung. Dazu gehören insbesondere die Beauftragung und Koordinierung der beteiligten Planungsbüros.
Mit dem geplanten Baubeginn im September soll die lange vorbereitete Umgestaltung des Lottenhofs nun sichtbar vorankommen.
Quelle
- Landeshauptstadt Potsdam: Information 341/2026 „Baugenehmigung für den Lottenhof erteilt“, 31. Juli 2026.