Wenn am Samstag, 24. Oktober 2026, die Dunkelheit über Gotha hereinbricht, öffnen sich im Schloss Friedenstein und im Herzoglichen Museum die Türen für einen besonderen Kulturabend. Die Friedenstein Stiftung Gotha veranstaltet zum 20. Mal ihre Museumsnacht. Besucher können historische Sammlungen entdecken, an Führungen und Workshops teilnehmen und Einblicke in die Forschungsbibliothek Gotha erhalten. Bereits um 18 Uhr beginnt das Programm mit einem Lampionumzug von der Orangerie zum Schloss.

Zum 20. Mal lädt Gotha zur Museumsnacht

Die Jubiläumsausgabe der Gothaer Museumsnacht steht unter dem Zeichen von Geschichte, Kunst und Natur.

Am Samstagabend können Besucher mehrere bedeutende kulturelle Einrichtungen der Stadt erkunden.

Beteiligt sind Schloss Friedenstein, das Herzogliche Museum und die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt.

Ab 19 Uhr öffnen die Einrichtungen ihre Türen für das Abendprogramm.

Die Veranstalter versprechen besondere Einblicke und Geschichten, die über einen gewöhnlichen Museumsbesuch hinausgehen.

Neben Führungen sind verschiedene Workshops vorgesehen, bei denen Besucher die Arbeit der Museen aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen können.

Die 20. Ausgabe unterstreicht zugleich, welchen festen Platz die Museumsnacht inzwischen im Gothaer Kulturkalender besitzt.

Lampionumzug eröffnet den Abend

Der Auftakt richtet sich insbesondere an Familien.

Bereits um 18 Uhr beginnt ein Lampionumzug von der Gothaer Orangerie hinauf zum Schloss Friedenstein.

Damit wird der Weg zwischen zwei bekannten historischen Orten der Stadt selbst zum Bestandteil der Veranstaltung.

Gerade für Kinder soll der gemeinsame Weg mit den beleuchteten Lampions einen besonderen Einstieg in den Museumsabend ermöglichen.

Anschließend können Familien und andere Besucher die Ausstellungen und Sammlungen erkunden.

Für Kinder unter 13 Jahren ist der Eintritt zur Museumsnacht kostenlos.

Schloss Friedenstein als Mittelpunkt

Schloss Friedenstein gehört zu den bedeutendsten historischen Schlossanlagen Thüringens.

Der barocke Bau entstand im 17. Jahrhundert und war über lange Zeit Residenz der Herzöge von Sachsen-Gotha.

Heute beherbergt die Anlage wichtige museale Sammlungen und kulturelle Einrichtungen.

Ihre Bedeutung reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Besonders die Verbindung von Kunstsammlungen, historischen Räumen, wissenschaftlichen Beständen und höfischer Geschichte macht Friedenstein zu einem außergewöhnlichen Ort.

Bei der Museumsnacht steht deshalb nicht nur die Präsentation einzelner Exponate im Mittelpunkt.

Besucher erhalten die Gelegenheit, die Geschichte der Sammlungen und die Arbeit der beteiligten Einrichtungen besser kennenzulernen.

Forschungsbibliothek öffnet historische Schauräume

Ein besonderer Programmpunkt sind die Führungen durch die historischen Schauräume der Forschungsbibliothek Gotha.

Diese befindet sich im Schloss Friedenstein und gehört zur Universität Erfurt.

Die Führungen beginnen um 20, 21 und 22 Uhr.

Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 25 Personen begrenzt.

Kostenfreie Eintrittskarten für diese Führungen sind am Info-Point erhältlich.

Die begrenzte Gruppengröße soll einen näheren Einblick in die Räume und ihre Geschichte ermöglichen.

Die Forschungsbibliothek zählt zu den wichtigen Einrichtungen für die Erforschung historischer Buch- und Handschriftenbestände.

Sie bewahrt umfangreiche Sammlungen, die für die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte von Bedeutung sind.

Gerade die historischen Schauräume verdeutlichen, welche Rolle das Sammeln, Bewahren und Vermitteln von Wissen am Gothaer Hof spielte.

Auch das Herzogliche Museum beteiligt sich

Neben dem Schloss und der Forschungsbibliothek ist das Herzogliche Museum Bestandteil der Museumsnacht.

Das Gebäude liegt in der historischen Kulturlandschaft Gothas und beherbergt bedeutende Kunstsammlungen.

