Die Freiwillige Feuerwehr Calau hat ihren Fuhrpark umfassend modernisiert. Bei einer feierlichen Veranstaltung am 21. Oktober 2026 wurden gleich drei neue Einsatzfahrzeuge offiziell übergeben. Die Anschaffungs- beziehungsweise Leasingkosten belaufen sich zusammen auf rund 1,37 Millionen Euro. Damit sinkt das durchschnittliche Fahrzeugalter der Ortswehr von bisher 19,6 auf nur noch 8,2 Jahre. Bürgermeister Marco Babenz sieht darin einen wichtigen Schritt zur langfristigen Sicherung des Brandschutzes.

Drei neue Fahrzeuge für die Ortswehr Calau

Vor dem Feuerwehrgerätehaus in der Buckower Straße herrschte am Mittwoch feierliche Stimmung. Rund 50 Kameradinnen und Kameraden der Calauer Ortswehr waren angetreten, um die offizielle Übergabe der neuen Fahrzeuge mitzuerleben.

Neben Vertretern der Stadtwehrführung und weiterer Ortswehren nahmen auch Bürgermeister Marco Babenz und Brandenburgs Innenstaatssekretär Uwe Schüler an der Veranstaltung teil.

Gleich drei Fahrzeuge wurden an diesem Tag symbolisch übergeben: ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20, ein Kommandowagen und ein neuer Rüstwagen.

Die Neuanschaffungen sind Bestandteil des kommunalen Gefahrenabwehrbedarfsplans und sollen die Feuerwehr besser auf unterschiedliche Einsatzlagen vorbereiten.

Fahrzeugalter sinkt von 19,6 auf 8,2 Jahre

Bürgermeister Marco Babenz bezeichnete die Übergabe als wichtigen Meilenstein für den Brandschutz in Calau.

„Wann kann man schon mal drei Feuerwehrfahrzeuge auf einmal übergeben?“, fragte er während seiner Ansprache.

Die Stadt setze damit gemeinsam mit der Feuerwehrführung den eingeschlagenen Weg zur Modernisierung der technischen Ausstattung fort.

Besonders deutlich wird die Veränderung beim durchschnittlichen Alter der Einsatzfahrzeuge.

Vor den Neuanschaffungen lag dieses bei 19,6 Jahren. Durch die Modernisierung sinkt der Wert auf 8,2 Jahre.

Die Zeiten, in denen die Calauer Feuerwehr gelegentlich scherzhaft als „Museums-Fuhrpark“ bezeichnet wurde, seien damit endgültig vorbei, erklärte Babenz.

Mit der neuen Ausstattung sieht der Bürgermeister die Ortswehr auch im Vergleich mit anderen Feuerwehren des Landkreises gut aufgestellt.

Neues Löschfahrzeug kostet 630.000 Euro

Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 übernimmt künftig eine zentrale Rolle bei Einsätzen der Ortswehr Calau.

Es ist sowohl für die Brandbekämpfung als auch für technische Hilfeleistungen ausgerüstet.

Das Fahrzeug kann bis zu neun Feuerwehrleute transportieren und verfügt über umfangreiche Ausrüstung für unterschiedliche Einsatzsituationen.

Damit eignet es sich beispielsweise für Wohnungsbrände, Verkehrsunfälle und weitere technische Hilfeleistungen.

Die Gesamtkosten betragen 630.000 Euro.

Finanziert wurde das Fahrzeug vollständig aus Eigenmitteln der Stadt Calau.

Es ersetzt das bisherige Löschgruppenfahrzeug LF 16/12, das allerdings nicht aus dem Feuerwehrdienst ausscheidet, sondern künftig bei einer anderen Calauer Ortswehr eingesetzt werden soll.

Rüstwagen für größere Schadenslagen angeschafft

Die teuerste Neuanschaffung ist der Rüstwagen mit einem Gesamtwert von rund 663.000 Euro.

Das Fahrzeug wird vor allem für anspruchsvolle technische Hilfeleistungen benötigt.

Aufgrund seiner umfangreichen Spezialausrüstung kann der Rüstwagen bei größeren Schadenslagen eingesetzt werden.

Dazu gehören beispielsweise schwere Verkehrsunfälle, technische Rettungseinsätze oder Situationen, in denen besondere Geräte benötigt werden.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung gewinnt die Ortswehr Calau damit auch über die Stadtgrenzen hinaus an Bedeutung für den Brand- und Katastrophenschutz.

