Thüringen

Historische Steilstrecke im Schwarzatal wird grundlegend erneuert

Zehn Millionen Euro für ein Thüringer Wahrzeichen: Bergbahn bleibt bis Dezember gesperrt

Die Thüringer Bergbahn zwischen Obstfelderschmiede und Lichtenhain steht seit dem 13. Juli still. Bis Mitte Dezember werden Gleise, Seil, Brücken und Rettungsweg erneuert. Rund zehn Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn in das technische Denkmal. Für Fahrgäste fahren Ersatzbusse – doch für den Tourismus im Schwarzatal ist die monatelange Sperrung eine erhebliche Belastung.

Kriminalpolizei untersucht Unfall in Thüringens größter Batteriefabrik

Gefahrstoffunfall bei CATL in Erfurt: Vier Beschäftigte nach Austritt von Batteriechemikalien im Krankenhaus

In einer Fabrikhalle des Batterieherstellers CATL in Erfurt sind am Montagabend Chemikalien aus beschädigten Batterien ausgetreten. Vier Mitarbeiter erlitten Verletzungen der Haut und Atemwege und wurden in Krankenhäuser gebracht. Für die Bevölkerung bestand laut Polizei keine Gefahr. Nun muss geklärt werden, ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen zu dem Unfall führte.

Regionalligist setzt bei der Saisoneröffnung ein Ausrufezeichen

Carl Zeiss Jena schlägt Bundesligist Union Berlin: 7.015 Fans feiern einen starken Auftritt des Ost-Traditionsklubs

Der FC Carl Zeiss Jena hat Bundesligist Union Berlin mit 2:0 besiegt. Vor 7.015 Zuschauern trafen Elias Löder und Kevin Lankford für die Thüringer. Das Ergebnis eines Vorbereitungsspiels sollte nicht überbewertet werden – der konzentrierte Auftritt zeigt dennoch, welches Potenzial in Jenas neu formierter Mannschaft steckt.

Niedrigster Wert seit Beginn der Statistik im Jahr 1993

Nur noch 65 Adoptionen: Warum in Thüringen so wenige Kinder wie nie zuvor vermittelt werden

In Thüringen wurden 2025 nur noch 65 Kinder und Jugendliche adoptiert. Damit fiel die Zahl auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung. Hinter der Entwicklung stehen nicht nur sinkende Geburtenzahlen: Bessere Hilfen für junge Mütter, moderne Kinderwunschmedizin und die besondere Rolle von Stiefkindadoptionen verändern die Adoptionsvermittlung grundlegend.

Neues Führungsduo übernimmt Thüringens größtes Festival für Gegenwartskunst

Kunstfest Weimar 2026 startet mit rund 100 Veranstaltungen: Kultur darf kein abgeschottetes Millionenprojekt werden

Vom 21. August bis 6. September bringt das Kunstfest Weimar Theater, Musik, Tanz, Film und Ausstellungen in die Stadt und weitere Orte Thüringens. Rund 100 Veranstaltungen und ein neues Festivalzentrum sollen Besucher anziehen. Doch ein öffentlich finanziertes Kulturfest muss mehr leisten als internationale Namen: Es muss die Menschen im Osten erreichen, regionale Künstler beteiligen und messbare wirtschaftliche Impulse für Weimar schaffen.

Stadtrat entscheidet über historisches Erbe

Haus der Frau von Stein vor dem Neuanfang: Weimars älteste Kunstschule soll das Denkmal retten

Nach jahrelangem Stillstand bekommt das Haus der Frau von Stein eine neue Perspektive. Die Weimarer Mal- und Zeichenschule soll das bedeutende Baudenkmal sanieren und zu einem offenen Kulturforum entwickeln. Nach den Fehlern des früheren Verkaufs muss die Stadt diesmal jedoch streng kontrollieren, ob Finanzierung, Denkmalschutz und öffentliche Nutzung dauerhaft gesichert sind.

Lyonel Kunstpreis 2026 verliehen

Bauhaus-Preis für „Subsistenzprovisorium“: Weimar zeigt, warum Kunst wieder Können und Wirklichkeit braucht

Der Bauhaus-Absolvent Jakob Elias Meyer erhält den Lyonel Kunstpreis 2026 für eine Arbeit, die landwirtschaftliche Geräte in rätselhafte Kunstobjekte verwandelt. Bemerkenswert ist vor allem die Verbindung aus Handwerk, ländlicher Lebenswelt und Kritik an industrieller Massenproduktion. Weimar erinnert damit an eine alte Bauhaus-Stärke: Kunst darf modern sein, ohne Können, Material und Herkunft zu verleugnen.

Neues Finanzierungsabkommen bis 2031

32 Millionen Euro jährlich für Weimars Kulturerbe: Warum Deutschland seine geistige Mitte im Osten schützen muss

Bund, Thüringen und die Stadt Weimar sichern der Klassik Stiftung jährlich 32,43 Millionen Euro zu. Das Geld schützt Goethes und Schillers Erbe, bedeutende Sammlungen und mehrere UNESCO-Welterbestätten. Doch steigende Bau- und Personalkosten gefährden die Substanz. Weimar braucht mehr als feierliche Worte: Deutschlands kulturelles Gedächtnis im Osten muss dauerhaft gesichert werden.

