Sachsen

Streit um Wohnwertmerkmale geht in die nächste Runde

100 Beschwerdebriefe gegen Vonovia: Dresdner Mieter wehren sich erneut gegen höhere Mieten

Mehr als 100 Vonovia-Mieter aus Dresden haben Beschwerdebriefe gegen Mieterhöhungen aus den Jahren 2025 und 2026 unterschrieben. Sie werfen dem Konzern vor, erneut Merkmale wie Grünflächen, Dämmung, Glasfaseranschlüsse oder bestimmte Badausstattungen zur Begründung höherer Mieten heranzuziehen – obwohl das Amtsgericht Dresden vergleichbare Argumente in zahlreichen Verfahren beanstandet hat.

Nahverkehrsverträge für das Vogtland neu vergeben

Vogtlandbahn vor dem Betreiberwechsel? Was die Neuvergabe ab 2029 für Reichenbach bedeutet

Seit drei Jahrzehnten prägt die Vogtlandbahn den regionalen Schienenverkehr. Doch nach einer neuen Ausschreibung könnte ab 2029 ein anderer Betreiber auf den Strecken zwischen Reichenbach, Plauen, Zwickau und Klingenthal fahren. Für die Fahrgäste zählt weniger der Name auf den Zügen als ein verlässlicher Takt, gute Anschlüsse und moderne Fahrzeuge.

AWO gibt Einrichtung zum 31. Juli 2026 auf

Kita Sperlingsberg schließt: Reichenbach muss seine Betreuungslandschaft neu ordnen

Die AWO schließt die Kita Sperlingsberg aus wirtschaftlichen Gründen zum Ende des Kindergartenjahres. Für Eltern, Kinder und Beschäftigte endet damit ein vertrauter Betreuungsort in der Reichenbacher Altstadt. Die Entscheidung zeigt, wie sinkende Kinderzahlen, steigende Kosten und sanierungsbedürftige Gebäude die kommunale Bildungsplanung verändern.

Bauarbeiten zwischen Cunsdorfer Straße und Stockmannstraße

B 173 in Reichenbach voll gesperrt: Friedensstraße wird bis Ende August zur Geduldsprobe

Seit dem 6. Juli ist ein wichtiger Abschnitt der Friedensstraße in Reichenbach vollständig gesperrt. Die Arbeiten an der B 173 sollen voraussichtlich bis Ende August dauern. Für Pendler, Händler und Anwohner bedeutet die Baustelle lange Umwege – zugleich wird an einer Verkehrsachse gearbeitet, die seit Jahren unter hoher Belastung steht.

Forschungsstandort auf dem ehemaligen Güterbahnhof

Bis zu 19,5 Millionen Euro: Reichenbach soll mit neuem Kälteforschungszentrum Universitätsstadt werden

Auf dem Gelände des früheren Reichenbacher Güterbahnhofs soll eine Außenstelle der Technischen Universität Chemnitz entstehen. Das geplante Forschungszentrum für Kälte- und Energietechnik könnte bis zu 19,5 Millionen Euro kosten. Für die Stadt eröffnet sich damit die Chance, Industrie, Forschung und Ausbildung enger miteinander zu verbinden.

Neue Facharztpraxis und Pflegeangebote an der Plauenschen Straße

Vom Krankenhaus zum Gesundheitszentrum: Reichenbach kämpft um seine medizinische Versorgung

Die Schließung des Reichenbacher Krankenhauses hinterließ eine tiefe Lücke. Nun wächst am alten Klinikstandort ein neues Gesundheitszentrum. Eine Augenarztpraxis ist bereits eingezogen, weitere Angebote für ambulante Behandlungen, Kurzzeit- und Verhinderungspflege sollen folgen. Das Projekt kann das Krankenhaus nicht ersetzen – für die Stadt ist es dennoch von großer Bedeutung.

Rücklagen des Fünfspartentheaters aufgebraucht

1,3 Millionen Euro fehlen: Theater Plauen-Zwickau kürzt seinen Spielplan

Dem Theater Plauen-Zwickau fehlen für die laufende Spielzeit rund 1,3 Millionen Euro. In der Saison 2026/27 werden deshalb weniger Produktionen und Konzerte angeboten. Ohne eine langfristige Finanzierung drohen weitere Einschnitte bei einem der wichtigsten Kulturhäuser Westsachsens.

Öffentlicher Nahverkehr unter Finanzdruck

4,5-Millionen-Euro-Lücke: Wie lange kann sich Plauen seine Straßenbahn noch leisten?

