Lokales aus Berlin

Lehren aus dem großen Stromausfall

Berlin bleibt schlecht auf Katastrophen vorbereitet

Der mehrtägige Stromausfall im Berliner Südwesten hat schwere Defizite bei Krisenkommunikation, Mobilfunk und Notstromversorgung offengelegt. Eine Expertenkommission fordert ein zentrales Krisenzentrum, belastbare Notfallnetze und deutlich mehr Übungen – doch Finanzierung und Zuständigkeiten bleiben umstritten.

Tödlicher Angriff im Berliner Tiergarten

Nach dem CSD-Anschlag: Ermittler suchen mögliche Mittäter

Nach dem tödlichen Angriff im Umfeld des Berliner Christopher Street Days ist der gesuchte Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Die Ermittler müssen nun klären, ob weitere Personen beteiligt waren, wie die Tat vorbereitet wurde und warum ein bereits bekannter Islamist nicht gestoppt werden konnte.

Zahl der mit Drogen verbundenen Todesfälle erneut gestiegen

300 Drogentote in Berlin: Senat will Hilfsangebote weiter ausbauen

In Berlin wurden 2025 insgesamt 300 mit Drogen assoziierte Todesfälle registriert. Der Senat setzt auf Prävention, Drug Checking, Naloxon, Drogenkonsumräume und neue Frühwarnsysteme. Besonders synthetische Opioide bereiten den Fachstellen Sorgen.

Bezirk will gesunde Ernährung leichter zugänglich machen

Spandau setzt Ernährungsstrategie bis 2029 fort

Spandau entwickelt seine Ernährungsstrategie „Spandau isst gut und gesund“ weiter. Gemeinsam mit Kitas, Schulen, Familienzentren und sozialen Einrichtungen sollen bis Ende 2029 neue Maßnahmen entstehen. Hintergrund sind hohe Anteile übergewichtiger Kinder und Erwachsener sowie Defizite bei der Zahngesundheit.

Automatische Alarme bei Personen im Gleisbereich

BVG baut KI-gestützte Videoüberwachung an Berliner U-Bahnhöfen aus

Die Berliner Verkehrsbetriebe erweitern den Einsatz automatisierter Kamerasysteme. Bis Ende 2026 sollen sogenannte Detektionskameras an 23 U-Bahnhöfen eingesetzt werden. Die Technik überwacht bislang vor allem Gleis-, Tunnel- und Betriebsbereiche, die Fahrgäste nicht betreten dürfen.

Berlin: Fast 59.000 Wohnungen unter Asbestverdacht

Fast 59.000 landeseigene Wohnungen in Berlin unter Asbestverdacht

Bei rund 58.847 Wohnungen der landeseigenen Berliner Wohnungsunternehmen ist eine Asbestbelastung bekannt oder wird aufgrund von Baualter und Gebäudedaten vermutet. Für Mieter besteht nicht automatisch eine unmittelbare Gefahr. Besondere Vorsicht ist jedoch bei Bohr-, Abriss- und Sanierungsarbeiten notwendig.

Gewerbeaufsicht verliert seit 2022 fast zwei Drittel ihres Personals

Nur 14 Kontrolleure für ganz Berlin: Staatsanwalt warnt vor leichtem Spiel für kriminelle Netzwerke

Berlin verfügt nach Einschätzung führender Staatsanwälte und Bezirksvertreter kaum noch über eine funktionierende Gewerbeüberwachung. Nur 14 LKA-Beschäftigte sollen derzeit für Zehntausende besonders kontrollbedürftige Betriebe zuständig sein. Hinweise auf illegales Glücksspiel, Scheingastronomie, unerlaubte Prostitution oder Schwarzarbeit bleiben offenbar häufig ohne erkennbare Reaktion.

Baustart für eine der wichtigsten unsichtbaren Verbindungen der BVG

100 Millionen Euro unter der Spree: Warum der neue Waisentunnel für Berlins U-Bahn unverzichtbar ist

Berlin erneuert für rund 100 Millionen Euro den mehr als 100 Jahre alten Waisentunnel zwischen Alexanderplatz und Heinrich-Heine-Straße. Fahrgäste werden die unter der Spree verlaufende Strecke weiterhin nicht nutzen. Trotzdem entscheidet der Betriebstunnel mit darüber, wie schnell U-Bahn-Züge repariert werden und wie zuverlässig die Linien U5 bis U9 fahren.

Berliner Senat passt Planungsgebiet an

Blankenburger Süden wird kleiner – trotzdem sollen 8.600 Wohnungen entstehen

Berlin treibt sein größtes zusammenhängendes Wohnungsbauprojekt weiter voran. Der Senat hat die Gebietskulisse für den Blankenburger Süden verkleinert und neu zugeschnitten. An dem Ziel von rund 8.600 Wohnungen hält das Land jedoch fest. Für Pankow bedeutet das langfristig einen neuen Stadtteil – aber auch zusätzlichen Druck auf Straßen, Schulen und den öffentlichen Nahverkehr.

Richtfest in Berlin-Karlshorst

234 neue Sozialwohnungen für Lichtenberg: Großprojekt erreicht wichtigen Bauabschnitt

In der Walkürenstraße in Karlshorst entstehen 234 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Sämtliche Wohnungen sollen ausschließlich an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vergeben werden. Nach der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr wurde nun Richtfest gefeiert. Die schlüsselfertige Übergabe ist bis zum Sommer 2028 vorgesehen.

Neue Großbaustelle in Treptow-Köpenick

Lange Brücke wird neu gebaut: Köpenick drohen vier Jahre Verkehrsbehinderungen

Eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen im Berliner Südosten muss abgerissen und vollständig ersetzt werden. Die Lange Brücke verbindet die Köpenicker Altstadt mit Spindlersfeld und der Köllnischen Vorstadt. Nach neuen Informationen sollen die Bauarbeiten später beginnen als bisher erwartet, aber weiterhin rund vier Jahre dauern. Für Autofahrer, Straßenbahnfahrgäste, Gewerbetreibende und Anwohner stehen erhebliche Belastungen bevor.

Wohnungsbau in Alt-Hohenschönhausen

441 neue Wohnungen in Lichtenberg: Vermietung an der Konrad-Wolf-Straße gestartet

Direkt am Sportforum Hohenschönhausen entstehen 441 neue Wohnungen. 280 davon werden öffentlich gefördert, ein Teil ist bereits ab sieben Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter verfügbar. Der Einzug soll ab Mitte Oktober 2026 möglich sein. Das Projekt ist eines der größten aktuellen Wohnungsbauvorhaben im Berliner Osten.