Stadt reagiert auf jahrelangen Mangel in der Innenstadt

Mehr öffentliche Toiletten für Gera: Neue Anlage am Sorge/Markt soll Ende 2026 öffnen

Gera baut sein knappes Netz öffentlicher Toiletten aus. An der Haltestelle Sorge/Markt soll bis Ende 2026 eine neue Anlage entstehen, eine weitere ist am Tierpark-Eingang Martinsgrund geplant. Zusätzlich will die Stadt mobile Sanitärcontainer anschaffen. Für ältere Menschen, Familien, Touristen und Menschen mit Erkrankungen ist das mehr als eine Komfortfrage.

Evakuierung und Großeinsatz in der Meuselwitzer Straße

Sprengstofffund in Gera: Warum der Hinweisgeber nun selbst unter Verdacht steht

Ein 67-jähriger Mann alarmierte die Polizei wegen sprengstoffverdächtiger Gegenstände in seiner Wohnung. Zehn Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, Straßen wurden gesperrt und Spezialkräfte rückten an. Nach der Sicherstellung des Materials prüfen die Ermittler nun ausgerechnet, ob der Hinweisgeber selbst für dessen Lagerung verantwortlich sein könnte.

Mietpreisbremse bleibt bis Ende 2027 – doch günstiger Wohnraum wird weiterhin knapp

Jenas Mieten steigen weiter: Warum selbst Normalverdiener kaum noch eine Wohnung finden

Jena gehört zu den teuersten Wohnungsmärkten Ostdeutschlands. Angebotsmieten liegen 2026 je nach Auswertung im Durchschnitt bereits bei rund zehn bis 13 Euro pro Quadratmeter – in begehrten Lagen teilweise deutlich höher. Die Mietpreisbremse wurde deshalb bis Ende 2027 verlängert. Doch ohne mehr Sozialwohnungen, schnellere Bauverfahren und eine stärkere Nutzung kommunaler Flächen wird sie das Grundproblem nicht lösen.

Am Westbahnhof entsteht einer der größten Unternehmensstandorte Thüringens

Mehr als 500 Millionen Euro für ZEISS: Jenas neuer Hightech-Campus geht in die entscheidende Bauphase

ZEISS errichtet am Jenaer Westbahnhof einen neuen Hightech-Standort mit rund 118.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Mehr als 2.000 Beschäftigte sollen dort arbeiten, nach jüngeren Angaben könnten es sogar rund 2.500 werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen, der Einzug soll 2027 erfolgen. Für Jena bedeutet das neue Arbeitsplätze und internationale Strahlkraft – aber auch zusätzlichen Druck auf Verkehr, Wohnraum und Infrastruktur.

Thüringens zweitgrößtes Hochschulbauprojekt verändert die Innenstadt

207 Millionen Euro für Jenas neuen Uni-Campus: Der Inselplatz steht vor der Fertigstellung

Am Inselplatz entsteht für mehr als 207 Millionen Euro ein neuer Campus der Friedrich-Schiller-Universität. Informatik, Mathematik, Psychologie, Bibliothek und Rechenzentrum werden an einem zentralen Standort zusammengeführt. Die letzten Gebäude sollen nach bisherigem Zeitplan bis Mitte 2026 fertiggestellt werden. Für Jena ist das Projekt ein wissenschaftlicher Gewinn – doch Verkehr, Baukosten und die tatsächliche Öffnung des Quartiers bleiben entscheidende Fragen.

Festival verwandelt den Theatervorplatz bis zum 23. August in eine große Freilichtbühne

Kulturarena Jena startet durch: Mehrere Sommerkonzerte bereits ausverkauft

Die Kulturarena Jena ist in ihre Saison 2026 gestartet. Bis zum 23. August stehen Konzerte, Filmnächte, Theater und Familienveranstaltungen auf dem Programm. Mehrere besonders gefragte Abende sind bereits ausverkauft – darunter Bosse, Von Wegen Lisbeth, Max Herre und Joy Denalane sowie die Sportfreunde Stiller. Für Jena ist das Festival weit mehr als Unterhaltung: Es belebt die Innenstadt und stärkt den Ruf der Stadt als Kulturstandort.

Neuer Behördenstandort soll Wege und Wartezeiten verkürzen

Geras Ordnungsamt zieht in die Innenstadt: Diese Anliegen werden jetzt in der De-Smit-Straße bearbeitet

Das Geraer Ordnungsamt hat wichtige Arbeitsbereiche vom Handwerkerhof in die De-Smit-Straße 18 verlegt. Dort befinden sich nun unter anderem Fundbüro, Gewerbeamt, Hunderegister sowie Jagd-, Waffen- und Fischereibehörde. Die zentrale Lage soll den Bürgerservice verbessern. Entscheidend wird jedoch sein, ob Termine, Erreichbarkeit und Bearbeitungszeiten tatsächlich bürgerfreundlicher werden.