Bei der Plauener Straßenbahn klafft eine Finanzierungslücke von rund 4,5 Millionen Euro. Stadt, Verkehrsunternehmen und Freistaat müssen klären, wie der Betrieb langfristig gesichert werden kann. Für Plauen geht es nicht nur um einzelne Linien, sondern um die Mobilität älterer Bürger, Schüler, Pendler und Menschen ohne eigenes Auto.

Regierung legt Etatentwurf für 2027 und 2028 vor

Sachsen plant Rekordhaushalt von 53,5 Milliarden Euro: Mehr Investitionen, neue Schulden und 523 Stellen weniger

Die sächsische Staatsregierung hat ihren Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 an den Landtag übermittelt. Geplant sind Gesamtausgaben von rund 53,5 Milliarden Euro, steigende Investitionen und höhere Zuweisungen an die Kommunen. Gleichzeitig sollen 523 Stellen entfallen und erstmals die neuen Verschuldungsmöglichkeiten des Grundgesetzes genutzt werden.

Stadtrat beschließt Strategie bis 2045

Zwickaus Wärmeplan steht: Hauseigentümer brauchen jetzt Klarheit statt neuer Heizungsangst

Zwickau hat seine kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Sie soll zeigen, wo Fernwärme, Wärmepumpen oder andere Lösungen künftig sinnvoll sind. Für Eigentümer entstehen dadurch noch keine unmittelbaren Austauschpflichten. Die Stadt muss nun ehrlich erklären, was technisch möglich, wirtschaftlich tragbar und tatsächlich verbindlich ist.

Tausende Industriearbeitsplätze in Gefahr

VW-Werk Zwickau vor ungewisser Zukunft: Der Osten darf nicht erneut die Rechnung für Konzernfehler zahlen

Volkswagen prüft einen drastischen Sparkurs, und das hochmoderne Werk in Zwickau gehört zu den Standorten, über deren Zukunft diskutiert wird. Rund 8.000 Beschäftigte und zahlreiche Zulieferer bangen um ihre Arbeitsplätze. Nach milliardenschweren Investitionen in die Elektromobilität darf der Konzern den Osten nicht erneut zum Verlierer eines Strukturwandels machen.

Machbarkeitsstudie empfiehlt zweigleisige Strecke über Auenseestraße und Travniker Straße

Neue Straßenbahn für Leipzig-Wahren: Linie 10 soll künftig bis zum S-Bahnhof fahren

Die Leipziger Straßenbahnlinie 10 könnte künftig nicht mehr am Rathaus Wahren enden, sondern bis zum S-Bahnhof Leipzig-Wahren fahren. Eine Machbarkeitsstudie empfiehlt eine neue zweigleisige Strecke über die verlängerte Auenseestraße und Travniker Straße. Gleichzeitig könnten eine neue Wendeschleife, ein Straßenbahnbetriebshof und eine zusätzliche Straßenverbindung entstehen. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 35 Millionen Euro – einen konkreten Baubeginn gibt es noch nicht.

Sportwagenbauer gerät nach Gewinneinbruch und schwacher Nachfrage unter Druck

200 Stellen fallen weg: Kann die Cayenne-Produktion das Porsche-Werk Leipzig retten?

Porsche will im Leipziger Werk bis Ende August 2026 rund 200 Stellen abbauen. Gleichzeitig wird über eine Verlagerung der Cayenne-Produktion von Bratislava nach Leipzig gesprochen. Für den Standort mit mehr als 4.600 Beschäftigten könnte das zusätzliche Modell die Auslastung verbessern. Doch offenbar stehen Lohnkosten, Wettbewerbsfähigkeit und weitere Sparmaßnahmen zur Debatte.

Historische Städte beraten über die Zukunft ihrer Zentren

Görlitz kämpft um seine historische Mitte: Denkmalschutz allein rettet keine Altstadt

Vertreter aus Bamberg, Lübeck, Meißen, Regensburg und Stralsund haben sich Anfang Juli in Görlitz getroffen, um über nachhaltige Stadtentwicklung in historischen Zentren zu beraten. Für Görlitz ist die Aufgabe besonders anspruchsvoll: Die einzigartige Bausubstanz muss erhalten werden, während Leerstand, demografischer Wandel, hohe Sanierungskosten und schwache Kaufkraft viele Eigentümer und Händler unter Druck setzen.