Der neue Rüstwagen wurde teilweise mit Fördermitteln des Landes Brandenburg finanziert.

Rund 328.000 Euro stammen aus einem Landesförderprogramm für Brandschutz, Hilfeleistung und integrierte Regionalleitstellen.

Den verbleibenden Eigenanteil übernahm die Stadt Calau.

Brandenburgs Innenstaatssekretär würdigt Ehrenamtliche

Zur offiziellen Schlüsselübergabe des Rüstwagens war Brandenburgs Innenstaatssekretär Uwe Schüler nach Calau gekommen.

Er würdigte insbesondere das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute.

„Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Calau, aber auch im ganzen Land Brandenburg, leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen unverzichtbaren Beitrag für unser Gemeinwesen“, erklärte Schüler.

Eine moderne technische Ausstattung sei notwendig, damit Einsatzkräfte ihre Aufgaben wirksam und möglichst sicher erfüllen könnten.

Die Investition in den neuen Rüstwagen verbessere deshalb nicht nur die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr, sondern komme auch der Bevölkerung zugute.

Schüler betonte zudem die Bedeutung einer verlässlichen Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg, den Kommunen und den Feuerwehren.

Neuer Kommandowagen für schnelle Einsatzführung

Als drittes Fahrzeug erhielt die Ortswehr einen neuen Kommandowagen.

Er dient insbesondere der Einsatzführung und Erkundung.

Mit ihm können Führungskräfte schnell zu Einsatzorten gelangen, erste Informationen über die Lage gewinnen und weitere Maßnahmen koordinieren.

Der neue Kommandowagen soll flexibel für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt werden.

Es handelt sich um ein Leasingfahrzeug mit angegebenen Gesamtkosten von etwa 76.000 Euro.

Die Finanzierung übernimmt vollständig die Stadt Calau.

Damit sind nun auch die Führungskräfte der Feuerwehr mit einem moderneren Fahrzeug ausgestattet.

Alte Fahrzeuge werden versteigert oder weiterverwendet

Mit der Modernisierung verändert sich auch der bisherige Fahrzeugbestand.

Der alte Rüstwagen, ein Unimog aus dem Baujahr 1990, wird über das Onlineportal Zoll-Auktion versteigert.

Auch der bisher als Kommandowagen genutzte Mitsubishi Pajero aus dem Baujahr 1994 soll in Kürze zum Verkauf angeboten werden.

Das bisherige Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 wird dagegen weiterhin innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Calau eingesetzt.

Es soll künftig bei einer anderen Ortswehr stationiert werden.

Damit bleibt ein Teil der bisherigen Technik weiterhin für Einsätze verfügbar.

Stadt plant weitere vier Millionen Euro für den Brandschutz

Die Übergabe der drei Fahrzeuge ist nicht das Ende der Investitionen.

Nach Angaben von Bürgermeister Marco Babenz plant die Stadt Calau in den kommenden vier Jahren weitere Ausgaben von rund vier Millionen Euro für den Brandschutz.

Das Geld soll unter anderem in zusätzliche Fahrzeuge, Gebäude und technische Ausstattung fließen.

Hinzu kommen etwa 2,4 Millionen Euro für laufende Kosten.

Dazu zählen die Unterhaltung von Feuerwehrgebäuden und Fahrzeugen, Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sowie die Beschaffung von Ausrüstung und Schutzkleidung.

Die Stadtverwaltung macht damit deutlich, dass die Modernisierung der Feuerwehr langfristig fortgesetzt werden soll.

Moderne Technik soll Sicherheit langfristig verbessern

Für die Freiwillige Feuerwehr Calau bedeutet die neue Fahrzeugflotte eine erhebliche Verbesserung ihrer technischen Möglichkeiten.

Das modernisierte Löschfahrzeug, der vielseitige Kommandowagen und der leistungsfähige Rüstwagen ergänzen sich bei der Bewältigung unterschiedlicher Einsatzlagen.

Gleichzeitig profitieren die Einsatzkräfte von jüngerer Technik und zeitgemäßer Ausstattung.

Die Stadt Calau sieht die Investitionen deshalb als wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung und zur Unterstützung der zahlreichen ehrenamtlichen Feuerwehrleute.

Mit der offiziellen Übergabe am 21. Oktober ist ein wesentlicher Teil der vorgesehenen Modernisierung abgeschlossen. Weitere Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren folgen.