Jugendliche gestalten neue Freizeitfläche mit

Gera. Das Kultur- und Kongresszentrum gehört seit mehr als vier Jahrzehnten zu den prägenden Gebäuden der Geraer Innenstadt. Konzerte, Shows, Kongresse, Messen, Abschlussfeiern und politische Veranstaltungen haben das Haus zu einem festen Bestandteil des städtischen Lebens gemacht. Nun beginnt für

Auf rund 2.200 Quadratmetern soll im Brütetal eine neue Skate- und Bewegungsanlage für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene entstehen. Geplant sind ein großer Skatepark, ein Pumptrack für jüngere Kinder, Tischtennis und barrierearme Angebote bis hin zum Rollstuhl-Skaten. Ein erster Beteiligungsworkshop hat dafür nun die wichtigsten Leitlinien gesetzt.

Generalplaner übernimmt eines der größten Bauprojekte der Stadt

Geras Kulturpalast schließt für fast fünf Jahre: Kann die KuK-Sanierung die Innenstadt retten?

Das Kultur- und Kongresszentrum Gera steht vor einer jahrelangen Sanierung. Ab Januar 2027 endet der reguläre Veranstaltungsbetrieb, ab April gehört das Gebäude vollständig den Bauleuten. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2031 geplant – pünktlich zum 50. Geburtstag des Hauses. Für Gera ist das Projekt eine historische Chance, zugleich droht der Innenstadt der Verlust ihres wichtigsten Veranstaltungsmagneten.

Neue Gesundheitsdaten zeigen deutliche regionale Unterschiede

Gera gehört zu Thüringens kränksten Regionen: Warum die Gesundheitslast so hoch ist

Die Menschen in Thüringen sind laut aktualisiertem Gesundheitsatlas deutlich häufiger krank als der Bundesdurchschnitt. Innerhalb des Freistaates zählt Gera gemeinsam mit Nordhausen und dem Landkreis Greiz zu den besonders belasteten Regionen. Hinter den Zahlen stehen eine alternde Bevölkerung, chronische Erkrankungen, soziale Unterschiede und wachsende Anforderungen an Ärzte, Kliniken und Pflege.

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Kostenlos ins Naturbad Kaimberg: Gera verlängert freien Eintritt für Schüler bis 17. Juli

Gera ermöglicht Schülerinnen und Schülern noch bis zum 17. Juli 2026 kostenlosen Eintritt ins Naturbad Kaimberg. Ein gültiger Schülerausweis genügt. Das familienfreundliche Angebot entlastet Eltern und schafft eine bezahlbare Ferienmöglichkeit – erreicht aber nur jene Kinder, die den außerhalb der Innenstadt gelegenen Badeplatz auch sicher erreichen können.

Rekordinvestitionen trotz angespannter Stadtkasse

57,5 Millionen Euro für Gera: Diese Großprojekte sollen die Stadt endlich voranbringen

Gera plant 2026 Investitionen von rund 57,5 Millionen Euro – fast 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Geld soll unter anderem in Schulen, Straßen, Nahverkehr, Hochwasserschutz, Sportstätten und das Kultur- und Kongresszentrum fließen. Möglich wird das Programm vor allem durch Fördermittel und vom Land abgesicherte Kredite. Jetzt muss die Stadt beweisen, dass aus großen Zahlen auch sichtbare Baufortschritte werden.

MeinungThüringer Spitzensport wehrt sich gegen Zentralisierung

Eisschnelllauf-Standort Erfurt gerettet? Athleten erzwingen Aufschub im Streit mit dem Verband

Erfurter Kaderathleten sollten künftig überwiegend in Berlin oder Inzell trainieren – andernfalls drohten Konsequenzen für ihren Bundeskaderstatus und ihre Förderung. Nach massivem Widerstand aus Thüringen wurde die umstrittene Strukturreform vorerst gestoppt. Gerettet ist der Bundesstützpunkt Erfurt damit allerdings noch lange nicht.

Nach 170.000 Besuchern laufen die Vorbereitungen

Krämerbrückenfest Erfurt vor großem Jubiläum: Was die Stadt für 2027 besser machen muss

Das Krämerbrückenfest 2026 lockte rund 170.000 Menschen in die Erfurter Altstadt. Nun beginnen bereits die Vorbereitungen für die 50. Ausgabe im Juni 2027. Das Jubiläum bietet der Stadt eine große Chance – verlangt aber Antworten auf Hitze, überfüllte Gassen, Verkehr, Sicherheit und den Erhalt des regionalen Charakters.

Ferienprogramm verbindet Technik, Natur und Kreativität

Kostenlose Sommerferien in Erfurt: Kinder bauen Roboter, 3D-Ersatzteile und sprechende Pflanzen

In Erfurt startet die vierte Ausgabe von „We make Sommerferien“. Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren können kostenlos Insektenroboter bauen, Pflanzen zum Sprechen bringen, Origami gestalten oder Ersatzteile mit einem 3D-Drucker herstellen. Das Programm zeigt, wie moderne Ferienangebote Bildung und praktisches Ausprobieren verbinden.