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„Ich, Eurydike“: Ein neuer Blick auf den Mythos von Orpheus und Eurydike
Staatsoperette Dresden
Mit „Ich, Eurydike“ widmet sich die Staatsoperette Dresden in der Spielzeit 2026 / 27 einem der bekanntesten Stoffe der griechischen Mythologie aus einer neuen Perspektive. Der moderne Tanzabend stellt nicht Orpheus, den berühmten Sänger und Helden der Sage, ins Zentrum, sondern Eurydike – die Frau an seiner Seite, deren eigene Geschichte im Mythos weitgehend blass bleibt. Choreograf Gabriel Pitoni entwickelt mit einer zeitgenössischen Bewegungssprache einen Abend über Identität, Selbstbestimmung und die Suche nach einer eigenen Stimme. Der Mythos erzählt von Orpheus, dessen Musik selbst die Götter des Totenreichs bewegt. Nachdem seine Frau Eurydike gestorben ist, steigt er in die Unterwelt hinab, um sie zurückzugewinnen. Die Götter gestatten Eurydike die Rückkehr in die Welt der Lebenden unter einer Bedingung: Orpheus darf sich auf dem gemeinsamen Weg nach oben nicht nach ihr umsehen. Kurz vor dem Ziel bricht er das Verbot – und verliert Eurydike endgültig. „Ich, Eurydike“ setzt an diesem bekannten Wendepunkt an und erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Frau, die im Schatten des berühmten Sängers steht. Nach der Trennung von Orpheus ist Eurydike auf sich allein gestellt und beginnt, sich aus den vorgegebenen Strukturen ihrer Umgebung zu lösen. Ihr Weg führt aus dem Schattendasein hin zu einer eigenen, freien Identität.