Das Programm soll Besuchern verschiedene Perspektiven auf die museale Arbeit eröffnen.

Dazu gehören die Beschäftigung mit historischen Kunstwerken, naturkundlichen Objekten und der Geschichte der Sammlungen.

Die Veranstalter setzen dabei bewusst auf unterschiedliche Vermittlungsformen.

Neben klassischen Führungen sollen Workshops dazu beitragen, die Themen auch für Menschen zugänglich zu machen, die Museen sonst seltener besuchen.

Für die Friedenstein Stiftung ist die Museumsnacht damit zugleich eine Gelegenheit, ihre Einrichtungen einem breiten Publikum vorzustellen.

Tag der Bibliotheken fällt mit Museumsnacht zusammen

Der 24. Oktober besitzt in Deutschland auch eine besondere Bedeutung für Bibliotheken.

Seit 1995 wird an diesem Datum der Tag der Bibliotheken begangen.

Die Gothaer Museumsnacht verbindet diesen Anlass mit dem kulturellen Abendprogramm.

Durch die Beteiligung der Forschungsbibliothek wird sichtbar, dass Bibliotheken nicht ausschließlich Orte zum Ausleihen von Büchern sind.

Gerade historische Forschungsbibliotheken übernehmen wichtige Aufgaben beim Erhalt schriftlicher Überlieferungen.

Sie bewahren Handschriften, Drucke und andere Dokumente, die für wissenschaftliche Untersuchungen von Bedeutung sind.

Ihre Arbeit umfasst neben der Erschließung auch die langfristige Sicherung und teilweise Digitalisierung solcher Bestände.

Die Führungen am Samstagabend geben Besuchern die Möglichkeit, diesen besonderen Bereich der Gothaer Kulturlandschaft kennenzulernen.

Gothas kulturelles Erbe reicht weit über Thüringen hinaus

Gotha war über Jahrhunderte ein bedeutender Residenz- und Wissenschaftsstandort.

Die höfischen Sammlungen und die wissenschaftlichen Einrichtungen entwickelten sich zu einem wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens.

Schloss Friedenstein und die umgebenden Museen erinnern bis heute an diese Geschichte.

Die Stadt verfügt damit über eine außergewöhnliche Dichte historischer Einrichtungen.

Für Besucher ist dies auch deshalb interessant, weil sich verschiedene Sammlungen und Gebäude auf vergleichsweise engem Raum befinden.

Die Museumsnacht macht diese Verbindung besonders sichtbar.

Sie ermöglicht einen Abend, an dem Kunst, Geschichte und wissenschaftliche Überlieferung gemeinsam erlebt werden können.

Was kostet die 20. Museumsnacht?

Die Museumsnacht findet am Samstag, 24. Oktober 2026, statt.

Der Lampionumzug beginnt um 18 Uhr an der Orangerie.

Ab 19 Uhr öffnen die beteiligten Einrichtungen für das abendliche Museumsprogramm. Der Veranstaltungszeitraum reicht bis 23 Uhr.

Der reguläre Eintritt beträgt zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro.

Kinder unter 13 Jahren erhalten freien Eintritt.

Ebenfalls kostenlos teilnehmen können Mitglieder bestimmter Fördervereine sowie Inhaber entsprechender Jahreskarten.

Die besonderen Führungen in der Forschungsbibliothek sind aufgrund der begrenzten Plätze nur mit einer zusätzlichen kostenfreien Eintrittskarte möglich.

Jubiläum zwischen Geschichte und Gegenwart

Mit ihrer 20. Ausgabe verbindet die Gothaer Museumsnacht ein kulturelles Jubiläum mit neuen Begegnungen zwischen Besuchern und historischen Sammlungen.

Das Programm zeigt, dass Museen weit mehr sind als Ausstellungsräume.

Sie bewahren Geschichte, ermöglichen Forschung und vermitteln Wissen über frühere Lebenswelten.

Für die Friedenstein Stiftung und die Forschungsbibliothek ist der Abend zugleich eine Möglichkeit, ihre Arbeit einem größeren Publikum vorzustellen.

Mit Lampionumzug, besonderen Führungen und Workshops bietet Gotha am Samstag einen Kulturabend, der den historischen Schlossbereich auf ungewöhnliche Weise erlebbar machen soll.